Predigt: Wasser - Lebensdurst und Lebensquelle (Offenbarung 21,6)

An den Zugang zu Wasser als grundlegendes Menschenrecht erinnert der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm in der evangelischen Morgenfeier. Die Jahreslosung 2018 „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“ verweist darüber hinaus auf die Lebensquellen, die uns vor dem inneren Austrocknen bewahren.
Wasser Wassertropfen Nahaufnahme

Eines der schönsten Geschenke, das ich empfangen habe zu meiner Amtseinführung als Landesbischof, ist ein Wasserkrug aus Steingut. Dieser Krug steht in meinem Arbeitszimmer. Er ist sehr dekorativ, aber er ist kein Ziergegenstand. Er wird dauernd benutzt und täglich mit frischem Wasser gefüllt. Ich gehöre zu den Menschen, die am liebsten Leitungswasser trinken. In München, wo ich wohne, ist es besonders köstlich und sehr frisch. Viele mögen Wasser lieber, wenn es sprudelt, aber mir schmeckt es am besten, wie es aus der Leitung kommt. Noch so teures Mineralwasser, vielleicht auch noch weit gereist, kann damit nicht mithalten.

Wasser ist Leben

Nicht nur deswegen habe ich mich über dieses Geschenk besonders gefreut. Ein Wasserkrug ist fast schon ein geistliches Zeichen. Wasser ist Leben. Es verweist auf die Quelle des Lebens, es verweist auf Gott selbst. Ich erinnere mich an eine Bergtour im Sommer, bei der ich den Wasserbedarf in der Sommerhitze völlig unterschätzt habe. Nach vier Stunden Aufstieg war mein Wasservorrat schon fast aufgebraucht. Und beim Abstieg wurde der Durst immer größer, jeden Schluck habe ich bewusst genommen. Und irgendwann genau eingeteilt, um es bis unten zu schaffen. Wenn ich nicht Begleiter gehabt hätte, die mit mir geteilt hätten, wäre ich wahrscheinlich nicht gesund angekommen.
Diese Erfahrung hat sich mir eingeprägt. Immer wieder, wenn ich Wasser trinke, denke ich daran und danke Gott dafür, dass er uns das Wasser schenkt. Ja, Wasser ist Leben. Auch deswegen wird in den heißeren Ländern rund ums Mittelmeer immer Wasser angeboten. Damit beginnt alle Gastfreundschaft. Gibst du mir Wasser, bin ich zu Hause.

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.

So heißt die Jahreslosung für das neue Jahr 2018. Ein Satz aus dem letzten Buch der Bibel, es ist fast der Schlusssatz der ganzen Heiligen Schrift. Welch ungeheure Zusage steckt in diesem Satz! Der Durstige bekommt lebendiges Wasser. Und er bekommt es umsonst.
Am Morgen dieses ersten Tages im neuen Jahr geht es um meinen Durst und den aller Menschen nach Wasser, nach Leben. Und mancher fühlt den Durst nach Gott und nach Frieden und Gerechtigkeit. Den Durst nach erfülltem Leben. Damit beginnen wir das Neue Jahr und das ist ein guter Anfang.

Ohne Wasser kein Leben

In unserem Land gibt es eigentlich immer genug Trinkwasser und damit gehören wir zu den Glücklichen und Privilegierten, die ihren täglichen körperlichen Durst ohne Mühe stillen können. Das Wasser kommt aus dem Wasserhahn, ist gut aufbereitet, ohne Keime. Man kann es bedenkenlos trinken. Bei Gästen aus anderen Teilen dieser Erde ruft das immer eine gewisse Verwunderung hervor. Was hier so selbstverständlich scheint, ist eben keineswegs selbstverständlich. In vielen Ländern wird dazu geraten, sogar fürs Zähneputzen Wasser aus der Flasche zum zu verwenden.

