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Dieser Artikel: Ausgabe 40/2015 vom 04.10.2015
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Brennende Kirche in Betlehem

Wurde die christlich-maronitische Mar-Charbal-Kirche von palästinensischen Extremisten angezündet?


Die maronitische Mar-Charbal-Kirche im Wadi Maali Viertel in Betlehem wurde durch ein Feuer teilweise zerstört. Zuvor wurde die Gemeinde mehrmals von palästinensischen Extremisten bedroht.

Ein beschädigter Raum der Mar-Charbal-Kirche. Bleibt die palästinensische Autonomiebehörde untätig?
Foto: Maan
   Ein beschädigter Raum der Mar-Charbal-Kirche. Bleibt die palästinensische Autonomiebehörde untätig?

        

Das Feuer sei im zweiten Stock des Klosters ausgebrochen, habe aber Schaden an anderen Teilen des Gebäudes angerichtet, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur Maan in einer kurzen lakonischen Meldung. Verletzte habe es nicht gegeben. Die palästinensische Polizei, die Stromgesellschaft und die Abteilung für Zivilverteidigung hätten eine Untersuchung des Brands eingeleitet.

Während Präsident Mahmoud Abbas und die palästinensische Regierung eisern schweigen, behauptete der griechisch-orthodoxe Priester Gabriel Nadaf aus Nazareth, dass die Kirche mehrmals von »palästinensischen Extremisten« bedroht worden sei und dass die in der Nacht zum vergangenen Sonntag das Feuer gelegt hätten. »Ich verurteile von Herzen die Gleichgültigkeit der palästinensischen Behörde, wenn es um den Schutz christlicher Stätten unter ihrer Kontrolle geht. Ich hoffe, dass die Christenführer, die nach der Brandschatzung der Brotvermehrungskirche in Tabgha demonstriert haben, auch jetzt wegen dieser schrecklichen Tat demonstrieren werden.«

Nadaf beklagte weiter, dass es zahlreiche Attacken gegen christliche Stätten in den palästinensischen Gebieten gegeben habe, dass aber die Autonomiebehörde dazu geflissentlich schweige, weil sie derartige Verstöße gegen die Religionsfreiheit in ihren Gebieten »unter den Teppich« kehre.

In dem Maali-Viertel zwischen Betlehem und dem Flüchtlingslager Dehaische gibt es eine hohe Konzentration muslimischer Extremisten. Wiederholt gab es Razzien und Verhaftungen durch israelische Soldaten.

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat den Brand auf seiner Facebook-Seite kommentiert: »Leider ist Israel das einzige Land im Nahen Osten, in dem die christliche Gemeinschaft wächst. Woanders werden Christen angegriffen und verfolgt, auch in der palästinensischen Autonomiebehörde, Betlehem inbegriffen, der Geburtsstätte des Christentums. Auch dort schrumpft die christliche Gemeinde.« Weiter schrieb Netanjahu: »Falls die Kirche von Extremisten angezündet worden ist, erwarte ich von der Autonomiebehörde, alles in ihren Kräften stehende zu tun, die Verantwortlichen zu fangen, so wie es Israel getan hat nach Angriffen auf heilige Stätten aller Religionen.«

Vorläufig haben weder internationale Nachrichtenagenturen noch israelische Medien den Brand in Betlehem aufgegriffen, mit einer Ausnahme.

Die Brandschatzung des Klosters in Tabgha am See Genezareth hatte hingegen tagelang große Schlagzeilen gemacht, wahrscheinlich, weil extremistische Juden als Täter verdächtigt worden sind. Mehrere radikale Juden wurden verhaftet und warten auf ihren Prozess. Inzwischen hat der israelische Staatsanwalt Jehuda Weinstein erklärt, dass der Staat Israel für die Schäden an dem deutschen Benediktinerkloster aufkommen werde.

 

  Kurzmeldung der palestinensischen Nachrichtenagentur Maan:  www.maannews.com

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Ulrich W. Sahm

 


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abgerufen 24.08.2016 - 12:11 Uhr

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