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Dieser Artikel: Ausgabe 06/2016 vom 07.02.2016
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Das Herz öffnen

Unter dem Motto »Sieben Wochen ohne Enge« starten die evangelischen Kirchen ihre 33. Fastenaktion


Raus aus der Routine, einen neuen Blick wagen, dazu ruft die evangelische Aktion »7 Wochen Ohne« auf. Dieses Jahr geht es um das »große Herz«: Wer es weit macht, kann viel gewinnen - zum Beispiel die Chance auf Versöhnung.

Millionen Menschen lassen sich jährlich mit »7 Wochen Ohne«, der Fastenaktion der evangelischen Kirche aus dem Trott bringen.
Foto: 7-wochen-ohne.de
   Millionen Menschen lassen sich jährlich mit »7 Wochen Ohne«, der Fastenaktion der evangelischen Kirche aus dem Trott bringen.

        

Offen sein für Menschen fremder Kulturen, anderen Erfolg gönnen oder jemanden einladen, den man nicht kennt - in der Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern sollen die Menschen »einfach mal mit einem weiten Herzen experimentieren und sehen, was geschieht, wenn sie sich öffnen«, erklärt Susanne Breit-Keßler. Die Münchner Regionalbischöfin ist Kuratoriumsvorsitzende der Fastenaktion der Evangelischen Kirche in Deutschland. In diesem Jahr steht die Aktion unter dem Motto »Großes Herz! Sieben Wochen ohne Enge«.

Auch Fehler verzeihen und sich versöhnen zeugt von einem großen Herzen. »Verzeihen ist etwas Herrliches. So kann man wieder miteinander glücklich sein«, sagt Breit-Keßler. Dass das vielen schwer fällt, weiß die Theologin. Denn: »Viele haben Angst, eine Machtposition zu verlieren, wenn sie verzeihen.«

Dabei ist das Gegenteil der Fall: »Man wird innerlich stärker, wenn man verzeiht.« Das weiß auch Barbara Ade. Sie vermittelt beim Diakonischen Werk Darmstadt-Dieburg zwischen Tätern und Opfern von Straftaten. Als Mediatorin versucht sie, mit ihnen eine außergerichtliche Einigung zu erzielen. Ihre Erfahrung: Verzeihen kann dazu beitragen, dass das Opfer wieder an Selbstvertrauen gewinnt.

Wie befreiend das sein kann, weiß auch der Münchner Psychologe Simon Hahnzog: »Verzeihen bietet die Möglichkeit, sich mit Schuld und Last auseinanderzusetzen und diese loszuwerden.« Dazu bedürfe es noch nicht einmal einer Entschuldigung. »Verzeihen ist etwas ganz Individuelles. Das geht auch, selbst wenn es dem anderen egal ist«, sagt Hahnzog.

Theologin Breit-Keßler sieht das Verzeihen als Teil eines Versöhnungsprozesses: »Zum Verzeihen gehören immer zwei: Der, der wahrhaftig um Verzeihung bittet, muss sein Herz weit machen, und der andere muss sich ebenfalls öffnen und die Bitte um Verzeihung annehmen.« Aber: Verzeihen bedeute niemals, dass man das Verhalten des anderen gutheißen müsse. Und vielleicht gebe es Dinge, die unverzeihlich seien, sagt Breit-Keßler.

Nicht-verzeihen-Können könne unterschiedliche Auswirkungen haben, sagt Hahnzog: »Das kann von Angstzuständen bis hin zu einer Depression führen.« Breit-Keßler rät Menschen, die nicht verzeihen können, über den Konflikt mit einer außenstehenden Person zu sprechen.

 

  Weitere Informationen unter  7-wochen-ohne.de

 

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Luisa Heß

 


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abgerufen 27.05.2016 - 08:22 Uhr

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