Kultur

Oper mit Flüchtlingen

»Carmen« im »Mixed Munich Arts«: Carmen (Cornelia Lanz) umgarnt Zuniga (Ahmad Shakib Pouya) – bewundert von Soldaten und den Schmugglern Dancaïro (Tom Amir, mit Stirnband) und Remendado (Yoed Sorek, ganz rechts).
Diese »Carmen« ist bemerkenswert, ja: ein Ereignis. Die Gruppen »Opera incognita« und »Zuflucht Kultur« zeigen mit Bühnenprofis und mit Flüchtlingen aus Irak, Syrien und Afghanistan, wie lebendig und aktuell klassische Oper sein kann. Diese »Carmen« ist ein kluger Kommentar zu Liebe und Freiheit und zugleich ein Projekt, das Brücken baut. In Hitlers Heizkraftwerk singt dabei ein jüdischer Kantor das Kaddisch – als Carmen tot ist und alles von vorn anfängt.
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Geschichte NS-Zeit

Adolf Hitler hinter Gittern in Untersuchungshaft am 30. November 1923. In Landsberg wird er »Mein Kampf« schreiben. Und ein Amtsarzt wird interessante Details in die Krankenakte schreiben.
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Es gibt Dinge, die will man eigentlich gar nicht so genau wissen, die aber dennoch Stoff für Klatsch und daher unerhört interessant sind. Zum Beispiel, ob Adolf Hitler wirklich nur einen Hoden hatte, wie bereits zu seinen Lebzeiten vorwiegend von britischen Soldaten gesungen wurde. Der Nürnberger Historiker Peter Fleischmann hat in seinem Buch »Hitler als Häftling« aber weitaus mehr als den Beweis dieser pikanten Geschichte erbracht. Sein Fazit: Ohne die wohlwollende Behandlung durch bayerische Behörden wäre der »Führer« nie so weit gekommen.
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Paulinum Leipzig

Das neue Augusteum und Paulinum am Augustusplatz in Leipzig.
Neutrale Aula oder Kirche nach altem Vorbild? 1968 ließ das DDR-Regime die völlig intakte Universitätskirche St. Pauli abreißen. Acht Jahre länger als erwartet hat das Bauvorhaben Paulinum an der Leipziger Uni gedauert. Die Wunden der Geschichte heilen konnte die bauliche Erinnerung an die gotische Paulinerkirche noch nicht. Streit gab es nicht nur mit dem niederländischen Architekten Erick van Egeraat, sondern auch darum, wer im Innenraum das Sagen hat. Auch kurz vor der Übergabe an die Hochschule hält der Ärger an.
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Parsifal bei den Bayreuther Festspielen

Klingsor im Parsifal 2017
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Was kann Richard Wagners Bühnenweihfestspiel – der Parsifal – den Menschen anno 2017 im Jahre des 500. Reformationsjubiläums sagen? Nun, nachdem man in die zweite Auflage der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg wohl bewusst nahezu alles Erdenkliche an religiösem Inhalt hineindeuten kann, kann man es ja auch mal mit etwas Evangelischem versuchen. Und auch wenn nach einigem Abklopfen nicht wirklich der klare Hinweis auf Luther zu finden ist – in einigen Punkten ist der aktuelle Bayreuther Parsifal im Einklang mit den Idealen des Reformators.
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Volksmusik wird Volxmusik

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Wer beim Stichwort »Jodeln« nur an Marianne & Michael denkt, liegt daneben. Gejodelt wird auf der ganzen Welt, nicht nur im Musikantenstadel: Vom Polarkreis bis zum Äquator. Derzeit erlebt die alte Kulturtechnik ein Revival in der neuen »Volxmusik«-Szene.
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