Holocaust

Kirche und Nationalsozialismus

Abmarsch aus der Missionsanstalt: Schüler des Neuendettelsauer Missionsseminars bildeten einen eigenen SA-Trupp. Das Foto entstand 1935.
Umfassend, abgründig, fesselnd: Der Historiker Hans Rößler (geb. 1935) hat die Geschichte der Protestantismus-Hochburg Neuendettelsau in der NS-Zeit geschrieben. Für sein Buch »National­sozialismus in der fränkischen Provinz. Neuendettelsau unterm Hakenkreuz« erhält Rößler nun den Pechmann-Preis der bayerischen evangelischen Landeskirche.
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Evangelische Morgenfeier

Der 27. Januar, Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, erinnert an den Holocaust, dem ein Großteil der jüdischen Bevölkerung Europas zum Opfer gefallen ist. In seiner Evangelischen Morgenfeier nimmt der Nürnberger Dekan Christopher Krieghoff den Holocaust-Gedenktag zum Anlass, sich mit dem Begriff der Barmherzigkeit auseinanderzusetzen, die uns das Böse zu überwinden lässt.
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Holocaust-Gedenktag

Die Komponistin Ella Milch-Sheriff und der Regisseur Itay Tiran beim Besuch der Wallhalla
Die israelische Komponistin Ella Milch-Sheriff hat eine neue Oper geschrieben. Am Holocaust-Gedenktag (27. Januar) wird »Die Banalität der Liebe« im Theater Regensburg uraufgeführt. Im Fokus der Inszenierung (Itay Tiran) steht eine der einflussreichsten Denkerinnen des 20. Jahrhunderts, die bis heute in Israel umstritten ist: Hannah Arendt. Zur Premiere wird eine Delegation von 50 Teilnehmern aus Israel erwartet.
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Liebesgeschichte

Passfotos Kurt Landauer (1947) und Maria Baumann (1942).
Der jüngst aufgetauchte schriftliche Nachlass Kurt Landauers wirft ein neues Licht auf die Gründe, die den jüdischen Bayern-Präsidenten nach dem Krieg zu einer Heimkehr nach München bewogen. Es war die Liebe – zum FC Bayern, zu München, aber vor allem zu Maria Baumann, der langjährigen Hausangestellten der Familie Landauer, die die Geliebte Landauers war und schließlich seine Ehefrau wurde.
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Verfolgung im Nationalsozialismus

Die Holocaust-Überlebende Batsheva Dagan vor Schülern des Martin-Behaim- sowie des Albrecht-Dürer-Gymnasiums Nürnberg im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände.
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45554 ist die Nummer, die Batsheva Dagan auf ihrem linken Oberarm trägt. Tätowiert in Auschwitz. »Ein Anagramm, eigentlich eine Glückszahl, oder?«, lächelt die 91-Jährige die Gymnasiasten an, die ihr im Doku-Zentrum auf dem Nürnberger Reichsparteitagsgelände lauschen. Sie sollen in den kommenden Wochen lernen, anderen Schülern die Geschichte des »Dritten Reiches« näherzubringen. Und wer könnte dabei eine bessere Lehrerin sein, als eine Holocaust-Überlebende?
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Geschichte

Ausstellungsplakat »Schalom Melanchthon«
Autor
Sie sollten sich »eine Institution ihresgleichen suchen«, stand in den 1930er-Jahren in Schulverweisen des Nürnberger Melanchthon-Gymnasiums. Gemeint waren jüdische Schüler, die nun unerwünscht waren. Sechs Jahre lang haben heutige Schüler und Lehrer die Schicksale der früheren Melanchthonianer untersucht. Herausgekommen sind eine Ausstellung und ein Buch. Und Erinnerungen, die nachdenklich stimmen.
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