#Glaubensfrage: Woran glauben Sie?

Welche Rolle spielt Religion in der Gesellschaft? Wie stehen Kirche und Politik zueinander? Und wie hilft der Glaube an Gott im Alltag? Seit fünf Jahren befragen Redakteurinnen und Redakteure des Evangelischen Presseverbands für Bayern Prominente zu diesen Themen. Wir ziehen ein Fazit - und wollen wissen: Was glauben Sie?

Was haben Reformationsbotschafterin Margot Käßmann, der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und die Schauspielerin Uschi Glas gemeinsam? Sie alle waren schon zu Gast bei den Redaktionsgesprächen des Evangelischen Presseverbands für Bayern (EPV) und haben den Redakteurinnen und Redakteuren Rede und Antwort gestanden. Seit fünf Jahren laden die Redaktionen der Nachrichtenagentur epd, der Wochenzeitung Sonntagsblatt, der Evangelischen Funk-Agentur (efa), des Evangelischen Fernsehens (efs) und des Claudius Verlags regelmäßig prominente Persönlichkeiten ein und sprechen mit ihnen über Kirche und Religion, Politik und Gesellschaft sowie Soziales und Kultur.

So war der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschland und bayerischer Landesbischof, Heinrich Bedford-Strohm, zu Besuch und erzählte, wie er mit Termindruck umgeht, welche Regenerationsquellen er hat und warum er sich als Inspirator und Impulsgeber sieht. Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, verriet, warum der Bau des neuen jüdischen Zentrums in München das großartigste Ereignis in ihrem beruflichen Leben war.

Dossier

#Glaubensfrage

Woran glaube ich? An welchen Werten orientiere ich mich? Welche Rolle spielen Gott und Religion in meinem Leben? Das sind Fragen, mit denen sich Prominente aus Kirche und Politik, Gesellschaft und Kultur in unserer Reihe #Glaubensfrage beschäftigen. Mehr dazu in unserem Dossier: www.sonntagsblatt.de/glaubensfrage

 

Im Gespräch mit dem bayerischen Finanzminister Markus Söder (CSU) ging es um das Finanzdebakel des Dekanats München und sein Amt als Delegierter in der Synode der bayerischen Landeskirche. Der Münchner SPD-Politiker Christian Ude erläuterte, wie stark sich seiner Ansicht nach Kirche in Politik einmischen dürfe und warum nicht jedes Ja oder Nein zu einer Umgehungsstraße aus der Bibel abgeleitet werden könne.

In kurzen Video-Interviews unter dem Motto »Was glaubst Du denn? –  Prominente und ihr Glaube« stehen Fragen rund um Glaube, Werte und Traditionen im Mittelpunkt. Der Pressesprecher der Münchner Polizei, Marcus da Gloria Martins unterstrich dabei die Bedeutung des Glaubens: »Glaube ist ein ganz wichtiger Baustein, wenn ich an Hoffnung denke.« Denn Hoffnung biete Orientierung. Er selber verlasse sich meist auf sein Bauchgefühl, sagte der Polizist, der durch sein besonnenes Auftreten vor der Presse nach dem Amoklauf am Olympia-Einkaufszentrum in München am 22. Juli 2016 aufgefallen war.

»Man stellt sich ständig die Frage: Was ist Christus? Wer ist Christus?«

Theaterintendant Christian Stückl

Der Spielleiter der Passionsspiele Oberammergau, Christian Stückl, erklärte, dass sich sein Glaube immer wieder verändere, wenn er sich oft mit religiösen Themen auseinandersetze: »Man stellt sich ständig die Frage: Was ist Christus? Wer ist Christus? Was ist Jesus? Was ist er nicht? Wie äußert er sich für mich?«, sagte der gelernte Bildhauer.

Im Gespräch mit der Autorin und Beraterin Tamara Dietl ging es vor allem um Tod und Trauerbegleitung. Das Sterben ist Teil des Lebens, sagte die 53-Jährige, die über zehn Jahre lang mit dem Münchner Regisseur Helmut Dietl verheiratet war und ihren Mann in den Tod begleitet hat. »Das ist nicht leicht. Das weiß ich. Aber seit dem ich selber gemerkt habe: Wenn ich damit offen umgehe und wenn ich mich darauf einlasse, wird auch mein Leben intensiver.«

27 prominente Gäste hat der EPV seit 2012 empfangen. Nun wollen wir von Ihnen erfahren:

Und woran glauben Sie?

Was bedeutet Gott, Glaube und Religion für Sie? Welche Werte sind Ihnen wichtig? Schreiben Sie uns eine E-Mail an online@epv.de oder posten Sie etwas in den sozialen Netzwerken unter #Glaubensfrage! Auch Vorschläge, wen wir zu unseren Redaktionsgesprächen einladen können, nehmen wir gerne entgegen.

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