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Dieser Artikel: Ausgabe 07/2016 vom 14.02.2016
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Doppelte Ehre für Karl IV.

Landesausstellung in Prag und im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg


Den 700. Geburtstag von Kaiser Karl IV. begehen Tschechien und Bayern mit einer Doppelausstellung in Prag und Nürnberg. In Prag ist sie von Mai bis September, ab Oktober dann im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg zu sehen. Die Schau in Kooperation mit dem Haus der Bayerischen Geschichte ist zugleich die Bayerische Landesausstellung.

Karl IV. auf der 1371 entstandenen Votivtafel des Prager Erzbischofs Jan Očko von Wlaschim (1292-1380), einem wichtigen Berater des böhmisch-deutschen Kaisers. Das Porträt stammt von der Hand eines unbekannten Künstlers und befand sich einst auf der Burg Raudnitz (Roudnice), dem Sitz der Prager Erzbischöfe. Heute ist die Tafel in der Nationalgalerie im Agneskloster in der Prager Altstadt zu sehen.
Foto: PD
   Karl IV. auf der 1371 entstandenen Votivtafel des Prager Erzbischofs Jan Očko von Wlaschim (1292-1380), einem wichtigen Berater des böhmisch-deutschen Kaisers. Das Porträt stammt von der Hand eines unbekannten Künstlers und befand sich einst auf der Burg Raudnitz (Roudnice), dem Sitz der Prager Erzbischöfe. Heute ist die Tafel in der Nationalgalerie im Agneskloster in der Prager Altstadt zu sehen.

        

In Prag und Nürnberg werden Architektur, Technik und Kunst einer Zeit vermittelt, die einer der mächtigsten Herrscher des ausgehenden Mittelalters prägte. Karl IV. wurde 1355 gekrönt und erneuerte das Kaisertum im Heiligen Römischen Reich. Die Goldene Bulle wurde für viereinhalb Jahrhunderte zu einer Art »Reichsgrundgesetz«.

Das Stammland des Königs reichte zeitweise bis vor die Tore Nürnbergs. Unter anderem wird in der Ausstellung ein Modell der Laufer Burg gezeigt, die zu Karls Zeiten zum böhmischen Herrschaftsgebiet gehörte. Für diese große Ausstellung auf knapp 1200 Quadratmetern müssen andere kulturgeschichtliche Sonderausstellungen dann in andere Teile des Museums ausweichen.

Ab Februar wird das Germanische Nationalmuseum knapp 80 niederländische Zeichnungen aus dem Besitz des Museums präsentieren. Ein Themenschwerpunkt liegt auf den Funktionen der Zeichnungen aus dem 15. bis 18. Jahrhundert. Künstler fertigten sie als Ideenskizzen, Ingenieursentwürfe, aber auch als autonome Zeichnungen.

Im Mai wird der »Deichsler Altar« im Zentrum stehen. Das spätgotische Figurenensemble, in Auftrag gegeben von der Patrizierfamilie Deichsler, stellt das Germanische Nationalmuseum in Beziehung zu dem künstlerischen Milieu Nürnbergs zu dieser Zeit.

Eine Studio-Ausstellung widmet sich einem Thema, mit dem andere Museen bereits abgeschlossen haben: »Der Erste Weltkrieg« zeigt ab November, wie sich der Erste Weltkrieg in den Sammlungen des Germanischen Nationalmuseums widerspiegelt. Zu den Exponaten sollen nicht nur Teller aus Selb oder Meißen mit Motiven wie »Unsere Artillerie« gehören, sondern auch Stücke aus der Spielzeugsammlung unter dem Motto »Kinder und Krieg«.

Leibniz im Fokus

Zur Erinnerung an das 300. Todesjahr des Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz eröffnet das Germanische Nationalmuseum am 30. Juni die Ausstellung »Leibniz und die Leichtigkeit des Denkens«. Das Haus ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Es greift Leibniz' Leidenschaft für Modelle auf, die für den Philosophen die Möglichkeit bargen, eine Theorie lebendig und anschaulich zu machen, sagte Museumschef Ulrich Großmann bei der Vorstellung der Jahresplanung. Rund 50 Modelle, darunter Schiffs- und Architekturmodelle, Miniatur-Bauernhäuser oder Bergwerke, trägt das Museum für diese Ausstellung aus eigenen Beständen zusammen.

Das Germanische Nationalmuseum hat im vergangenen Jahr 321.000 Eintrittskarten verkauft. Erfolgreichste Sonderausstellung war die Schau »Monster. Fantastische Bilderwelten zwischen Grauen und Komik« mit 50.540 Besuchern.

Über 60.000 Menschen haben inzwischen die neu gestaltete Dauerausstellung »Zwischen Venus und Luther. Cranachs Medien der Verführung« gesehen. Die Hälfte aller Besucher kam in die Sammlungen auf der Nürnberger Kaiserburg, die zum Germanischen Nationalmuseum gehören.

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Jutta Olschewski

 


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abgerufen 01.06.2016 - 03:37 Uhr

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