16.04.2020
Konfirmationen wegen Coronavirus abgesagt

Konfirmationen in vielen Gemeinden verschoben: "Dann kommt Kirche eben zu dir"

Wegen der Corona-Krise fallen derzeit nicht nur die sonntäglichen Gottesdienste, Taufen und Hochzeiten aus - auch die Konfirmationen sind allerorts abgesagt worden. Pfarrer, Eltern und natürlich die Konfirmanden selbst hatten sich teils monatelang auf dieses besondere Ereignis vorbereitet und schauen nun in die Röhre. Doch wie eine Umfrage im Kirchenkreis Nürnberg zeigt, überwiegt vielerorts Zuversicht. Und die Krise setzt bei "Konfis" und Pfarrern ungeahnte Kräfte frei.
Konfirmation vor Corona

Laura Kerekesch hätte am 26. April ihre Konfirmation in St. Peter in Nürnberg gerne gefeiert. "Ich finde es einerseits sehr schade, allerdings bin ich auf froh, dass die Konfirmation verschoben wurde, da viele Aktionen, die für die Konfirmation sehr wichtig sind, aufgrund des Virus leider nicht mehr stattfinden konnten", sagt die 13-Jährige. Dank eines neuen Termins - entweder der 13. September oder erst im April nächsten Jahres - habe man nun noch genug Zeit.

In St. Leonhard-Schweinau Nürnberg hätten eigentlich am Wochenende 25./26. April 32 Mädchen und Jungen Konfirmation gefeiert. "Die Angehörigen haben uns um Klarheit gebeten und wollen nicht, dass die Feier womöglich nur im ganz kleinen Kreis und ohne Abendmahl stattfinden kann", erklärt Pfarrer Thomas Kurz. Bevor ein Ausweichtermin festgelegt wird, wolle man zunächst die Entwicklung der nächsten Wochen abwarten.

Konfirmation abgesagt

Auch die Konfirmation am 26. April in der Nürnberger Kirchengemeinde Seeleinsbühl-Leyh wurde abgesagt. Es betrifft 16 Konfirmanden, ein neuer Termin ist noch nicht vereinbart. Noch ein anderes Problem hat Pfarrer Heinrich Tauber, der bald in die Freistellung der Altersteilzeit geht."Deshalb steht noch nicht fest, wer die Konfirmation dann hält und die Konfis bis dato betreut. Und: Kann meine Verabschiedung am 28.6. beim Gemeindefest stattfinden?"

In der Lutherkirche Nürnberg wurde die Konfirmationsfeier vom 26. April auf den 27. September verschoben. Die Arbeit läuft in Kooperation mit St. Markus und St. Paul. "Die Familien bekommen über WhatsApp jeden Morgen ein "Tageslicht", einen kleinen geistlichen Impuls mit Foto, den Pfarrerin Silvia Wagner erstellt", erklärt Pfarrerin Christiane Assel. Die Jubelkonfirmation wurde ins nächste Jahr verschoben.

Was passiert in Fürth?

St. Peter und Paul Poppenreuth verschiebt die Feier für die rund 30 Konfirmanden auf das letzte Septemberwochenende. Die Konfis erhalten zum Tag ihrer geplanten Konfirmation eine Postkarte. "Darüber hinaus werden wir sicherlich versuchen, den Jahrgang  mindestens noch einmal in der Zwischenzeit zu versammeln", meint Pfarrer Benedikt Bruder.

Der 28. Juni steht als Ersatztermin für die Konfirmation von zwölf Mädchen und Jungen in der Gemeinde St. Matthäus in Fürth-Vach. Da wir am Ende der Konfizeit angekommen sind und auch unsere Freizeit noch abhalten konnten, ist keine weitere Begleitung nötig. Natürlich sind wir mit den Eltern in ständigem Kontakt per Mail und informieren über die jeweilige Situation", meint Pfarrer Julian Deusing. Es werde gemeinsam versucht, eine für alle gute Lösung zu finden.

"Menschen haben Ernst der Lage verstanden"

"Überhaupt habe ich das Gefühl, dass hier in der Region die Menschen den Ernst der Lage verstanden haben und dennoch nicht in Panik verfallen. Ich habe sogar noch Klopapier in den Supermärkten entdeckt", lacht Deusing.

