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Sonntagsblatt 41/ vom

Reformation ist wie Kaffee

Wöchentliche Internet-Videos nähern sich dem Thema Reformation weltweit an


Die Vielfalt von Reformation will ein Online-Projekt der badischen Landeskirche zeigen. Bis zum Reformationstag am 31. Oktober gibt es wöchentlich Videoclips aus aller Welt zu sehen, die auch per Mail verschickt werden.

Videoclips zeigen die Vielfalt der Reformation: Der Missionsbeauftragte der badischen Kirche, Benjamin Simon, vergleicht diese zum Beispiel mit einer Tasse guten Kaffees.
Foto: Screenshot YouTube
   Videoclips zeigen die Vielfalt der Reformation: Der Missionsbeauftragte der badischen Kirche, Benjamin Simon, vergleicht diese zum Beispiel mit einer Tasse guten Kaffees.

        

Der Reformation »ein Gesicht« geben, so beschreibt der landeskirchliche Beauftragte für Mission und Ökumene, Benjamin Simon, in Karlsruhe das Projekt unter seiner Leitung. Entstanden sind 
14 Kurzfilme, die bis zum Reformationstag am 31. Oktober auf YouTube wöchentlich online gestellt und auch per Mail versandt werden.

Die Beiträge stammen von internationalen Gesprächspartnern aus Partnerkirchen, etwa aus Südafrika, Nigeria oder Indonesien. Diese äußern sich in etwa einminütigen Statements zur Bedeutung von Reformation in ihrem Umfeld und unterstreichen dies mit Symbolen wie einer Gießkanne, einem Wagenrad, einem Flusslauf oder einer Tasse Kaffee.

»Der Kontext und das Umfeld, in denen wir uns bewegen, beeinflussen und bestimmen unseren Glauben und unsere Theologie - bis heute«, erläutert Simon. Ziel sei es, auf das Themenjahr der EKD mit dem Schwerpunkt »Reformation und die Eine Welt« einzustimmen, das am 31. Oktober mit einem zentralen Gottesdienst in Straßburg eröffnet wird.

Für Matissa Mohammed aus Nord-Nigeria etwa bedeutet der Begriff, dass die Menschen friedlich miteinander umgehen, ohne andere Religionen und Stammesgruppen zu diskriminieren. »Reformation bedeutet, dass wir neue Perspektiven, neue Wege suchen müssen, dass junge Leute zusammenkommen«, sagt Diks Pasande, Ökumenischer Mitarbeiter aus Indonesien. Dem schließt sich Brian Abrahams von der Moravian Church in Südafrika an: »Reformation in Südafrika bedeutet, dass die Liturgie so reformiert werden muss, dass sie mehr junge Menschen anspricht.«

Für Marianne Wagner von der Evangelischen Kirche der Pfalz bedeutet es, auch selbst zu Veränderungen bereit zu sein. Der Missionsbeauftragte der badischen Landeskirche, Benjamin Simon, vergleicht die Reformation mit dem Herstellen einer Tasse guten Kaffees. Bei der Produktion von Kaffee sei viel mühevolle Arbeit nötig. Und so sei auch die Reformation »ein langer Prozess, bis ihr wundervoller Duft sich ausbreitet«.

 

  HOMEPAGE:  www.glauben2017.de - MITMACHEN: Verbunden mit den Statements gibt es einen Wettbewerb. Ab November kann auf der Internetseite jeder in einem selbstgefilmten Beitrag sein Statement zum Thema »Reformation und mein Kontext« einsenden.

 

 

epd