Weil sauberes Wasser für uns so selbstverständlich ist und so zuverlässig aus dem Hahn kommt, wird der Umgang damit gelegentlich gedankenlos. Dass Wasser ein unendlich kostbares Lebensmittel ist, gerät aus dem Blick. Nur weil man es billig haben kann, heißt nicht, dass es nichts wert wäre. Das wissen auch große Konzerne, die immer wieder einmal den Versuch unternehmen, Wasser zu privatisieren. In einigen Ländern dieser Erde ist das tatsächlich der Fall. Auch deswegen haben die Vereinten Nationen mit großer Mehrheit im Jahr 2010 beschlossen, den Zugang zu Trinkwasser als Menschenrecht zu verstehen.

Schutz vor Hunger - Ohne Wasser kein Leben

Dieser Beschluss folgt der Einsicht, dass ohne Wasser das Recht auf Leben und auf Gesundheit wie der Schutz vor Hunger nicht möglich ist. „Ohne Wasser kein Leben“ – heißt deswegen auch die Kampagne von Brot für die Welt, die am 1. Advent begonnen hat und die auch die Jahreslosung für 2018 in den Blick nimmt. „Ohne Wasser kein Leben“. In Kenia wird das ganz konkret. In einem Dorf am Mount Kenya wurde ein großer Tank für Regenwasser gebaut. Schon wenige Tage Regen genügen, um den Tank zu füllen.

Der Tank sieht aus wie ein Felsblock von der Größe eines Mehrfamilienhauses. Seine flache Oberseite ist mehr als zweitausend Quadratmeter groß und leicht geneigt. Eine lokale Baufirma hat um den Felsen eine Rinne gemauert, die das Regenwasser auffängt und in den 75 Kubikmeter großen Tank leitet, der die Wasserstelle am Fuße des Berges speist. Bevor dieser Speicher existierte, mussten die Frauen aus dem Ort weit laufen, um an Wasser zu kommen. Fünf Stunden hat der tägliche Marsch zum nächsten Fluss gedauert. Außerhalb der Regenzeit trocknen viele Flüsse am Mount Kenya aus. Die Menschen graben dann Löcher ins Flussbett, in denen sich nur wenig Wasser sammelt, das außerdem schmutzig ist. Würmer, Durchfall und Ruhr waren die Folge. Dazu die tägliche Angst, überhaupt kein Wasser zu finden. Und natürlich: Selbst, wenn es Wasser gab – eine Frau kann ungefähr 30 Liter tragen, mehr aber auch nicht. Das musste der Großfamilie einen Tag lang reichen, inklusive waschen und spülen. Alle tranken zu wenig, hatten Kopfschmerzen, fühlten sich schwach und waren unkonzentriert. Mit dem Tank trinken die Menschen jetzt mindestens doppelt so viel wie früher. Für jeden Kanister bezahlen sie umgerechnet fünfzig Eurocent, um die Instandhaltung und vor allem den Ausbau der Wasserversorgung zu finanzieren.

Ohne Wasser gibt es kein Leben: Wasser und das Essen auf dem Tisch sind untrennbar miteinander verbunden. Wasser gehört zum täglichen Brot. Es ist ein öffentliches, aber endliches Gut. Für alle Menschen. Hungrig und durstig sind Menschen auf der Welt nicht nur nach Nahrung und Wasser. Sie sehnen sich auch nach mehr Gerechtigkeit….Diese Menschen nennt Jesus in der Bergpredigt „selig“, glücklich, gesegnet. Und verspricht: Sie sollen satt werden: „Selig sind, die hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit. Denn sie sollen satt werden.“ Ich wünsche allen, die sich für Gerechtigkeit einsetzen, auch für Gerechtigkeit im Umgang mit der kostbaren Ressource Wasser, dass sie kleine und große Siege erringen in diesem neuen Jahr….

Lebensquellen, die vor dem inneren Austrocknen bewahren

Der Durstige soll von der lebendigen Quelle trinken umsonst. Schon unser körperliches Durstgefühl ist ja etwas ganz Grundlegendes. Erst recht das, was die Jahreslosung anspricht. Hier geht es um unseren Lebensdurst. Hier geht es um unsere ganze Existenz. Hier geht es um die Lebensquellen, die uns vor dem inneren Austrocknen bewahren.