Fast ausschließlich haben die Eltern die Nachricht der Absage der für den 26. April geplanten Konfirmation begrüßt, weil sie nun auch eine Planungssicherheit haben, meint Berthold Kreile, Pfarrer von St. Markus aus Oberasbach.

Auch in der evangelischen Kirchengemeinde in Roßtal fällt jetzt vieles weg: Jesuitenpater Jörg Alt oder der katholische Studentenpfarrer Burkhard Hose wären gekommen, das traditionelle Fastenessen mit weit mehr als 200 Gästen findet ebenso wenig statt wie das Osterfeuer auf dem Buttendorfer Festplatz. "Unsere knapp 40 Konfirmanden haben die Wahl zwischen drei Ersatzterminen im Juli, August und September und wählen sich gerade einen Termin", berichtet Pfarrer Jörn Künne.

Konfirmationen im Dekanat Erlangen

Noch gibt es in Kalchreuth keinen vereinbarten Ersatztermin. Pfarrer Christoph Thiele schlägt aber vor, den Termin der Konfirmation in einem Jahr mit zu nutzen. "Dies ist gut machbar, weil es heuer acht, im kommenden Jahr fünf Konfirmanden sind", schreibt Thiele in einer Mitteilung an die Eltern. Er würde dann mit dem Jahrgang 2020 noch einmal vier Wochen vorher zur Vorbereitung zusammen kommen.

Da man mit dem Programm durch sei und der Kreis mit neun Konfirmanden in Aurachtal und zwei in Oberreichenbach klein ist, gab es seitens Pfarrer Peter Söder wegen der Absage der Konfirmation bisher lediglich Kontakt per E-Mail und ein Schreiben an die Eltern und Konfis. "Jeder hat es verstanden. Wichtig war allen, die reagierten, dass es eine richtige Konfirmation gibt, wenn es wieder geht", meint Söder.

Droht erneute Verschiebung?

Als das Betretungsverbot für Schulen und KiTas kam, hat man an der Erlanger Johanneskirche zwei Tage lang überlegt und die Konfirmation für rund 20 Kinder auf den vom 26. April auf den 19. Juli verlegt. "Mittlerweile bin ich mir nicht sicher, ob wir nicht nochmal verschieben sollten" zeigt sich Pfarrerin Bianca Schnupp verunsichert. Bereits geplant war ein aufwändiger Vorstellungsgottesdienst mit einem Anspiel zur Josefs-Geschichte als Abschluss der Reihe des familienfreundlichen "Schatzinselgottesdiensts" und der erste Auftritt der Konfi-Band.

In der Neustädter Kirchengemeinde Erlangens findet die Konfirmandenarbeit im engen Schulterschluss mit der Altstädter Kirchengemeinde. Die Neustädter Pfarrerin Stefanie Stock zeichnet die Fragen im Zuge der Corona-Krise nach: Lassen sich die kelchförmigen Teelichthalter aus Glas gut zu Einzelkelchen umfunktionieren? Feiern wir nur mit den Konfirmanden Abendmahl, um die Ansteckung gering zu halten? Nehmen wir kleine Zangen zum Verteilen des Brotes?

"Ich schmiedetet Pläne, wie die Konfirmation bei einer verschärften Lage doch noch stattfinden könnte: Die Gruppe auf zwei bis vier Gruppen aufteilen? Wenn immer nur zwei Familien zusammen sitzen, vermindert das die Infektionsgefahr enorm", erinnert sich Stock. Doch die Eltern reagierten unterschiedlich auf die Vorschläge aus dem Pfarramt.

