Musik

Oper mit Flüchtlingen

»Carmen« im »Mixed Munich Arts«: Carmen (Cornelia Lanz) umgarnt Zuniga (Ahmad Shakib Pouya) – bewundert von Soldaten und den Schmugglern Dancaïro (Tom Amir, mit Stirnband) und Remendado (Yoed Sorek, ganz rechts).
Diese »Carmen« ist bemerkenswert, ja: ein Ereignis. Die Gruppen »Opera incognita« und »Zuflucht Kultur« zeigen mit Bühnenprofis und mit Flüchtlingen aus Irak, Syrien und Afghanistan, wie lebendig und aktuell klassische Oper sein kann. Diese »Carmen« ist ein kluger Kommentar zu Liebe und Freiheit und zugleich ein Projekt, das Brücken baut. In Hitlers Heizkraftwerk singt dabei ein jüdischer Kantor das Kaddisch – als Carmen tot ist und alles von vorn anfängt.
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Stadtmission Nürnberg

Ursula Andres und ihre musikpädagogischen Mitarbeiter bringen den Kindern die Freude an der Musik bei
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Das Projekt »Musik macht Freu(n)de« der Stadtmission Nürnberg fördert Kinder und Jugendliche aus schwierigen Familienverhältnissen. Elf Pädagogen bieten kostenlosen Musikunterricht, Chor- und Theaterprojekte an. Für viele Mädchen und Jungen die einzige Chance, mit Kultur in Berührung zu kommen und über sich hinauszuwachsen.
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»Volkstheater« im Passionsspielort

Die »Geierwally« auf der Freiluftbühne an der Oberammergauer Laberbergbahn (Regie Abdullah Kenan Karaca).
Oberammergau ist ein besonderer Ort. Von Bergen umgebenes Bilderbuch-Bayern, Lüftlmalerei an Häusern und Höfen, dazu das Passionsspiel, das hier seit 1633 alle zehn Jahre stattfindet. Seit 30 Jahren heißt der Passionsspielleiter Christian Stückl (56). Unter seiner Ägide hat sich einiges verändert im Idyll: Oberammergau lebt vor, was »Volkstheater« im besten Sinn sein kann. Sichtbar wurde das gerade wieder in Abdullah Kenan Karacas Freiluft-Inszenierung der »Geierwally«, die gerade Premiere hatte.
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Kirchenmusik

Chorleiterin Sabine Dobbertin verbringt viel Zeit im Zug – und nutzt die Zeit zur Vorbereitung.
Seit 23 Jahren leitet die Augsburgerin Sabine Dobbertin den Chor einer Kirchengemeinde. Klingt nicht weiter ungewöhnlich, aber das ändert sich, wenn man weiß, dass diese Gemeinde zwischen Stuttgart und Heilbronn im württembergischen Pleidelsheim liegt. Seit zwölf Jahren pendelt die Kirchenmusikerin die 200 Kilometer zur wöchentlichen Probe mit dem Zug – zweieinhalb Stunden hin, zweieinhalb Stunden zurück.
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70. Geburtstag

Konstantin Wecker bei einem Konzert in Nürnberg.
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Dass Konstantin Wecker 70 Jahre alt wird, das hätte er selbst vor etwa 20 Jahren wohl am wenigsten geglaubt. Anfang der 1990er-Jahre steckte der Münchener Musiker im Drogensumpf und besang sein Kokain. Ein Thema, das ihn heute nervt und das er im Gespräch ganz bayerisch mit »jetzt ko da amoi a Ruah sei« kommentiert. Die Sucht hat aber keine äußerlichen Spuren hinterlassen.
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