Journalistenaustausch Brasilien/Deutschland

Was denken Brasilianer über Deutsche? Und umgekehrt? Die Journalisten Tobias Mathies und Victoria Morasch tauschen ihren Arbeitsplatz - und berichten aus der Fremde.
Journalistenaustausch Brasilien / Deutschland

Die bayerische evangelische Landeskirche pflegt Partnerschaften zu insgesamt 18 anderen Kirchen in der Welt. Diese Partnerschaft lebt vom Engagement einzelner Gruppen, Gemeinden, Dekanate und Institutionen und dem Austausch über alle Grenzen von Sprache, Kultur und Traditionen hinweg.

Eine andere Kultur kennenzulernen, verändert die Menschen. Mit dem Stipendienprogramm "Journalismus und Religion" des Evangelischen Presseverbands laden wir Medienschaffende aus den Partnerkirchen ein, das andere Land, die Menschen und deren Glauben, die Religionsgemeinschaften und Spiritualität kennenzulernen.

Im Jahr 2017 gibt es einen Journalistenaustausch zwischen Brasilien und Deutschland. Unsere beiden Stipendiaten tauschen für einen Monate ihren Arbeitsplatz - und berichten exklusiv für uns in einem Blog von ihren Erlebnissen und Eindrücken.

Träger für das Stipendienprogramm "Journalismus und Religion" ist der EPV. Unterstützt wird das Programm finanziell von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Das Programm für die Stipendiaten wird in Kooperation mit Mission EineWelt, dem Centrum für Partnerschaft, Entwicklung und Mission der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern organisiert.

 

Viktoria Morasch: Aus Berlin nach Sao Paolo

Die Berliner Journalistin Victoria Morasch reist für rund vier Wochen nach Brasilien. Viktoria Morasch studierte Kulturwissenschaften und Anglististik in Potsdam und Berlin und hat an der Deutschen Journalistenschule gelernt. Sie schreibt unter anderem für die Tageszeitung taz, den Deutschlandfunk, die Augsburger Allgemeine Zeitung und Zeit Online.

Aus Blumenau nach München: Tobias Mathies

Der brasilianische Medienschaffende Tobias Mathies kommt im März 2017 für vier Wochen nach Deutschland. Er wird in München wohnen und durch Bayern und Deutschland reisen. Tobias Mathies studierte Kommunikation an der  Hochschule in Blumenau und Itajai. Er arbeitet als freier Journalist und ist Pressesprecher der lutherischen Kirche in Blumenau. Mathies schreibt in englischer Sprache.

Stipendienprogramm

Journalismus & Religion

Religion und Kirche spielen in unserer heutigen Gesellschaft und der aktuellen Situation eine immer größere Rolle. Durch den stetigen Zuwachs muslimischer Mitbürger in Europa und einer generell stärkeren Hinwendung zum Glauben ist Religion zu einem zentralen Gestaltungsfaktor in einer Zeit globaler Umbrüche geworden. Umso wichtiger ist es, religiöse Hintergründe, Traditionen und Bräuche zu verstehen, um kenntnisreich über sie berichten zu können.

Hier setzt das neue Projekt „Journalismus und Religion“ des Evangelischen Presseverbandes für Bayern e.V. an. Im Jahr 2016 schreiben der Evangelische Presseverband für Bayern e.V. und die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern zum ersten Mal ein Stipendienprogramm für Medienschaffende aus.

Das Stipendienprogramm soll Kenntnisse zu historischen Zusammenhängen, interkonfessionellen Kooperationen und einzelnen Projekten vor Ort vermitteln und bietet ein Internationales Journalisten-Austauschprogramm und eine Recherche- und Studienreise für Medienschaffende.

1. Das Internationale Journalisten-Austauschprogramm ermöglicht Journalisten, in ausländischen Redaktionen als Korrespondenten auf Zeit für ihre Heimatmedien tätig zu sein. Für jeden deutschen Journalisten, der ein Stipendium im Ausland absolviert, kommt ein ausländischer Kollege nach Deutschland. So wird der internationale Meinungsaustausch zwischen Medien und Meinungsmachern gefördert.

2. Die Recherche- und Studienreise führt die Medienschaffendenden je Reise in ein anderes Land. Dazu gehören: Brasilien (2016), Tansania (2017) und der Irak (2018).

Ein wichtiges Ziel der Reisen ist die Auseinandersetzung mit den vielfältigen Ausprägungen des Christentums in Kirche und Diakonie und das Einbringen dieses Wissens in die journalistische Arbeit. Die Stipendiaten bekommen Einblick in die vorhandenen Außenbeziehungen der bayerischen Landeskirche und ein differenziertes Verständnis vom Thema Weltreligionen. Mit dem Projekt soll eine Stärkung interkultureller Kommunikation und ein Verständnis für andere Kulturen geschaffen werden, als Teil der Aufgaben von Medienschaffenden.

Die publizierten Texte, Filmbeiträge, Radiosendungen oder Fotoreportagen ermöglichen eine wechselseitige Teilhabe. Sie leisten einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag zur Wahrung von Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung. Die Medienschaffenden knüpfen nachhaltige Kontakte; durch das erworbene Expertenwissen werden sie zu wichtigen Partnern, die regelmäßig über die Partnerkirchen und ihre Ausformungen berichten können.

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