Verschiebung in den September

Die Pfarrerin bot an, mehrere kleinere Konfi-Gottesdienste, Einzelkonfirmationen oder eine Konfirmation mit nur den Konfirmanden und den Eltern ohne Großfamilie zu halten. "Diese Ideen waren zu dem Zeitpunkt vor der Kontaktsperre noch denkbar", sagt Stock. In den Gesprächen wurden weitere Fragen aufgeworfen. Gibt es zu einem späteren Zeitpunkt noch ein freies Restaurant? Passen die gekauften Kleider dann noch? Letztlich rückten Eltern und Pfarrerin eng zusammen und einigten sich auf den 13. September. Ein langwieriger Prozess, aus dem die Pfarrerin aber zuversichtlich herausgeht. "Bei der Konfirmation geht es um Menschen – nicht um einen hergebrachten Vollzug, einen Akt, den wir einfach so tun", sagt sie.

Kollege Jacek Kikut von der Altstadtgemeinde hat sich mit den Eltern auf den 20. September als Konfirmationstermin geeinigt. Am Palmsonntag soll ein YouTube-Gottesdienst mit Schwerpunkt Konfirmation im Netz gezeigt werden, bis zum September werden verschiedene Aktionen der Jugend für die Konfis zum Mitmachen offenstehen. "Schade wäre, wenn die aktuellen Corona-Maßnahmen über Mai hinausgingen, dann müsste unsere Freizeit entfallen oder verschoben werden", sagt Kikut.

Was den Pfarrer derzeit Hoffnung bringt, ist ein spürbares  "Wir-Gefühl" und schöne, unerwartete Erlebnisse: "Ich erreichte eine Familie, die bisher bezüglich der Konfirmation ihrer Tochter, die eine Behinderung hat, unschlüssig bis abgeneigt waren. Das persönliche Gespräch führte zur Überlegung sie doch noch in den Konfikurs aufzunehmen."

Als Ersatz-Termin für die fünf Konfirmanden hat man in der Egidiengemeinde Eltersdorf das Gemeindefest Ende Juni vorgesehen. "Wir nutzen mit Beginn der dritten Klasse Social Media, um im Kontakt zu bleiben. Außerdem haben wir eine Challenge gestartet: Wer bemalt Ostereier mit dem schönsten, originellsten oder christlichsten Motiv?", erklärt Pfarrer Christian Schmidt.

Noch keinen neuen Termin hat Pfarrer Christoph Rupprecht von St. Maria-Magdalena aus Erlangen-Tennenlohe in petto. Der Konfi-Unterricht für die 13 Kinder findet weiter als WhatsApp Chat statt.

"Dann dauert unsere Konfi-Zeit eben ein bisschen länger"

Im Kirchenvorstand Roth habe man beschlossen, die Lage für einen neuen Konfirmationstermin erst im Mai neu zu bewerten. Knapp 50 Konfis sind betroffen, drei Festgottesdienste zur Konfirmation auf unbestimmte Zeit verschoben. Eine Jugendliche habe laut Mitglied Paul Krauss den Optimismus gut auf den Punkt gebracht: "Dann dauert unsere Konfi-Zeit eben ein bisschen länger. Es gibt wirklich Schlimmeres".

Die Kommunikation wurde wir auf WhatsApp und Instagram verlagert, wo selbst-produzierte Videos hochgeladen werden, die vor der Corona-Zeit gedreht wurden. "Unsere #Konfluencer melden sich immer wieder zu Wort, wir tauschen uns aus über diese ungewöhnliche Zeit und wollen uns gegenseitig Mut machen", meint Krauss. Man erreiche nicht nur die "Stammkundschaft", sondern Menschen, die das spirituelle Angebot bislang kaum wahrgenommen haben.

"Ein kurzer Impuls macht Mut, ganz ohne großes Zutun. Ich klicke, höre und freue mich – einfach so, ohne das Haus zu verlassen", erklärt Krauss.

Kreative Ideen

Eine Konfirmandin schrieb Pfarrerin Elisabeth Düfel, das einzig Gute an der Situation sei, dass so die Vorfreude auf die Konfirmation noch länger dauert. "Ein schöner Gedanke, wie ich finde", freut sich Düfel. Die  Verantwortlichen haben jetzt die Idee einer Familie aufgenommen und im Kontakt mit den beiden Seniorenheimen der Stadt ausgemacht, dass die Konfis Briefe an Bewohner der Seniorenheime schreiben, die das Pflegepersonal ihnen dann vorliest.

