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Dieser Artikel: Ausgabe 48/2015 vom 29.11.2015
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»Kumm, geh'ma Kripperl schaugn...«

Ingolstädter Krippenweg führt auch in evangelische Kirchen - Feierliche Eröffnung in St. Matthäus


Die Adventszeit ist vielerorts die Zeit der Weihnachts- und Christkindlmärkte. Mit einer Besonderheit wartet Ingolstadt auf. Dort gibt es alljährlich einen Krippenweg, der durch die Altstadt führt und bis in die nähere Umgebung verläuft. Evangelische und katholische Kirchengemeinden sind beteiligt.

Die klassischen Szenen »Geburt« und »Besuch der Könige« zeigt die Krippe in der ältesten Ingolstädter Pfarrkirche St. Moritz.
Foto: Stadt Ingolstadt
   Die klassischen Szenen »Geburt« und »Besuch der Könige« zeigt die Krippe in der ältesten Ingolstädter Pfarrkirche St. Moritz.

        

Alte Barockkrippen bis zu ganz modernen Szenen aus dem Bethlehemer Stall sorgen für eine wechselnde Kulisse. Kleine und große zählen dazu, kostbare aus Porzellan oder auch solche aus Holz und Papier.

Zu den bedeutendsten modernen Krippen der Stadt zählt die vom Ingolstädter Bildhauer Michael Graßl. Seine Maria fällt durch südländisches Aussehen auf. Kein Wunder, sieht Graßl doch Parallelen in der Herbergssuche damals und der Asylfrage heute. Seine Figuren aus Eichenholz sind in einer Hütte in der Fußgängerzone ausgestellt.

Mehr als 30 Stationen zählt dieser »Weihnachtsweg«. Besucher können beim Bummel durch die Stadt Krippen verschiedener Zeitepochen und Stilrichtungen entdecken, »sie werden so in die Welt der Krippenlandschaften entführt«, sind die Veranstalter überzeugt. Die Zahlen geben ihnen recht. »Mehrere Tausend Gäste kommen jährlich, darunter viele aus dem Ausland«, weiß Eva Schulz von der Pressestelle. Mit dem Rundgang verbunden sei ein wenig stille Zeit und Besinnlichkeit im oft hektischen Alltag vor Weihnachten.

Das große Fatschenkindl aus dem Kloster Gnadenthal ist in der zentralen Ausstellung in der Spitalkirche zu sehen.
Foto: Stadt Ingolstadt
   Das große Fatschenkindl aus dem Kloster Gnadenthal ist in der zentralen Ausstellung in der Spitalkirche zu sehen.

        

Der Stern von Bethlehem führt auch in die evangelische Stadtkirche St. Matthäus, wo seit über zehn Jahren eine Krippe mit rund 40 Figuren vermutlich aus der Mitte des 19. Jahrhunderts gezeigt wird. Die Szenerie zu Weihnachten in dem neugotischen Gotteshaus hat Krippenbaumeisterin Christine Habermann neu arrangiert. Eine »Krippe im heimatlichen Stil« hat Habermann für die Gemeinde St. Paulus gebaut. Die Figuren lieferte eine rheinische Töpfereimuseumswerkstatt.

Beleuchtete Fenster der Kirche in Friedrichshofen zeigen im Innenhof Krippenfiguren, die vor allem Kinder ansprechen sollen. Diese Glaskunst stammt wiederum von Menschen aus einer Behindertenwerkstatt. Der Weltladen zeigt in seinem Schaufenster eine Krippe aus fairem Handel. Die Figuren aus Gips und Mehl formte ein peruanischer Künstler.

Als Prunkstück gilt die Weihnachtskrippe im Münster aus dem 18. Jahrhundert mit Szenen der Kindheitgeschichte Jesu, die aus 260 Figuren besteht. Weitere Kostbarkeiten werden in der zentralen Ausstellung in der Spitalkirche präsentiert, die aus dem Kloster Gnadenthal und der Benediktinerabtei Scheyern sowie von privaten Leihgebern stammen. Dazu zählten eine alte Haus-, eine Ruinen- und eine Gebirgskrippe. Ihnen gegenüber stehen Darstellungen aus dem Orient.

Eine »echte Rarität« des diesjährigen Krippenwegs ist laut Schulz die rund 300 Jahre alte barocke Bretterkrippe aus Weilheim, die erstmals im Stadtmuseum ausgestellt ist. Weil einige Bauten heute fehlten, mussten Elemente teilweise neuangefertigt werden.

 

  INFO: Der Krippenweg wird in der evangelischen Matthäuskirche (Schrannenstraße 7) am Samstag, 28. November, um 16 Uhr eröffnet. Für den musikalischen Rahmen sorgt das Münchner Trio »Fraunhofer Saitenmusik«. Der Rundgang zu den 32 Stationen ist bis 6. Januar 2016 möglich. Zudem gibt es Konzerte und andere Veranstaltungen. Nähere Infos bei: Tourist Information unter Tel. (08 41) 3 05-30 30 oder per E-Mail:  info@ingolstadt-tourismus.de

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Dirk Johnen

 


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abgerufen 26.06.2016 - 10:04 Uhr

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