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Sonntagsblatt 31/ vom

Protest begleitet Sondersynode

Regionalbischof Beyhl in Ludwigsstadt: »Leuchtturmfunktion« auch ohne Verwaltungsbezirk möglich

Von Wolfgang Lammel

Trotzig stand er vor der Kirchenmauer, in den Kirchenfarben Weiß und Lila. Der improvisierte »Leuchtturm« trug die kämpferische Botschaft: »Dekanat erhalten - den evangelischen Norden stärken!« Seitdem bekannt wurde, dass es Vorgespräche über einen möglichen Zusammenschluss mit dem Nachbardekanat Kronach gibt (das Sonntagsblatt berichtete), steigerte sich die Unruhe in Ludwigsstadt bis zu einer spontanen Unterschriftenaktion gegen die befürchtete Auflösung des Dekanats.

 

Diesen Artikel können Sie als Abonnent der Druckausgabe im Regionalteil Ober- und Unterfranken lesen. Auch vor Ort immer gut informiert mit dem Sonntagsblatt: Sechs Regionalausgaben berichten über das, was an Ihrem Wohnort wichtig ist im evangelischen Bayern. Mit Gottesdienst-Anzeiger (München/Oberbayern, Nürnberg, Augsburg).

 

Unter anderem in den Regionalausgaben

  München und Oberbayern

Spiritualität im Alltag
»Exerzitien im Alltag«: Modell für 2008 aus evangelischer Feder
»Meditieren ist wie Advent: Ich muss mich darauf einstellen, mich dafür bereithalten, dass Gott bei mir ist.« So beschreibt Sabine Schnurr ihre persönlichen Erfahrungen mit Meditation, genauer gesagt mit Exerzitien im Alltag. Seit knapp zwei Jahren ist die 53-Jährige für diese besondere Form der geistlichen Übung auch ehrenamtlich tätig, als Beauftragte für Exerzitien im Alltag im Kirchenkreis München und Oberbayern.

  Nürnberg

Denkmäler der Wohltätigkeit
Das Rummelsberger Stiftungszentrum stellt die ersten neuen Stiftungen vor
Binnen einer Woche hat das Rummelsberger Stiftungszentrum zwei Stiftungen auf den Weg gebracht.

  Mittelfranken

Behandlung im Schlaf
Das Schlaflabor der Ansbacher Rangauklinik hilft bei krankhaften Schlafstörungen
Atemschwierigkeiten im Schlaf sind weit verbreitet, aber mit herkömmlichen Methoden schwer zu therapieren. Mancher Patient, der in das Schlaflabor der Ansbacher Rangauklinik kommt, hat eine bis zu zehnjährige Odyssee durch zahlreiche Arztpraxen hinter sich.

  Augsburg und Schwaben

Festtag mit langer Tradition
Protestanten feierten das Hohe Friedensfest erstmalig im Jahr 1650
1650 bekamen die Augsburger Protestanten im Zuge des Westfälischen Friedens (1648) ihre Kirchen zurück. Die waren vom Rat der Stadt Augsburg am 8. August 1629 geschlossen worden, und die evangelischen Pfarrer ohne Bürgerrecht waren aufgefordert, die Stadt zu verlassen. Die Gottesdienste hatten die Evangelischen in diesen Zwischenjahren trotzdem gefeiert und zwar im Freien, im Hof des damaligen Anna-Kollegs. Beim Friedensfest dachten die Augsburger auch an die Schrecken des zu Ende gegangenen 30-jährigen Krieges, der mit dem Westfälischen Frieden beendet wurde und fortan den evangelischen Christen gleiche politische und religiöse Rechte einräumte.

  Regensburg und Ostbayern

Ausstieg mit »Exit«
Der ehemalige Neonazi Manuel Bauer schilderte Zwieseler Schülern seine Geschichte
Hass war sein Antrieb, die rechte Ideologie sein Lebensinhalt. Nach zwölf Jahren als Aktivist in der Neonazi-Szene schaffte Manuel Bauer den Ausstieg. Trotz Morddrohungen versteckt er sich nicht in der Anonymität, sondern hat den Kampf gegen seine Vergangenheit, den Rechtsradikalismus, aufgenommen, um seine Mitmenschen, speziell Jugendliche für die Gefahren aus dem rechten Milieu zu sensibilisieren.