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Dieser Artikel: Ausgabe 51/2015 vom 20.12.2015
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Spion im Kinderzimmer

Die neue Barbie-Puppe ruft Datenschützer und Pädagogen auf den Plan


»Spion im Kinderzimmer« oder »Stasi-Barbie« wird sie genannt. Zum Weihnachtsgeschäft hat die Firma Mattel eine neue Barbie-Puppe auf den Markt gebracht, die zuhören und antworten kann.

Die neue »Hello Barbie«.
Foto: dpa
   Die neue »Hello Barbie«.

        

Sie möchte die beste Freundin sein. Sie fragt: »Was magst du am liebsten: Essen, Mode oder Sehenswürdigkeiten?« Auch auf religiöse Ereignisse hat die neue »Hello Barbie«-Puppe Antworten parat: Jüdischen Kindern zum Beispiel erklärt sie die Bedeutung und Wortherkunft des jüdischen Hannukah-Fests. Christliche Kinder fragt sie nach den Weihnachtsgeschenken.

In den USA ist die »Hello Barbie« das neue Aushängeschild der Spielzeugfirma Mattel. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft ist die sprechende Puppe dort auf den Markt gekommen. Das Besondere an der neuen Barbie: Ihre Besitzer können sich mit ihr ähnlich wie mit einem richtigen Menschen unterhalten. Sie ist lernfähig, merkt sich, worüber das Kind mit ihr gesprochen hat, und greift darauf in den folgenden Gesprächen zurück. Nachzulesen sind alle Antworten in einem 238 Seiten starken PDF-Dokument, das die Firma Mattel ins Internet gestellt hat.

Um den Kindern zur »besten Freundin« zu werden, funktioniert die neue Barbie mit modernster Technik: Per WLAN werden die Sätze der Kinder an eine Cloud gesendet. Regelmäßig erhalten die Eltern Aufnahmen der Gespräche ihrer Kinder mit Barbie per E-Mail. Die Eltern würden so erfahren, was ihr Kind wirklich denkt und fühlt, wenn es allein ist, und welche Wünsche es hegt - zum Beispiel zum Geburtstag oder zu Weihnachten, heißt es dazu von Mattel.

Zwar ist die Puppe vorerst nur in den USA erhältlich. Dennoch ruft das Spielzeug auch in Deutschland besorgte Reaktionen unter Datenschützern und Pädagogen hervor.

In den USA formierte sich Widerstand besorgter Eltern, die in einer Online-Petition den Stopp des Vertriebs forderten. Der deutsche Datenschutzverein »digitalcourage« vergab dieses Jahr den Negativpreis »Big Brother Award« in der Kategorie »Technik« unter anderem an Mattel. Sicherheitsexperten entdeckten zudem mehrere Sicherheitslücken in der Datenübertragung, sodass potenzielle Angreifer einen weitreichenden Zugang hätten.

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Nadja A. Mayer

 


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abgerufen 31.05.2016 - 07:47 Uhr

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