Geschichte

Forrest Gump und die Diakonie

Ausstellungs-Kurator Thomas Greif zeigt auf einer Karte, wie weit verzweigt die Verbindungen der Diakonie in der Welt und in der Historie sind.
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Rummelsberg ist überall. Oder war es zumindest: mit dabei auf den Schlachtfeldern von Verdun, beim Kniefall Willy Brandts in Warschau oder auf den großen Bühnen des Jazz und Rock. Anhand von 21 Fußnoten deutscher Geschichte macht die Ausstellung »Kaiser, Kanzler, Rummelsberger« den Werdegang des Diakonievereins deutlich. Eine spannende Zeitreise zeigt die Spuren der bayerischen Diakonie in der deutschen Zeitgeschichte.
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Nebelkerzen eines Berufszeitzeugen

Blick in die Ausstellung »Albert Speer in der Bundesrepublik« im Nürnberger Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände.
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»Von den scheußlichen Dingen habe ich nichts gewusst«: Nach seiner Entlassung aus der Spandauer Haft sagte Hitlers Architekt Albert Speer nichts anderes als die meisten Deutschen nach dem Krieg. Er strickte erfolgreich an der Geschichte des von Hitler verführten, unpolitischen Technokraten und machte als Berufszeitzeuge eine zweite Karriere. Eine sehenswerte Ausstellung des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände in Nürnberg widerlegt anhand über Jahrzehnte gesammelter Forschungsergebnisse Speers Legende.
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Ostern in der Grabeskirche

Die renovierte Ädikula über dem Grab Christi in der Rotunde der Grabeskirche Jerusalem (Frühjahr 2017).
Mehr als 70 Jahre lang hielt ein hässliches Stahlskelett die »Ädikula«, die Kapelle über dem Heiligen Grab, zusammen. Es musste das marode Bauwerk in der Jerusalemer Grabeskirche vor dem Einsturz bewahren. Rechtzeitig vor Ostern 2017 erstrahlt die komplett sanierte Ädikula nun in neuem Glanz – ein Mammutwerk auch deswegen, weil jede noch so kleine Veränderung in der Grabeskirche Konfliktpotenzial in sich trägt. Der fragile »Status quo«, wer was wann in der Kirche darf, sorgt regelmäßig für Ärger zwischen den christlichen Konfessionen, gerade zu Ostern. Er ist auch das Ergebnis eines fast 1400 Jahre andauernden Ringens der Christenheit mit dem Islam und um Jerusalem.
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Lutherbilder

Das ungewöhnliche Lutherbildnis entdeckte Archivdirektor Peter Rückert in der Sakristei der Würzburger Deutschhauskirche.
Martin Luther war kein Heiliger. Er hätte auch nie einer sein wollen. Ein besonderes Porträt von 1530 zeigt ihn allerdings auf Goldgrund und damit quasi als Heiligen. Das in der Würzburger Deutschhauskirche entdeckte Porträt gehört im Herbst zu den Prunkstücken einer Ausstellung des Landesarchivs Baden-Württemberg.
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»Barmen« in der Kirchenpresse 1934

Adolf Hitler mit jubelnden Frauen im März 1938 nach dem »Anschluss« Österreichs - Zeitschrift »Die Woche«, Nr. 13 vom 30. März 1938
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Die ab Sonntag in Coburg ragende Landessynode stimmt darüber ab, ob die »Barmer Theologische Erklärung« der Bekennenden Kirche von 1934 in die bayerische Kirchenverfassung aufgenommen wird. Die Landeskirche hatte lange ein spannungsvolles Verhältnis zu der Erklärung. Führende Vertreter waren an ihrer Entstehung maßgeblich beteiligt, andere verfassten Protestschreiben dagegen. Interessant ist die Berichterstattung in den Dekanatsblättern der bayerischen Landeskirche nach der Barmer Synode im Sommer 1934.
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