Bierdeckelaktion soll Frauen zur Wahlurne bringen

Stein — 
Mit Bierdeckeln erinnert das Frauenwerk Stein an frauenpolitische Themen. Mit der Aktion will die Einrichtung die Frauen zur Wahl motivieren.

Frauen sollen bei den kommenden Wahlen von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen: Hierfür wirbt die evangelische Fachstelle für Frauenarbeit im FrauenWerk Stein mit einer Bierdeckelaktion. Insgesamt zehn verschiedene Bierfilzmotive sollen die Debatte zu zehn verschiedenen frauenpolitischen Themen anregen, teilte das Frauenwerk am Montag mit. Die geschäftsführende Vorständin Isolde Heine-Wirkner erklärte, Frauen seien nach wie vor in vieler Hinsicht benachteiligt.

Sie wies auf eine geschlechtsbedingte Lohnungleichheit, verdeckte Karrierehindernisse, unterbrochene Erwerbsbiografien, prekäre Beschäftigung und Arbeit im Niedriglohnsektor oder auf Altersarmut von Frauen hin. Die Leiterin der Fachstelle für Frauenarbeit, Andrea König betonte, »mit einer hohen Wahlbeteiligung können Frauen viel bewegen«.

Bierdeckel Aktion Frauenwerk Stein

Einer der Bierdeckel unter dem Motto »trinken - reden - debattieren« verweist beispielsweise mit der doppeldeutigen Frage »Oben ohne?« auf den geringen Anteil an Frauen in den Vorständen deutscher Unternehmen. Ein Begleitheft im Bierdeckelformat enthält weiterführende Informationen. Frauenstammtische, Frauengesprächkreise, aber auch Kirchenvorstände und Gemeinden oder Stammtische können die Bierdeckel bestellen, erklärte König.

Frauenwerk Stein

Das FrauenWerk Stein ist ein Verein in der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern (ELKB), die ihm die evangelische Frauenarbeit übertragen hat.

»Frauen stärken – Beziehungen gestalten – Horizonte weiten« - das will das FrauenWerk Stein e.V., das 1933 als Bayerischer Mütterdienst von Dr. Antonie Nopitsch gegründet wurde. Es versteht sich als Lobby für Fraueninteressen in der bayerischen Landeskirche und hat darüber hinaus auch bundesweit Bedeutung als Keimzelle des Deutschen Müttergenesungswerks.

Zum FrauenWerk Stein e. V. -gehören zwei Kurkliniken im Chiemgau und im Allgäu, das Tagungs- und Gästehaus in Stein, die Familienbildungsstätten in Nürnberg und München, die Familienpflege Nürnberg und die Fachstelle für Frauenarbeit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. In den Einrichtungen arbeiten rund 170 Personen; jährlich nutzen etwa 19.000 Menschen die Angebote.

 

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