Trinkwasser haben wir in unserem Land genug. Aber Quellen für die Seele fehlen uns. Woraus nähren wir uns? Das ist die vielleicht wichtigste Frage, wenn wir an diesem Tag in das neue Jahr 2018 gehen. Ein Geschäftsmann erzählt, dass er erst bei Sterben im Hospiz merkt, was er im Leben verpasst hat. Es ging immer nur um das Geschäft. Noch eine Filiale und noch mehr Arbeit. Ich habe - so stellt er dann traurig fest – „meine Kinder kaum gesehen und bin meiner Familie kaum begegnet.“

Eine Frau beschließt: ich will da nicht mehr mitmachen, beim Immer höher, immer schneller, immer weiter! Beim Immer-besser-werden-Müssen! Ist das Leben nicht mehr als ständiger Wettbewerb und ständige Selbstoptimierung?

Der Theologe Eugen Drewermann hat das so ausgedrückt:

Wie viel Schönheit wird überlagert durch all das, was wir glauben erledigen zu müssen! Wie viel von der Zauberkraft unseres Herzens geht zugrunde an all dem Gestampfe, Gerenne, Getrete und Gelaufe in unserem Leben, am Platzbehaupten, Hinterherlaufen, Sich-selber-vorweg-Sein! Wär‘ es nicht möglich, es reifte das, was wir sind, in unserer Tiefe, und wir könnten’s gar nicht erklügeln, nicht beschließen, es wäre nur einfach?“(Eugen Drewermann in „Augenblick mal! 7 Wochen ohne Sofort!; 19. März)

Aus welchen Quellen leben wir? Und welche Quelle kann unsere Sehnsucht wirklich stillen? Viele Menschen spüren: mit einem Leben, in dem der materielle und der berufliche Erfolg an erster Stelle stehen, verpassen wir das Eigentliche. Die Gesundheitsforscher sagen es schon lange: Ab einem bestimmten materiellen Niveau steigt die Lebenszufriedenheit nicht weiter an, wenn wir noch mehr haben. Die Zufriedenheit von Gesellschaften wird größer, wenn alle Menschen etwas vom Wohlstand haben. Auch die Reichen – so das erstaunliche Ergebnis der Forscher – sind dann zufriedener. Und die Glücksforscher sagen: Achten Sie auf Ihre sozialen Beziehungen! Kein schickes Auto und keine neue Couch kann die Liebe zwischen Menschen und die Gemeinschaft, die sie trägt, ersetzen!

Wir wissen das. Aber warum vergessen wir das so leicht? Weil die Erkenntnisse der Forscher und auch die entsprechenden Alltagserfahrungen vielleicht unseren Kopf, nicht aber die Seele erreichen. Deswegen ist der Satz der Jahreslosung so wichtig: Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. Es ist ein Satz, der nicht nur an der Oberfläche zu uns spricht. Es ist ein Satz, der unsere Sehnsucht  aufnimmt. Es ist ein Satz, der die Seele erreicht. Echte Lebensquellen basieren nicht auf guten Ratschlägen oder auf ausgeklügelten Strategien zum positiven Denken. Echte Lebensquellen kommen von dem, der uns alle geschaffen hat, der die ganze Welt geschaffen hat, der dich und mich mit seiner Liebe anstrahlt, so dass wir diese Liebe in uns aufnehmen und irgendwann selber ausstrahlen.
Alles, was wir tun müssen, ist, uns dafür zu öffnen, auf die kraftvollen Worte Gottes zu hören, sie in uns aufzunehmen, darüber nachzudenken, ihnen nachzuspüren, im stillen Gebet oder der Meditation, uns selbst leer zu machen und die göttliche Energie in uns aufzunehmen, gemeinsam mit anderen zu singen und uns von der Musik das Herz öffnen zu lassen für das, was Gott uns sagen will. Manche nennen das „Spiritualität“. Ich mag auch das alte Wort „Frömmigkeit“. Ich verbinde damit nicht Bigotterie, religiösen Zwang oder Heuchelei, sondern eine religiöse Praxis, die zu so etwas wie einer Schule der Freiheit werden kann: ein Weg zu den Quellen des Lebens, die Tür zu einem Leben mit Gott.

