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Dieser Artikel: Ausgabe 32/2014 vom 10.08.2014
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Die zweite Vertreibung

Muslime schikanieren christliche Flüchtlinge in deutschen Asylbewerberheimen

Kommentar von Helmut Frank

Viele orientalische Christen haben in ihrer Heimat unendliches Leid erlebt. Die Flucht ist für sie die einzige Möglichkeit, dem Terror islamistischer Milizen zu entkommen. Das Ungeheuerliche: In deutschen Flüchtlingsheimen müssen sie wieder Schikane und Anfeindungen erdulden.

Christliche Flüchtlinge aus dem Nahen und Mittleren Osten sind in deutschen Asylantenheimen häufig Opfer muslimischer Gewalt. Das berichtete das ARD-Magazin »Report München«. Eine christliche Familie aus dem Irak, die in einem Aufnahmelager in Bayern untergebracht war, sprach von Schlägen und Drohungen eines syrischen Islamisten. »Meine Frau war schwanger und hat die Situation nicht mehr ertragen«, sagte der Vater.

Simon Jacob, Vorsitzender der Zentralrats Orientalischer Christen in Deutschland: »Ich hätte niemals gedacht, dass man in einem freien Land wie Deutschland als Christ Angst haben muss«.
Foto: BR
   Simon Jacob, Vorsitzender der Zentralrats Orientalischer Christen in Deutschland: »Ich hätte niemals gedacht, dass man in einem freien Land wie Deutschland als Christ Angst haben muss«.

        

Kurz nach den Übergriffen in dem Asylantenheim kehrte die Familie nach Mossul in den Irak zurück. Doch im mittlerweile islamistischen Mossul können Christen nicht mehr leben. Die Familie befindet sich erneut auf der Flucht vor der Terrorgruppe »Islamischer Staat« (IS). Es ist eine zweite Vertreibung.

Der Vorsitzende des Zentralrats der orientalischen Christen, Simon Jacob (München), sagte in dem Beitrag: »Ich hätte niemals gedacht, dass man in einem freien Land wie Deutschland als Christ Angst haben muss. Man hätte die Familien schützen müssen.«

In dem Bericht erzählen ferner zwei syrische Christen, ihre Kinder würden in einem deutschen Asylbewerberheim von Muslimen gemobbt: »Ihnen wurde gesagt, ihr seid ungläubig, ihr esst Schwein, wir spielen nicht mit euch.« Aus Furcht vor weiteren Schikanen wollten die Männer anonym bleiben.

Laut »Report München« verzichteten Christen, die in den Flüchtlingsheimen angegriffen werden, oft auf eine Anzeige, weil sie Angst hätten. In dem Beitrag regt der Vizepräsident des Bundestags, Johannes Singhammer (CSU), deswegen eine getrennte Unterbringung von christlichen und muslimischen Flüchtlingen an. Eine getrennte Unterbringung fordert auch der Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Martin Neumeyer. Derartige Zustände in den Asylbewerberunterkünften seien »absolut inakzeptabel«, sagte der Kelheimer Landtagsabgeordnete. Neumeyer sprach sich für eine nach Religionszugehörigkeit getrennte Unterbringung aus.

Eine getrennte Unterbringung von christlichen Flüchtlingen ist jedoch keine Lösung. Es wäre eine unerträgliche Kapitulation vor den Islamisten - mitten in einer staatlichen Einrichtung. Die einzige Lösung bei einem derartigen Verhalten ist der Abbruch des Asylverfahrens für die Täter und deren Ausweisung.

Es wäre ein klares Signal an beide Seiten: an die christlichen Flüchtlinge, dass sie willkommen sind. Und an die Islamisten, dass sie nicht willkommen sind.

 

  Beitrag des ARD-Magazins »Report München« beim Bayerischen Rundfunk:  www.br.de

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abgerufen 30.07.2016 - 03:49 Uhr

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