Kirchenasyl und Integration

Junger Syrer versucht in Deutschland Fuß zu fassen.

Für viele Flüchtlinge ist das Kirchenasyl der allerletzte Versuch, eine drohende Abschiebung abzuwenden. Als humanitäre Notlösung werden sie in den Räumlichkeiten einer Kirchengemeinde so lange untergebracht, bis sie eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen. In der Regel dauern Kirchenasyle zwei bis vier Monate in Bayern laut Auskunft der Ökumeneabteilung der bayerischen Landeskirche. In Kirchengebäuden oder Gemeinderäumen verbringen die Migranten diese Zeit, in der sie das Gebiet der Gemeinde nicht verlassen dürfen. Ansonsten können sie als Flüchtlinge ohne legalen Aufenthaltsstatus sofort abgeschoben werden. In den Herkunftsländern droht ihnen Gefängnis, Folter oder sogar der Tod. Zilan Sadon stammt aus Syrien. Von August bis Oktober 2015 lebte er in der Nürnberger Kirchengemeinde St. Jobst im Kirchenasyl.

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Kirchenasyl

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Sie fallen sich in die Arme, als sie sich wieder im Gemeindehaus von St. Jobst in Nürnberg treffen: Pfarrerin Silvia Jühne, Diakonin Katrin Straupe und ihr ehemaliger Hausnachbar Zilan Sadon. Ein paar Monate war der 22-Jährige hier 2015 im Kirchenasyl. Und ohne dieses wäre Zilan sicherlich nicht gerade auf dem besten Weg, es in Deutschland zu »schaffen«.
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efs