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Dieser Artikel: Ausgabe 13/2016 vom 27.03.2016
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Erstkommunion auf Evangelisch

Gemeinde Eichenau schließt Lücke zwischen Taufe und Konfirmation / »Driklafeier« für Grundschüler


Katholische Kinder feiern in der 3. Klasse mit der Erstkommunion ihr erstes großes Kirchenfest - und die evangelischen Klassenkameraden? Müssen in Eichenau nicht mehr bis zur Konfirmation warten: Am 12. Juni lädt die Gemeinde alle evangelischen Drittklässler zum Tauferinnerungsgottesdienst. Das Konzept erklärt die Vertrauensfrau im Kirchenvorstand, Martina Brembeck.

Wasser wird beim Drikla-Gottesdienst eine symbolische Rolle spielen.
Foto: Lucian Milasan / fotolia
   Wasser wird beim Drikla-Gottesdienst eine symbolische Rolle spielen.

        

  Was war der Ausgangspunkt für die Idee?

Brembeck: Die katholischen Kinder in der dritten Klasse entwickeln alle ein großes Gemeinschaftsgefühl, weil sie im Kommunionsunterricht zusammengeschweißt werden. Sie fühlen sich besonders und freuen sich auf ihr großes Fest, mit dem sie bei den evangelischen Freunden zum Teil richtig angeben. Viele evangelische Kinder wollen in der dritten Klasse katholisch werden, weil sie so ein Fest nicht haben, sich nicht nachmittags mit der Kommuniongruppe treffen und hier einfach etwas fehlt.

  Wie sieht das Konzept aus?

Brembeck: Wir haben die Drittklässler mit einem Brief zu einem Vorbereitungsnachmittag sowie zum großen Tauferinnerungsgottesdienst am 12. Juni eingeladen, der als Pendant zur Erstkommunion gesehen werden kann. In der Folge können sich die evangelischen Kinder dann auch beim Sternsingen beteiligen, was bisher quasi nur den katholischen Kommunionkindern vorbehalten war. Theoretisch bestand die Möglichkeit zur Mitwirkung schon immer, aber bisher wusste es niemand -
das bewerben wir also aktiv! Außerdem planen wir eine Folgegruppe, die sich in großen Abständen, aber dennoch regelmäßig bis zur Konfirmation trifft.

  Gibt es eine Kooperation mit den Religionslehrern?

Brembeck: Unser Religionspädagoge Kevin Schmidt und dessen Frau Sabine Schmidt unterrichten an den beiden Grundschulen in Eichenau Religion und haben das neue Angebot dort entsprechend vorbereitet.

  Wie soll der Tauferinnerungsgottesdienst ablaufen?

Brembeck: Wir denken an einen besonderen Ort wie den Eichenauer Weiher und eine gemeinsame Aktion, zum Beispiel den Bau eines Floßes. Im Anschluss an den Tauferinnerungsgottesdienst gibt es natürlich ein großes Fest mit allen Verwandten am See - wir werden hier auch noch eigene Symbole entwickeln. Unser Gemeindelogo »Kirche für alle Fälle - auf alle Fälle Kirche« wird - wie bei allen Kasualien - als großes Banner vor der Veranstaltung sowie am Tag des Gottesdiensts am Zaun der Kirche hängen.

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Interview: Susanne Schröder

 


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abgerufen 27.07.2016 - 23:01 Uhr

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