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Dieser Artikel: Ausgabe 11/2016 vom 13.03.2016
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Protestantische Kleider

Das Freilichtmuseum Stoffenried zeigt »evangelische Tracht um 1900«


»Von dr Alb ra« - so heißt die Ausstellung, die Kleidungsstücke aus den evangelischen Orten rund um Ulm und Günzburg zeigt.

Dieses Bild aus Familienbesitz zeigt einen Kirchgang in Mödishofen. Es entstand um 1900. In den evangelischen Orten Schwabens wurde die Tracht oft noch bis weit ins 20. Jahrhundert hinein im Alltag getragen.
Foto: Trachtenkulturberatung Bezirk Schwaben
   Dieses Bild aus Familienbesitz zeigt einen Kirchgang in Mödishofen. Es entstand um 1900. In den evangelischen Orten Schwabens wurde die Tracht oft noch bis weit ins 20. Jahrhundert hinein im Alltag getragen.

        

Den Anstoß zur Ausstellung gab eine private Leihgeberin: Dorothea Goede überließ der Trachtenkulturberatung des Bezirks Schwaben die Kleidungsstücke aus ihrem Besitz - und erläuterte geduldig jede Einzelheit zu den Trachtenteilen, die in der evangelischen Familie getragen wurden. »Diese Details zusammen mit dem regionalen Bezug machen die Schau so attraktiv«, sagt Barbara Mettenleiter-Strobel, Leiterin des Freilichtmuseums Kreisheimatstube Stoffenried.

Ab Sonntag, 13. März, zeigt das bei Günzburg gelegene Museum erstmals eine spezielle Ausstellung über evangelische Trachten, die in der Gegend rund um Ulm und Günzburg um 1900 getragen wurden. »Die ältesten Stücke dürften aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammen«, erläutert Monika Hoede, Leiterin der Trachtenkulturberatung des Bezirks.

Jeder Ort hat eine eigene Tracht

Man habe die Stücke privater Leihgeberinnen durch Trachten aus dem Fundus des Bezirks ergänzt, erklärt Hoede. Zu sehen sind in der Ausstellung Werktags-, Festtags- oder Hochzeitstrachten, die in evangelischen Ortschaften getragen wurden. Die Schau widmet sich dabei auch Aspekten wie der Verarbeitung und dem Variantenreichtum der evangelischen Tracht. So werde etwa gezeigt, wie man Hemden nähte und verzierte, die zum Tanz getragen wurden. »Wir haben auch zwei Trachten einfach auf links gedreht, damit man sieht, wie die Kleidungsstücke innen verarbeitet wurden«, meint Hoede.

Trachtenberaterin Monika Hoede (re.) und Mitarbeiterin Sandra-Janine Müller präsentieren drei Trachten.
Foto: Mettenleiter-Strobel
   Trachtenberaterin Monika Hoede (re.) und Mitarbeiterin Sandra-Janine Müller präsentieren drei Trachten.

        

Die in Stoffenried ausgestellte Tracht dürfte dabei älteren Bewohnern evangelischer Orte in der Region durchaus noch aus eigener Anschauung bekannt sein. Denn die Kleidungsstücke wurden bis in jüngere Zeit getragen.

»Ganz vereinzelt sah man sie sogar Ende des 20. Jahrhunderts noch«, erläutert Monika Hoede. Die Erinnerung an die evangelische Tracht sei daher oft noch sehr präsent, meint die Trachtenberaterin. Ohnehin hätten evangelische Ortschaften deutlich länger an ihrer Tracht festgehalten als die katholischen Nachbarn. Dies gelte nicht nur in der Region Ulm/Günzburg sondern auch für das Ries oder die protestantisch geprägten Orte bei Memmingen.

Dabei gebe es aber »nicht die evangelische Tracht an sich«, erläutert Monika Hoede. Jeder Ort habe stets seine ganz individuell geprägte Tracht hervorgebracht. Genau das jedoch, betont die Trachtenexpertin, »ist das Interessante und Faszinierende an der evangelischen Tracht«.

 

  DIE AUSSTELLUNG »Von dr Alb ra - evangelische Tracht um 1900« ist bis 31. Juli in der Kreisheimatstube Stoffenried im Landkreis Günzburg zu sehen. Geöffnet jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat, 14 bis 17 Uhr. Führungen auch nach Vereinbarung, Telefon (0 82 21) 9 51 58. Internet:  www.stoffenried.de, Rubrik »Museum«.

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Andreas Jalsovec

 


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abgerufen 28.05.2016 - 05:57 Uhr

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