It’s me oh Lord, standing in the need of prayer… Ich brauche das Gebet, heißt es in einem Gospel. Nicht mein Vater, nicht meine Mutter, ich brauche es. Das ist wie einen Berg erklimmen und zu einem Brunnen kommen…It’s me, o Lord!

Frömmigkeit bedeutet: Aus der Fülle leben

Eine Neuentdeckung der Frömmigkeit öffnet uns den Blick auf die Fülle des Lebens. Das ist vielleicht das Wichtigste im Deutschland des Jahres 2018, einem reich gesegneten Land, in dem die Segnungen des Wohlstands indessen sehr unterschiedlich verteilt sind.

Es gibt tatsächlich Menschen in unserem Land, die zu kämpfen haben. Menschen, bei denen das Geld so knapp ist, dass sie sich jeden Tag Sorgen machen müssen, ob sie es schaffen. Ob sie die Miete noch zahlen können. Ob sie den Kindern das kaufen können, was sie für die Schule brauchen. Ob sie das Geld für einen neuen Kühlschrank aufbringen können, wenn der alte kaputt geht. Und gleichzeitig gab es noch nie soviel Reichtum in unserem Land wie heute. Allein das Barvermögen übersteigt inzwischen die Fünf-Billionen-Grenze.

Aber merkwürdigerweise scheint auch das die Knappheitsgefühle nicht überwinden zu können. Regelmäßig gibt es Aufschreie, wenn Vorschläge gemacht werden, um etwas gegen die immer größer werdende Ungleichheit in Deutschland zu unternehmen. Als Menschen, denen es materiell gut geht – ich selbst zähle mich auch dazu - hätten wir doch allen Grund, von dem Segen, den wir erfahren, etwas weiterzugeben!

Ja, es ist ein Segen, materiell sorgenfrei leben zu dürfen. Das wahrzunehmen, ist vielleicht die wichtigste Voraussetzung dafür, dass wir herausfinden aus dem Gefühl, zu kurz zu kommen. Und dass wir entdecken, aus welcher Fülle wir leben dürfen. Denn ob wir aus der Fülle leben oder aus der Knappheit, ob wir das Gefühl haben, zu kurz zu kommen oder reich beschenkt zu sein, ist offensichtlich nicht nur eine Frage des Geldbeutels. Es geht tiefer.

Wenn die Bibel von der Fülle spricht, geht es in die Tiefe: „Denn es hat Gott gefallen“, „alle Fülle in Jesus wohnen zu lassen“ heißt es im Kolosserbrief (Kol 1,19). Johannes sagt: „Von seiner Fülle haben wir genommen Gnade um Gnade“ (Joh 1,16).

Im Leben Jesu verdichtet sich all das wie in einem Brennglas. Die Fülle Gottes zeigt sich in jeder Geste, in jedem Wort, das er sagt, in jeder seiner Begegnungen mit anderen.  Er teilt die Fülle mit den Armen und Kranken und Verzweifelten, mit den Fremden, mit Frauen und Kindern….Gnade, Vergebung, Zärtlichkeit, Heilung. Und es reicht für alle…Diese Herzensweite steht jedem von uns offen, ist jedem von uns möglich…Eine Quelle, von der jeder trinken kann umsonst…Und Paulus spricht davon, wie die Erfahrung der Fülle uns offen macht für die Liebe zum Nächsten:

Gott aber kann machen, dass alle Gnade unter euch reichlich sei, damit ihr in allen Dingen allezeit volle Genüge habt und noch reich seid zu jedem guten Werk; wie geschrieben steht (…): »Er hat ausgestreut und den Armen gegeben; seine Gerechtigkeit bleibt in Ewigkeit. (2. Kor 9,8f).

Manchmal sind es aber auch nicht Bibelworte, sondern Erfahrungen mit Menschen, die uns einen neuen Blick auf die Fülle und das Glück des Lebens gewähren.

