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Dieser Artikel: Ausgabe 46/2015 vom 15.11.2015
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Eine Erfolgsgeschichte

Die Stiftung »Gemeinsam für Glauben und Leben wirken in der Pfarrei Roßtal« wird 10 Jahre


»Gemeinsam für Glauben und Leben wirken in der Pfarrei Roßtal«: So heißt die Stiftung der Kirchengemeinden Roßtal und Buchschwabach, die vor 10 Jahren ins Leben gerufen wurde. Der Name beschreibt gleichzeitig Auftrag und Programm dieser Bürgerstiftung.

Karl Gräf, Geschäftsführer der Stiftung, Kirchenpfleger Friedrich Wagner und Walter Greul, Vorsitzender und Stftungsgründer (von links).
Foto: Sauerbeck
   Karl Gräf, Geschäftsführer der Stiftung, Kirchenpfleger Friedrich Wagner und Walter Greul, Vorsitzender und Stftungsgründer (von links).

        

Die Stifter unterstützen konkrete Projekte in ihrer Kirchengemeinde und erweitern so deren finanziellen Handlungsspielraum - was verstärktes Miteinander zur Folge hat. Durch Zuwendungen Verbundenheit mit Kirche vor Ort zeigen, diese Identifikation mit der Gemeinde wollen Walter Greul und Karl Gräf, beide Gründungsstifter und seither ehrenamtlich aktiv, anstoßen.

Nach zehn Jahren ist das Kapital auf 335.000 Euro angewachsen; die jährlichen Ausschüttungen können im Etat fest eingeplant werden. »Eine Erfolgsgeschichte« freut sich Pfarrer Jörn Künne, »die Stiftung ist eine der besten Ideen, die wir je hatten.« Einen wichtigen Finanzierungsbaustein habe man hiermit gelegt - was in Roßtal am 21. November ab 19 Uhr im Gemeindehaus gefeiert werden soll.

Dem Projekt liegt schlichtweg Bedarf zugrunde: »Die Notwendigkeit, etwas vor Ort zu tun«, drückt es Walter Greul aus. Diese erste Bürgerstiftung in Roßtal hat er mitinitiiert, weil abzusehen war, dass durch Verknappung der Finanzen in den Kirchengemeinden wichtige Vorhaben auf der Strecke bleiben würden. Mit der Stiftung hat man ein nachhaltiges und langfristiges Finanzierungsinstrument zur Verfügung. Das angesammelte Stiftungsvermögen bleibt für die Zukunft erhalten, da nur die erwirtschafteten Erträge ausgeschüttet werden. Diese Kontinuität macht für Greul »das Ganze wertvoll«.

Es braucht stetige Überzeugungsarbeit

Jährlich wirft die Roßtaler Stiftung 6000 Euro ab, die eingesetzt werden, wo es nötig ist. Diese Summe konnte auch bei der aktuellen Niedrigzinslage beibehalten werden, da der Kapitalstock dank Zustiftungen stetig gewachsen ist. »Der Zinsverfall wurde durch Kapitalerhöhung ausgeglichen«, stellt Stiftungsbeirat Karl Gräf fest.

Es brauche aber stetige Überzeugungsarbeit in der Gemeinde. Es sei einfacher, aus aktuellem Anlass - zum Beispiel für den Neubau eines Kindergartens oder die Sanierung von Baudenkmälern - Spenden zu generieren. Dabei sei das Geld besser in der Stiftung aufgehoben, weil da die Mittel nicht aufgebraucht würden. Öffentlichkeitsarbeit ist also für den Erfolg der Stiftung wichtig. Deshalb kommt das Thema regelmäßig im Kirchenboten. Man veranstaltet Veranstaltungen zugunsten der Stiftung. Und die Geldübergabe erfolgt publikumswirksam beim Gemeindefest.

Als seinerzeit die Landeskirche die hauptamtliche Jugenddiakonstelle um 50 Prozent kürzte, wollten die Roßtaler die für die Gemeinde wichtige Jugendarbeit in vollem Umfang beibehalten und suchten nach Möglichkeiten, die halbe Stelle aus eigenen Mitteln aufzustocken. Es gelang mithilfe des Jugendfördervereins und der neuen Stiftung. »Das war der erste vorzeigbare Effekt«, stellt Gräf fest; seither habe man die Finanzierung des Jugenddiakons konsequent fortgeführt.

Erfolgreich unterstützt wurde auch die Renovierung der Roßtaler Laurentiuskirche und des Kirchturms in Großweismannsdorf ebenso wie die Sanierung der Orgel dort; der Posaunenchor in Buchschwabach erhielt eine notwendige Anschubfinanzierung. Insgesamt konnten bis heute 50.000 Euro ausgeschüttet werden.

20 Gründungsstifter haben 2005 ein Grundkapital von 50.000 Euro eingebracht. Nach zehn Jahren hat die Stiftung ein Vermögen von 335.000 Euro. Fast 100 Personen und Familien haben Beträge von bis zu 100.000 Euro gestiftet. Auch durch Vermächtnisse erhielt man Zuwendungen. Um die Gemeindemitglieder beizeiten über diese Möglichkeit zu informieren, hat die Stiftung eine Broschüre rund um Fragen zur letzten Phase des Lebens und zum Thema Nachlassregelung herausgegeben.

Dass die Stiftung der Kirchengemeinden Roßtal und Buchschwabach kontinuierlich weiterwächst, ist die Zielsetzung der ehrenamtlich Aktiven. Das ist das Wichtigste, bestätigt Gräf. Die Stiftung solle Anliegen der ganzen Kirchengemeinde sein: »Wir wollen uns breit aufstellen!«

 

  MEHR:  www.stiftung-ev.kirche-rosstal.de

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Ulrike Pilz-Dertwinkel

 


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abgerufen 28.06.2016 - 16:59 Uhr

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