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Dieser Artikel: Ausgabe 48/2015 vom 29.11.2015
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Von der Eichel bis zur Kokosnuss

Botanische Ausstellung in Erlangen passt zur Adventszeit


In kaum einer anderen Zeit des Jahres landen so viele Nüsse in unseren Mägen wie in der Advent- und Weihnachtszeit. Über den Adventsteller blickt aber eine Ausstellung über Nüsse in Erlangen.

Ist eine Erdbeere tatsächlich eine Sammelnussfrucht? Und wie steht es eigentlich mit den um die Weihnachtszeit so beliebten Rätselnüssen?
Foto: Katrin Simon/FAU Erlangen
   Ist eine Erdbeere tatsächlich eine Sammelnussfrucht? Und wie steht es eigentlich mit den um die Weihnachtszeit so beliebten Rätselnüssen?

        

Pelzmärtel und Nikolaus bringen sie den Kindern mit - der Nussmärtel sowieso: Mandeln, Walnüsse oder Haselnüsse. Allerdings ist nicht jede Nuss wirklich eine Nuss im botanischen Sinne, weiß man im Botanischen Garten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

»Der botanische Fachbegriff der Nuss ist ein ganz anderer als der allgemeinverständliche volkstümliche Nussbegriff«, erklärt Katrin Simon, Sprecherin des Botanischen Gartens, der am Freitag (27. November) die Ausstellung »Nuss- und Mandelkern: Von echten und falschen Nüssen« eröffnet. Haselnuss und Walnuss sind waschechte Nüsse. Auch Bucheckern oder Eicheln dürfen sich dazuzählen, was viele nicht wüssten, so Simon.

Die Bezeichnung Nuss tragen allerdings zu Unrecht im Namen die Kokosnuss mit ihrem Innern aus Milch und Kokosmark, die Cashewnuss oder die Erdnuss. Letztere, erklärt die Expertin, gehöre zu den »Leguminosen«, den Hülsenfrüchten und ist daher mit Bohnen und Erbsen näher verwandt.

Aus Knöllchenbakterien, die sich an den Wurzeln der Staude bilden, wachsen die Früchte. Die Erdnusspflanze selbst sei den meisten noch unbekannt, sagt Simon, »aber wir können sie in der Ausstellung zeigen«. Eine Nuss, die viele im Frühjahr und nicht im Advent genießen, ohne zu wissen, dass sie gerade in eine »Sammelnussfrucht« gebissen haben, ist die Erdbeere.

Zum Thema gebe es regional als auch in den Tropen vieles zu entdecken, rührt Katrin Simon die Werbetrommel. Die Vielfalt ist groß: Die nordamerikanische Butternuss mit scharfen Rillen an der Außenhaut oder die Schwarznuss, eine Walnussart, ebenfalls aus Nordamerika. In unseren Breiten ist die Haselnuss zu Hause und darum informiert die Ausstellung auch über Haselnussanbau in Franken oder die regionale Verwertung von Walnüssen.

Nussliebhaber können sich bestätigen lassen, wie gesund der Verzehr von Nüssen ist. Aufgrund vieler ungesättigter Fettsäuren, wichtiger Vitamine und Mineralstoffe und durch einen hohen Gehalt an Antioxidantien würden Nüsse eine ausgewogene Ernährung ergänzen und könnten sogar Beschwerden vorbeugen. Der Gehalt an Fett sei beispielsweise in den Kernen der Walnüsse so groß, dass sie brennen würden, erklärt Katrin Simon.

Für Nussöl, Haselnusscreme, Artikel zur Körperpflege, Nahrungsergänzungsmitteln und Medikamenten bieten Nüsse die Grundlage. Aber es gibt auch ganz andere Verwendungen: Sogenannte Klärnüsse aus der Botanischen Sammlung, die Strychnin enthalten und zur Reinigung von schlammigem Wasser genutzt wurden, oder Schnitzarbeiten in Steinnüssen aus der Südsee.

Ob sie es in den Weihnachtsplätzchen und Stollen mit echten oder falschen Nüssen zu tun haben, lernen die Ausstellungsbesucher auch über ein Quiz. Es gibt also auch Rätselnüsse.

 

  INFO: Die Ausstellung »Nuss- und Mandelkern: Von echten und falschen Nüssen« im Ausstellung im Gewächshauseingang des Botanischen Gartens der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg ist vom 27. November bis 31. Januar 2016 von Dienstag bis Sonntag von 9.30 bis 15.30 Uhr geöffnet.

  INTERNET:  www.fau.de.

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Roland Rosenbauer

 


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abgerufen 26.06.2016 - 02:52 Uhr

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