Obdachlosen an Weihnachten kennengelernt

Ich habe in den Tagen vor Weihnachten eine solche Erfahrung gemacht. Ich habe einen Menschen näher kennengelernt, der im Münchner Hauptbahnhof Straßenzeitungen verkauft. Sein Leben weist viele Brüche auf. Seinen ganzen Besitz hat er in ein paar Plastiktüten neben sich stehen. Die Nacht verbringt er jetzt im Winter an Orten im Bahnhof, wo es eine Wärmequelle gibt – oder in der Nachtlinie der Tram, die so lange fährt, dass ihn über Stunden niemand zwischendrin weckt. Er hat eine Monatskarte. Und als ich ihn frage: „Können Sie so genügend schlafen?“, antwortet er mir, fast überrascht über diese Frage: „Ja, klar! Ich komme zurecht!“ Er ist fest angestellt bei der Straßenzeitung und ist zufrieden. Ich habe in dem ganzen Gespräch keine Klage gehört. Für mich war dieses Gespräch eine Schule der Demut.

Es gibt wahrhaft keinen Grund, Armut zu romantisieren, schon gar nicht, wenn man selbst dankbar für alle materielle Sorgenfreiheit ist. Aber nach der Begegnung mit diesem Mann am Münchner Hauptbahnhof habe ich immer wieder einmal darüber nachgedacht, wofür ich dankbar bin und was ich wirklich brauche, um zufrieden zu sein.

„Es gibt erfülltes Leben trotz vieler unerfüllter Wünsche“. Dieser Satz von Dietrich Bonhoeffer hilft mir.  Er stammt aus einem Brief an seinen Freund Eberhard Bethge vom 19. März 1944 aus dem Gefängnis. Immer wieder beeindruckt mich Bonhoeffers tiefe Frömmigkeit und sein mutiges Zeugnis im Widerstand gegen die Nationalsozialisten. Und ich glaube, dass es uns auch in unseren manchmal viel weniger dramatisch scheinenden Alltagsfragen helfen kann. In unseren Sehnsüchten und Wünschen immer wieder von neuem den Kontakt mit Gott zu suchen, all das, was uns bewegt, in Gottes Hand zu legen, zu spüren, dass Gott mit uns geht in den guten und in den schweren Zeiten, Frieden zu finden mit Gott und mit uns selbst, das ist erfülltes Leben.

Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst – sagt Gott. Und weist uns damit den Weg zu einem Leben mit den anderen, in dem niemand mehr zu kurz kommt. Ein Leben, in dem wir, weil wir Zugang zum lebendigen Wasser finden, selbst zur Wasserquelle werden. So verheißt es der Prophet Jesaja in einem seiner stärksten Texte:

Wenn du in deiner Mitte niemand unterjochst und nicht mit Fingern zeigst und nicht übel redest, sondern den Hungrigen dein Herz finden lässt und den Elenden sättigst, dann wird dein Licht in der Finsternis aufgehen, und dein Dunkel wird sein wie der Mittag. Und der Herr wird dich immerdar führen und dich sättigen in der Dürre und dein Gebein stärken. Und du wirst sein wie ein bewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, der es nie an Wasser fehlt. (Jes 58, 9-11)

Das ist die Vision, mit der wir in das Jahr 2018 gehen dürfen. Das Land als Garten…die ganze Welt, ja vor allem der ganze Mensch ein Garten, in dem es blüht und wächst und lebendig ist… Und in dem es nie an Wasser fehlt. Aus der Kraft dieser Vision zu leben, wird Deutschland gut tun. Es wird der Welt gut tun. Es wird uns allen gut tun.

Möge Gott Dir von der Quelle,
die nie versiegt, zu trinken geben.
Gesegnet sei der Lauf Deines Lebens!
Gesegnet auch im neuen Jahr!
So segne und behüte dich der barmherzige und menschenfreundliche Gott,
Vater Sohn und Heiliger Geist.

Evangelische Morgenfeier vom 01.01.2018 (Neujahr) mit dem bayerischen Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, Thema: Lebensdurst und Lebensquelle (Offenbarung 21,6)

Das PDF mit dem vollständigen Text kann beim BR heruntergeladen werden unter diesem Link.

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