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Dieser Artikel: Ausgabe 27/2014 vom 06.07.2014
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Charisma, Leidenschaft, Mut

Wer kommt nach dem EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider?

Kommentar von Helmut Frank

Es war ein Paukenschlag, mit dem es die Evangelische Kirche in Deutschland nach langer Zeit wieder einmal in Tagesschau und heute-journal geschafft hat: Nikolaus Schneider kündigte seinen Rückzug von der Spitze der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) an. Der 66-Jährige wird ein Jahr vor Ablauf der Wahlperiode zum 10. November aufhören, um mehr Zeit für seine erkrankte Frau Anne zu haben.

Diese Entscheidung passt voll und ganz zum Bild, das Schneider als EKD-Ratsvorsitzender in der Öffentlichkeit abgegeben hat: das eines mitfühlenden, menschlichen Kirchenmanns, der als verlässlicher Gesprächspartner geschätzt war. Großartig, dass er nun die Liebe zu seiner Frau über sein kirchliches Spitzenamt stellt.

Rückzug von der Spitze der Evangelischen Kirche in Deutschland: Nikolaus Schneider mit seiner Frau Anne.
Foto: epd
   Rückzug von der Spitze der Evangelischen Kirche in Deutschland: Nikolaus Schneider mit seiner Frau Anne.

        

Über die Nachfolge wird die evangelische Kirche im November in Dresden entscheiden. Schneiders Stellvertreter Jochen Bohl (64), Bischof in Sachsen, könnte für das verbleibende Jahr der 2015 endenden Wahlperiode die Leitung übernehmen. Besser als diese Übergangslösung wäre jedoch ein Generationswechsel in diesem Herbst.

Als mögliche Kandidaten gelten Hannovers Bischof Ralf Meister (52) und der Kirchenpräsident von Hessen-Nassau, Volker Jung (54). Beide sind jedoch noch nicht Mitglied des Rates der EKD, aus dessen Reihen der nächste Vorsitzende gewählt werden wird. Der bayerische Landesbischof Heinrich-Bedford Strohm (54) hat nicht nur deshalb gute Chancen, der nächste Ratsvorsitzende zu werden.

Manche, wie etwa der Berliner Kirchenhistoriker Christoph Markschies, erwarten nun einen Supermann. Markschies warnte zwar vor übertriebenen Erwartungen an den Nachfolger Schneiders. Gleichwohl zeichnete er schon einmal das Stellenprofil und drehte damit die Erwartungen in den Himmel: Am besten, so Markschies, wäre eine Kombination der Qualitäten seiner Vorgänger: Die Gelassenheit von Manfred Kock, die visionäre Kraft von Wolfgang Huber, das freundliche Auftreten von Schneider und die Gabe Margot Käßmanns, Menschen außerhalb der traditionellen kirchlichen Formen anzusprechen.

Man ist versucht, dieses Profil einmal umzukehren: Gesucht ist jemand, der sich noch aufregt, jemand, der auch mal unfreundlich ist, jemand, dessen Visionen nicht mit kirchlichen Marketing-Programmen kompatibel sind. Ein Mann oder eine Frau mit Charisma, Leidenschaft für den Glauben und Mut zum Widerstand gegen die Gleichgültigkeit.

NIKOLAUS SCHNEIDER

»Die Liebe geht vor«. EKD-Ratspräsident Nikolaus Schneider gibt sein Amt auf: Seine Frau Anne ist an Brustkrebs erkrankt. » lesen!

Charisma, Leidenschaft, Mut. Wer kommt nach dem EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider? Kommentar von Helmut Frank. » lesen!

 

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abgerufen 26.08.2016 - 21:56 Uhr

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