Meinung und Kommentar

ZEITZEICHEN

»Mensch, wo bist du?« - Plakat mit dem Motto des Kirchentags in Bremen 2009 und dem Graffito »Danke! - da nich für«.
Stell dir vor, es ist Reformationsjubiläum, aber keiner geht hin: »Mensch, wo bist du?« war zwar das Motto des Kirchentags in Bremen 2009, es würde allerdings auch 2017 passen: Mitteldeutsche Kirchentage ohne Besucher, millionenteure, aber leere Reformationsausstellungen, eine Überfülle an Angeboten, die sich gegenseitig »kannibalisieren«. Was bedeutet es vor diesem Hintergrund, dass die Gottesanbeterin zum »Insekt des Jahres 2017« gekürt wurde?
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Bundestag: Ehe für alle

Ein lesbisches Paar küsst sich vor christlichen Gegendemonstranten beim »Gay Pride«-Tag 2015 in Washington DC, USA.

Noch in dieser Woche soll der Bundestag über die »Ehe für alle« entscheiden. Nach langem Streit geht es plötzlich ganz schnell, was nicht jedem gefällt. Bundeskanzlerin Angela Merkel, die die überraschende Wende eingeleitet hatte, kritisierte den Zeitdruck. Die katholische Kirche lehnt die »Ehe für alle« ab, viel Zustimmung kommt dagegen von Protestanten. Was meinen Sie? Stimmen Sie ab!

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ZEITZEICHEN

Stilles Gebet in der Kirche.
Autor
Ein Witz zum »stillen Gebet« vor dem evangelischen Gottesdienst geht so: Treffen sich zwei Pfarrer. Fragt der eine: »Sag mal, das wollte ich dich schon immer mal fragen: Wie viel Zeit nimmst du dir eigentlich fürs stille Gebet?« Antwort: »Also, ich zähle langsam bis 15. Manche zählen bis 25 oder mehr, aber das halte ich für scheinheilig!« Unser ZEITZEICHEN erklärt, warum man sich auch einfach gleich hinsetzen darf in der Kirche.
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ZEITZEICHEN

ICE vor dem Bahnhof Köln
Es ist ja schon so viel verschwunden bei der Bahn: die dritte Klasse und die Bahnsteigkarte sind passé, Dampfloks und Salonwagen sind allenfalls bei Nostalgieveranstaltungen zu sehen. Nun hat die Bahn das Ende der »physischen Fahrkarten« angekündigt: Smartphone statt Fahrschein? Extra-Gebühr für ein Billett auf Papier? Hier ist unser Plädoyer für die Zukunft der Bahnfahrkarte.
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ZEITZEICHEN

»Gebetomat« des Künstlers Oliver Sturm.
Das Gepäck ist aufgegeben, die Sicherheitskontrolle passiert, jetzt heißt es: warten auf den Abflug. »In between« nennen manche diesen Zustand am Flughafen-Gate – nicht mehr ganz da, aber auch noch nicht weg. Was machen die Leute »dazwischen«? Lesen, dösen, Mails checken, aus dem Fenster schauen? Am Stuttgarter Flughafen gibt es in den nächsten Monaten noch eine Möglichkeit: beten. Der »Gebetomat« des Künstlers Oliver Sturm hält Texte aus den fünf Weltreligionen zur Auswahl bereit – für eine kurze Reise nach innen, bevor der Flieger abhebt.
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Wert der Höflichkeit

Rainer Erlinger, bekannt durch seine Kolumne »Die Gewissensfrage« im Magazin der Süddeutschen Zeitung, hält die Umgangsformen im Internet für »grauenvoll«. Das Problem dabei sei, dass den meisten Nutzern nicht bewusst sei, dass hinter der Tastatur und dem Bildschirm ein Mensch sitze, sagte Erlinger im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd), das er anlässlich seiner Lesung in Regensburg gab. Erlinger hat mehrere Bücher über Moral und Höflichkeit verfasst. Pro Monat erhält er bis zu 100 Zuschriften von Lesern, die ihn nach seiner Meinung zur Alltagsmoral befragen.
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