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Dieser Artikel: Ausgabe 45/2015 vom 08.11.2015
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Gemeinsam Dekan

Seit 1. November leiten Claudia und Christoph Schieder zusammen das Dekanat Memmingen


Ein Ehepaar gemeinsam im Dekansamt - das gab es im Kirchenkreis noch nie. Die Einführung ist am 8. November.

Claudia und Christoph Schieder im Chorgestühl der Kirche St. Martin: Als Dekanin und Dekan wollen sie die Gemeinschaft im Dekanat stärken.
Foto: Jalsovec
   Claudia und Christoph Schieder im Chorgestühl der Kirche St. Martin: Als Dekanin und Dekan wollen sie die Gemeinschaft im Dekanat stärken.

        

Von Geslau im Dekanat Ansbach bis nach Memmingen sind es 180 Kilometer. Mit dem Bus dauert die Fahrt zwei Stunden. Das ist eine lange Anfahrt für einen Gottesdienstbesuch. Und doch werden sich am Sonntag, 8. November, rund 150 Mitglieder der Kirchengemeinde Geslau-Frommetsfelden in drei Bussen nach Memmingen aufmachen, um den Gottesdienst in der Kirche »Unser Frauen« zu erleben.

Der Grund für die lange Reise: Ab 14 Uhr wird ihr bisheriges Pfarrer-Ehepaar Claudia und Christoph Schieder dort in sein neues Amt als Dekanin und Dekan in Memmingen eingeführt. »Wir waren beide mit allen Fasern Dorfpfarrerin und Dorfpfarrer«, sagt Claudia Schieder. »Aber jetzt freuen wir uns auch auf die neuen Aufgaben, die hier in Memmingen auf uns zukommen.«

Premiere für den Kirchenkreis

Mehr als 13 Jahre lang teilten sich die Schieders die Pfarrstelle in Geslau-Frommetsfelden. Nun tun sie das auch mit dem Dekansamt. Erstmals übernimmt damit im Kirchenkreis Augsburg und Schwaben ein Ehepaar gemeinsam eine Dekansstelle. Erfahrungen damit gibt es in Bayern bereits: In Ingolstadt und Heidenheim teilen sich ebenfalls Ehepaare die Dekansaufgaben. »Der Teildienst ist eine Herausforderung«, meint Christoph Schieder. »Aber es hat uns auch immer viel Freude bereitet, die Aufgaben gemeinsam anzugehen.«

Kennengelernt haben sich die beiden Theologen während ihres Studiums im fränkischen Neuendettelsau. Gemeinsam studierten sie dann in Berlin und München. Die in Woringen im Allgäu aufgewachsene Claudia Schieder (43) ging anschließend als Vikarin nach Weiden in der Oberpfalz. Christoph Schieder (42) trat seine Vikarstelle im benachbarten Neustadt an der Waldnaab an. Im Jahr 2002 schließlich wurden beide in Geslau-Frommetsfelden in das Amt als Pfarrerin und Pfarrer eingeführt - und übernahmen die Stelle dort zusammen.

Ein »offenes Pfarrhaus« habe man stets gehabt, betonen beide. Entsprechend wolle man in Memmingen ein »offenes Dekanat« pflegen - »für die Gemeinden, aber auch für die Pfarrerskollegen«, so Claudia Schieder. Rund 31 000 Gemeindemitglieder gibt es in den 20 Kirchengemeinden des Dekanatsbezirks. Ihnen will das Dekan-Ehepaar »Rückhalt für ihre Arbeit geben«, erklärt Christoph Schieder: »Sie sollen sich trauen, auf uns zuzugehen, damit wir ihre Anliegen bei der Kirchenleitung vorbringen können.«

Ähnliches gelte für die Pfarrer. Es sei wichtig, die Gemeinschaft im Dekanat zu stärken, so Christoph Schieder: »Es wird künftig ja nicht einfacher werden für uns als Kirche.« Herausforderungen wie rückläufige Mitgliederzahlen oder sinkende Einnahmen ließen sich nur gemeinsam bewältigen.

»Uns gefällt es hier sehr gut.«

In den kommenden Monaten will das Ehepaar daher jede Gemeinde nach und nach besuchen. Ohnehin wolle man in der ersten Zeit viele Termine zusammen wahrnehmen, meint Claudia Schieder: »Damit wir beide das Dekanat als Ganzes kennenlernen.« Eine Aufgabenteilung gibt es dennoch. Christoph Schieder übernimmt zunächst die Verwaltungsarbeit im Dekanat und die Geschäftsführung für die mit dem Dekansamt verbundene erste Pfarrstelle der Kirchengemeinde St. Martin. Gottesdienste, Gemeindearbeit und die Zuständigkeiten für Diakonie, Bildungswerk oder Jugendarbeit teilt sich das Ehepaar auf. »Wir bleiben aber beide für alle Themen ansprechbar«, so Claudia Schieder.

Sie selbst werde sich in der Anfangszeit verstärkt darum kümmern, dass sich die Familie in Memmingen gut eingewöhnt. Der Start für das Ehepaar, die 14-jährige Tochter und den elfjährigen Sohn sei schon mal sehr gut gewesen: »Wir sind mit offenen Armen empfangen worden«, berichtet Claudia Schieder. Seit September wohnt die Familie in einem Haus in der Memminger Innenstadt. Bis sie ins Dekanatshaus einzieht, wird es noch dauern. Das Gebäude aus dem Spätmittelalter wird saniert. Dem Wohlfühlfaktor tue das aber keinen Abbruch, so Christoph Schieder: »Uns gefällt es hier allen sehr gut.«

 

  GOTTESDIENST zur Einführung von Claudia und Christoph Schieder: am Sonntag, 8. November, um 14 Uhr in der Kirche »Unser Frauen«.

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Andreas Jalsovec

 


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abgerufen 26.07.2016 - 04:31 Uhr

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