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Dieser Artikel: Ausgabe 43/2015 vom 25.10.2015
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Gastliches Wohnzimmer

Die Nürnberger Gustav-Adolf-Gedächtniskirche wird im Januar und Februar zur Vesperkirche


Die Organisatoren der »Vesperkirche« in der Nürnberger Gustav-Adolf-Gedächtnis-Kirche suchen dringend Ehrenamtliche und Sponsoren. »Wir brauchen zwischen 400 und 600 Personen, die sich für die Vesperkirche engagieren«, sagte Christian Kopp, Dekan im Prodekanat Nürnberg Süd. Bisher habe das Projekt über 100 ehrenamtliche Mitarbeiter gefunden.

Gedeckte Tafeln erwarten die Besucher, wenn sich die Gustav-Adolf-Gedächtniskirche im Winter zur Vesperkirche wandelt. Beim Pressetermin testeten Mitglieder des Vorbereitungsteams die Atmosphäre (von links): Christa Schmeißer und Britta Steinmann mit Juri, Klaus Kusenberg (Staatstheater Nürnberg), Pfarrer Bernd Reuther und Vikarin Nina Mützlitz.
Foto: Sauerbeck
   Gedeckte Tafeln erwarten die Besucher, wenn sich die Gustav-Adolf-Gedächtniskirche im Winter zur Vesperkirche wandelt. Beim Pressetermin testeten Mitglieder des Vorbereitungsteams die Atmosphäre (von links): Christa Schmeißer und Britta Steinmann mit Juri, Klaus Kusenberg (Staatstheater Nürnberg), Pfarrer Bernd Reuther und Vikarin Nina Mützlitz.

        

Auch die Sponsoren-Suche gestalte sich »nicht gerade glücklich«, so Bernd Reuther, Pfarrer der Gustav-Adolf-Gedächtniskirche. »Bei den großen, ansässigen Unternehmen habe ich mir eine rote Nase geholt«, so Reuther. Um so glücklicher sei man, das Staatstheater Nürnberg als offiziellen Kulturpartner gewonnen zu haben. »Kultur macht den Menschen aus. Kultur ist ein Lebensmittel. Als großer kultureller Tanker in der Region ist uns klar, dass wir auch eine gesellschaftliche Verantwortung haben«, sagte Klaus Kusenberg, Schauspieldirektor des Staatstheaters. Man wolle Flagge zeigen und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen.

Vom 17. Januar bis 28. Februar soll die gewaltige Südstadtkirche, die einstmals als Konzerthaus errichtet und in den 1990er-Jahren durch den Einbau von Gemeinderäumen verkleinert wurde, für sechs Wochen zu einem Wohn- und Esszimmer für alle umfunktioniert werden. Neben einem Mittagessen für einen Euro werden Servicedienstleistungen wie Frisörangebote oder ärztliche Beratung angeboten. Die Idee: »Der Kirchenraum, der beste und wichtigste Raum einer Gemeinde, ihr Wohnzimmer gleichsam, wird in der kalten Jahreszeit offen und gastlich bereitet«, heißt es auf der Website des Projekts ( www.vesperkirche-nuernberg.de).

Die Vesperkirche mit geplanten 600 Essen pro Tag wird zwischen 200.000 und 220.000 Euro kosten. Die Finanzierung des Projekts soll über Spenden und Sponsoren sowie über das lokale Kirchgeld erfolgen. Schirmherren der Vesperkirche in Nürnberg sind Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) und der bayerische Finanz- und Heimatminister Markus Söder (CSU).

Nürnberg hatte sich 2013 um eine Anschubfinanzierung des Diakonischen Werks für den Aufbau der ersten bayerischen Vesperkirche beworben. Den Zuschlag über einen Betrag von 45.000 Euro hatte damals die Schweinfurter St. Johanniskirche erhalten. Als erste Vesperkirche in Bayern öffnete sie Anfang 2015 ihre Türen und empfing rund 10.600 Gäste.

Vesperkirchen sind in Baden-Württemberg bereits seit 20 Jahren fester Bestandteil der Kirchenlandschaft. Auch in Nürnberg gab es in den letzten Jahren in der Kirchengemeinde Dietrich Bonhoeffer in Langwasser ein ähnliches Projekt, wenn auch auf kleinerer Flamme.

Das Vorab-Kulturprogramm in der Gustav-Adolf-Gedächtniskirche eröffnete in der vergangenen Woche die Kabarettistin Lissy Aumeier. Weitere Termine stehen an mit dem Mundartautor Fitzgerald Kusz (Sonntag, 8.11.), mit Akteuren aus dem Staatstheater (Sonntag, 21.11.) mit einem Adventskonzert verschiedener Gruppen (Samstag, 5. 12.) und dem Weihnachtskonzert des Dürer-Gymnasiums (Dienstag, 22. 12.).

Auch ein neuer Text der Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek soll uraufgeführt werden. Kusenberg kündigte an, den Ergänzungstext zum Werk »Die Schutzbefohlenen« der österreichischen Autorin auf die Bühne zu bringen. »In welcher Besetzung, wann genau und in welcher Form, wissen wir noch nicht. Aber wir denken, dass wir an einem Vesperkirchen-Sonntag im Januar oder Februar den Text in der Gustav-Adolf-Gedächtniskirche aufführen werden«, so Kusenberg.

»Die Schutzbefohlenen« ist ein Sprachkunstwerk aus dem Jahr 2013, das vom Staatstheater Nürnberg derzeit als Theaterstück einstudiert wird. Es setzt sich mit der aktuellen Flüchtlingspolitik auseinander. Anlässlich der jüngsten Ereignisse hat Jelinek im September 2015 eine Textergänzung vorgenommen. Den Angaben zufolge hat diesen Text bislang noch kein Theater auf die Bühne gebracht.

 

  INFORMATIONSABENDE für ehrenamtliche Helfer: Dienstag, 27. 10., Freitag, 13. 11. und Samstag, 14. 11., jeweils 19 Uhr im Gemeindezentrum.

  INTERNET:  www.vesperkirche-nuernberg.de

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abgerufen 09.12.2016 - 18:25 Uhr

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