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Sonntagsblatt 29/ vom

Ausgezeichnetes Engagement

Evangelische Jugend Oberfranken erhält Pechmann-Preis der bayerischen Landeskirche


Die Evangelische Jugend Oberfranken erhält für ihr Engagement bei der internationalen Jugendbegegnungsarbeit an der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg den Wilhelm-von-Pechmann-Preis 2011 der Landeskirche.

Die Gedenkstätte in Flossenbürg.
Foto: PD
   Die Gedenkstätte in Flossenbürg.

        

Geehrt wird auch der Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, Jörg Skriebeleit, für seine »Erinnerungs- und Bildungsarbeit«, wie die bayerische Landeskirche mitteilte. Die mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird alle zwei Jahre vergeben.

Ein weiterer Pechmann-Preis geht an die Lehrerin Emmi Hetzner und die Schulklasse M9 der Stephani-Mittelschule Gunzenhausen. Die Schüler hatten bei einem Projekt die Geschichte jüdischer Familien und ehemals jüdischer Wohnhäuser im Gunzenhausen des 20. Jahrhunderts nachgezeichnet.

Die Journalisten Maximiliane Saalfrank und Thies Marsen erhalten die Auszeichnung für ihren Radiobeitrag »Blauer Strich heißt Leben, rotes Kreuz bedeutet Tod. Industrielle Ermordung. Vor 70 Jahren begann die Euthanasie der Nazis« für den Bayerischen Rundfunk (B2). Einen undotierten Ehrenpreis bekommt der emeritierte Theologieprofessor Wolfgang Sommer (Neuendettelsau) für seine Forschungsstudien.

Mit der Auszeichnung erinnert die Landeskirche an den ersten bayerischen Synodalpräsidenten Wilhelm von Pechmann (1859-1948). Pechmann war der erste gewählte Präsident der Evangelisch-Lutherischen Generalsynode in Bayern und ein entschiedener Gegner des NS-Regimes.

Der Preis wird für herausragende Leistungen in der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in der Forschung, in Bildungsarbeit und Publizistik sowie für vorbildliches Engagement für Gemeinsinn und Zivilcourage verliehen.

 

 

 

epd