Was ist Totensonntag?

Was feiern wir an Totensonntag? Und warum nennt die Kirche den Feiertag Ewigkeitssonntag? Sonntagsblatt.de klärt auf.
Grablichter Friedhof Kerzen Tote

An Totensonntag gedenken Protestanten in ganz Deutschland der Menschen, die im vergangenen Jahr gestorben sind. In Gottesdiensten werden ihre Namen verlesen, um die Erinnerung an sie wachzuhalten. Viele Christen nutzen den Tag außerdem, um die Gräber ihrer Angehörigen zu besuchen und zu schmücken.

Totensonntag oder Ewigkeitssonntag?

Totensonntag ist der letzte Sonntag des evangelischen Kirchenjahres, also der Sonntag vor dem ersten Advent. Die Evangelische Kirche Deutschland (EKD) bezeichnet den Feiertag lieber als Ewigkeitssonntag, um christliche Werte wie Hoffnung und Wiederauferstehung in den Vordergrund zu rücken.

Der Gedenktag geht auf die Reformationszeit zurück und hat für Protestanten eine ähnliche Bedeutung wie für Katholiken der Feiertag Allerseelen am 2. November. Totensonntag zählt zu den sogennanten »stillen Tagen«, an denen Unterhaltsveranstaltungen wie Musikaufführungen für einen gewissen Zeitraum untersagt sind. In Bayern herrscht den ganzen Tag Tanzverbot.

Basiswissen Christentum

Dossier

Das Christentum ist die größte Religionsgemeinschaft der Welt. Rund 2,3 Milliarden Menschen bekennen sich zu Jesus Christus. Aber woran glauben Christen genau? Welche Bedeutung haben Feste und Feiertage wie Weihnachten, Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten? Und was steckt hinter dem Vaterunser oder der Bergpredigt? Lesen Sie es nach in unserem Dossier!

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