04.07.2016
Kirchenkreis Augsburg

Augsburger Kirche will Partnerschaft mit Brasilien

Der Kirchenkreis Augsburg möchte ab 2018 eine Partnerschaft mit Gemeinden in Brasilien begründen. Erste Reisen nach Südamerika haben schon stattgefunden.
Brasilien: Dunkle Bohnen

Der evangelische Kirchenkreis Augsburg und Schwaben strebt für 2018 eine offizielle Partnerschaft mit dem Kirchenbezirk "Sinodo Norte Catarinense" im Süden Brasiliens an. "Das wäre die erste Partnerschaft zwischen einem bayerischen und einem brasilianischen Kirchenkreis", sagte der Augsburger Regionalbischof Michael Grabow am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Eine Delegation des brasilianischen Kirchenbezirks war jetzt zu Gast in Augsburg und Schwaben. In zwei Jahren werde es einen Gegenbesuch geben, berichtete Grabow: "Ich hoffe sehr, dass wir dann die Partnerschaft offiziell begründen können."

Die beiden Kirchenkreise wollen sich als Partner über Themen austauschen, die sie gemeinsam betreffen, und dabei "voneinander lernen", so Grabow. So gebe es die Flüchtlingsproblematik auch in Brasilien, wo Schlepperbanden Menschen aus Haiti und Afrika ins Land schleusen. Interessant sei auch, wie sich die lutherische Kirche in Brasilien in einer Konkurrenzsituation mit vielen anderen Kirchen und Religionen aufstelle. "Beide Kirchen leben in ganz unterschiedlichen Strukturen, stehen aber trotzdem oft gleichen Themen und Herausforderungen gegenüber", erläuterte Grabow. Es sei "spannend die Antworten zu vergleichen".

Der Kirchenbezirk "Sinodo Norte Catarinense" liegt an der Südküste Brasiliens. Er ist Teil der evangelischen Kirche lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (IECLB), die etwa 700.000 Mitglieder hat. Die IECLB ist Partnerkirche der evangelischen Landeskirche in Bayern.

 

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