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Aktuelle Ausgabe: 34 vom 21.08.2016
Dieser Artikel: Ausgabe 10/2016 vom 06.03.2016
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Brot backen für die Welt

Start der diesjährigen Aktion »5000 Brote«: Jugendliche aus Ottobrunn und Neuhausen in der Backstube


Konfirmanden und Bäcker backen gemeinsam Brot. Das ist die Idee von »5000 Brote«. Am vergangenen Samstag standen in München zum Start der Aktion in Bayern die ersten Jugendlichen in der Backstube. Zugunsten von Kindern in Ghana, Albanien und El Salvador.

In der Backstube kämpfen die Jugendlichen mit dem klebrigen Teig, aus dem später die knusprigen Brote werden.
Foto: Schneider
   In der Backstube kämpfen die Jugendlichen mit dem klebrigen Teig, aus dem später die knusprigen Brote werden.

        

Backen ist Mathematik. »Die gewünschte Teigtemperatur mal zwei, minus die Mehltemperatur, ist die Wassertemperatur«, sagt Bäckermeister Marcel Wiedemann. In der Backstube erklärt der 34-Jährige gerade, wie wichtig die richtige Temperatur des Wassers für das Brotbacken ist. Sieben Jugendliche, die Bäckermützen auf dem Kopf und Schürzen umgebunden haben, stehen um ihn herum. Zusammen mit Wiedemann backen sie Brot, das nach dem traditionellen ökumenischen Handwerkergottesdienst in der Münchner Matthäuskirche gegen eine Spende verteilt werden soll.

Speisung der Fünftausend

Die Aktion in der Münchner Brot- und Feinbäckerei Neulinger sei die bayerische »Kickoff-Veranstaltung« für die Aktion »5000 Brote - Konfis backen Brot für die Welt«, sagt Diakon Stefan Helm vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (kda). Bundesweit wird die Aktion von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks organisiert.

»Die Idee ist: Konfis backen in Backstuben und die Bäcker stellen ihr Know-how zur Verfügung«, sagt Helm. Der Titel »5000 Brote« erinnert an die Bibelgeschichte von der Speisung der Fünftausend. Der Erlös geht an Kinder- und Jugendbildungsprojekte in Ghana, Albanien und El Salvador. Das Brotbacken findet bereits zum zweiten Mal statt, 2014 kamen in Bayern dabei rund 22 700 Euro zusammen.

Irgendwann ist es geschafft - die Brote sind fertig.
Foto: Dickhaut
   Irgendwann ist es geschafft - die Brote sind fertig.

        

Den Anfang der Aktion, die dann hauptsächlich zwischen Erntedank und erstem Advent stattfinden soll, machten am vergangenen Samstag Jugendmitarbeiter aus den evangelischen Gemeinden Ottobrunn und Neuhausen. Eine der Jugendlichen, die an diesem Nachmittag in die Kellerbackstube gekommen ist, ist die 17-jährige Julia aus Ottobrunn. Sie steht das erste Mal in ihrem Leben in einer Backstube. Auch zu Hause habe sie bislang noch nie Brot gebacken, sagt sie. Interessiert hört die Zehntklässlerin dem Bäckermeister zu. »Qualität fängt schon beim Mehl an«, sagt Wiedemann.

Der gebürtige Augsburger liebt seine Arbeit. Das ist zu spüren. Er ist stolz auf sein Handwerk und darauf, Brot mit der Hand herzustellen. In der Backstube Neulinger sind kaum große Maschinen zu sehen. Eine Ausnahme ist die Knetmaschine. Die sei notwendig, allein schon wegen der sonst explodierenden Personalkosten, sagt Wiedemann und erzählt davon, wie früher die Bäcker an einem langen Tisch nacheinander den Teig geknetet haben, jeder so lange, bis ihm die Kraft ausging. »Das konnte bis zu eineinhalb Stunden dauern«, sagt Wiedemann. Heute läuft die Knetmaschine gerade mal zehn Minuten.

Schulklasse statt Backstube

Wiedemann stoppt die Knetmaschine. Er holt ein Stück Teig heraus, zieht es zwischen seinen Fingern lang. Der Teig ist fertig. Nach und nach holen die Jugendlichen den Teig aus der Knetmaschine. Er klebt an den Fingern und lässt sich nur mit viel Mehl lösen. Irgendwann ist es geschafft - ein großer Teigklumpen liegt auf dem Tisch.

Julia reibt sich das Mehl von den Händen. Backen macht ihr Spaß. Selbst Bäckerin zu werden, kann sie sich aber nicht vorstellen. Ihr Traumberuf ist Grundschullehrerin.

 

  607,48 EURO sind durch den Verkauf der Brote beim Handwerkergottesdienst in St. Matthäus zusammengekommen.

  Gemeinden und Konfigruppen, die sich an der Aktion »5000 Brote« 2016 beteiligen wollen, melden sich bei Stefan Helm, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt, Tel. (089) 53 07 37-31 oder Mail: helm@kda-muenchen.de

  Infomaterial zur Gottesdienstgestaltung und für einen Konfitag gibt es unter  www.5000-brote.de

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Barbara Schneider

 


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abgerufen 31.08.2016 - 09:52 Uhr

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