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Dieser Artikel: Ausgabe 07/2016 vom 14.02.2016
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Mit der Bibel ins Weingeschäft

Bildungswerk und Eintrittsstelle laden zum Gespräch an erstaunlichen »GlaubensOrten«


Die evangelische Kircheneintrittsstelle München startet am 27. Februar eine Gesprächsreihe an ungewöhnlichen Orten: In der Beratungsstelle für Prostituierte, im Krankenhaus und in einer Weinhandlung geht es um Lebens- und Glaubensgeschichten.

Gastfreundschaft bei Brot und Wein - das ist das Thema am letzten »GlaubensOrt«.
Foto: Elena Elisseeva/123rf
   Gastfreundschaft bei Brot und Wein - das ist das Thema am letzten »GlaubensOrt«.

        

Reden über Gott und die Welt - das wollten die beiden Eintrittsstellen-Pfarrer Sebastian Kühnen und Sabine Bleise-Donderer einmal an Orten, an denen man solche Gespräche nicht erwarten würde. Die Reihe »GlaubensOrte« startet deshalb bei »Mimikry«, der Beratungsstelle der Inneren Mission für Prostituierte, sie führt die Teilnehmer in den Secondhandladen der Diakonia, zur Polizeiseelsorge, in eine Flüchtlingsunterkunft, zur Bahnhofsmission, ins Krankenhaus Schwabing und endet schließlich - in einem Weinladen.

Lebens- und Bibelgeschichten

Die Idee zu der Reihe, bei der das Evangelische Bildungswerk Mitveranstalter ist, entstand aus der Arbeit der Kircheneintrittsstelle. »Wir hören oft: Ich trete wieder ein, weil ich gut finde, was die Kirche macht«, berichtet Kühnen. Damit meinten die Menschen in erster Linie das diakonische und seelsorgerliche Angebot von Kirche. »Also haben wir für unsere Reihe Orte wie die Bahnhofsmission ausgesucht, weil wir der Überzeugung sind, dass dort in gewisser Weise auch Glaube gelebt und Gottesdienst gefeiert wird«, sagt der Pfarrer.

Kühnen setzt darauf, dass die »GlaubensOrte« nicht nur für Gottessucher und Kirchenskeptiker interessant sind, sondern auch treue Gemeindemitglieder neugierig machen. »Natürlich wird bei jedem Termin die Arbeit der jeweiligen Einrichtung vorgestellt«, erklärt der Theologe.

Noch wichtiger sei ihm aber, die Lebensgeschichten der Menschen, die dort arbeiten oder die dort beraten werden, mit den Glaubensgeschichten der Teilnehmer und mit passenden Bibelstellen zu verknüpfen. So liefert das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg den Hintergrund für den Besuch im Secondhandladen; im Krankenhaus geht es am Beispiel der Heilung des Gelähmten um den Umgang mit Leid. »Wir wollen die Bibel an ungewöhnlichen Orten entdecken und mit der Realität konfrontieren«, so Kühnen.

Nach sechs Diakonie- und Seelsorgestationen endet die Reihe etwas überraschend in einer Weinhandlung. Für Sebastian Kühnen ist das kein Widerspruch: »In der Weinhandlung teilen wir Brot und Wein - das erinnert natürlich an das Abendmahl.« Die Besitzerin der Weinhandlung sei Kirchenvorsteherin in der Matthäuskirche, in der das Thema »Gastfreundschaft« eine große Rolle spiele, zum Beispiel beim monatlichen Obdachlosenfrühstück. »Beim Gespräch im Weinladen geht es also um Gastfreundschaft und darum, welchen Auftrag der christliche Glaube in der Welt hat«, so Kühnen.

»GLAUBENSORTE« IN MÜNCHEN

  Samstag, 27.2., 10 bis 13 Uhr: Kirche geht auf den Strich - Kirche, Glaube und Sexualität. Ort: Marikas und Mimikry, Dreimühlenstr. 1

  Freitag, 4.3., 15.30 bis 18.30 Uhr: Anpacken - die Arbeiter im Weinberg. Ort: diakonia secondhand, Dachauer Straße 192

  Samstag, 12.3., 10 bis 13 Uhr: Schutzraum für Schutzleute. Ort: Polizeiseelsorge, Trautenwolfstr. 4

  Samstag, 9.4., 10 bis 13 Uhr: Mose floh, Christus auch - Flüchtlingsgeschichten in Bibel und Gegenwart. Ort: Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber, Neumarkter Str. 43

  Samstag, 30.4., 10 bis 13 Uhr: Am Puls der Zeit. Ort: Bahnhofsmission, Hauptbahnhof Gleis 11

  Samstag, 11.6., 10 bis 13 Uhr: Nimm deine Trage und geh! - Vom Umgang mit Leid. Ort: Klinikum Schwabing

  Donnerstag, 16.6., 20 bis 21.30 Uhr: Das Mahl mit den Zöllnern. Ort: Weinladen L'Empirio vini&piu, Maistr. 57

  Anmeldung für alle oder einzelne Termine beim ebw, service@ebw-muenchen.de oder (0 89) 55 25 80-0

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Susanne Schröder

 


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abgerufen 30.07.2016 - 05:27 Uhr

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