"Die Resonanz seitens des Personals war total positiv, dass Jugendliche in dieser Situation an alte Menschen denken, die jetzt in den Einrichtungen sehr einsam sind, weil sie keinen Besuch bekommen können", meint die Pfarrerin.

Diese Zeiten ließ kreative Ideen entstehen, die vielleicht auch in Zukunft weitergeführt werden können.

Eine App zum Bibellesen

39 Konfirmanden warten in der Pfarrei Schnaittach-Osternohe noch auf einen neuen Termin. Pfarrer Jonathan Steensen hat im jüngsten Gemeindebrief den Konfis und ihren Eltern eine App zum Bibellesen und einen Live-Stream für Verkündigung für Jugendliche empfohlen.

Die Jugendleiterin bietet den Jugendlichen an, sich bei ihr zu melden, um tägliche Challenges und geistliche Impulse geschickt zu bekommen. "Wir haben eine Liste mit christlichen Musik-, Playlist- und Podcast-Tipps von unseren Mitarbeitern und mir als für die Konfi-Arbeit verantwortlichem Pfarrer für unsere Konfis zusammengestellt", sagt Steensen.

Konfirmationen im Dekanat Schwabach

In Kammerstein hätte die Konfirmation Palmsonntag stattfinden sollen und wurde im großen Einvernehmen der Familien auf den Reformationstag verschoben. Hier sind neun Kinder betroffen, darunter auch das von Pfarrer Stefan Merz. Aktionen zur Begleitung der Konfis bis dahin sind in Planung. So wolle man versuchen, die ausfallende Osternacht als  Pfingstnacht nachzuholen. Aktuell in Arbeit sind tägliche Online-Kurzandachten von den Pfarrern, aber auch von Konfis, die etwas zu ihren Konfirmationssprüchen sagen werden.

In Katzwang wurden die ersten beiden Wochenenden nach den Sommerferien als Ersatztermine angedacht. Laut Pfarrer Joachim Nötzig soll es für die Zwischenzeit zwei zusätzliche Konfirmandentage an Samstagen geben. "Einige Konfis haben sich auch bereit erklärt, Einkäufe oder ähnliches für ältere Menschen zu übernehmen", freut sich Nötzig. Ansonsten halte man über die sozialen Medien den Kontakt. "Wie sich das weiter entwickeln wird, erwarte ich mit Spannung.

Jedenfalls ist der Kontakt darüber mit einigen Eltern intensiver geworden", sagt der Pfarrer.

"Das ist christliche Nächstenliebe"

Pfarrerin Felizitas Böcher aus Barthelmesaurach will die elf Kinder entweder am Reformationstag oder am Erntedank-Sonntag konfirmieren. "Da so ziemlich jeder ältere Verwandte hat, gibt es in Barthelmesaurach eine entschlossene Zustimmung, weil hier jeder entschlossen zu sein scheint, auf den anderen Rücksicht zu nehmen", meint sie. Es gebe große Emotionen wie Hilflosigkeit, Verunsicherung und Angst, aber die Menschen seien bereit, sich an die Regeln zu halten. "Das ist christliche Nächstenliebe, und wenn wir die Nachrichten der vergangenen Monate und Jahre durchgehen ist es durchaus überraschend und höchst erfreulich, dass das in unserer Gesellschaft noch so gut funktioniert", sagt Böcher.

Was die abgesagten Veranstaltungen angeht, wolle man nichts einfach untern den Tisch fallen lassen. Für den Karfreitag habe man im Kirchenvorstand die Idee eines "gemeinsamen Gebetes in der Ferne" entwickelt: Jeder betet um 15 Uhr von daheim und stellt dabei eine Kerze ins Fenster. "Ich mache das ebenfalls und zünde eine Kerze in der Kirche an. So beten wir alle gemeinsam und dennoch im Schutz der eigenen vier Wände", meint die Pfarrerin. Zu alle solchen Aktionen bekommen die Menschen in Barthelmesaurach demnächst noch Informationen per Post.

Auch Konfirmandenwochenende verschoben

In Schwabach St. Martin wurde die für das letzte April-Wochenende geplante Konfirmation für für rund 50 Mädchen und Jungen auf das zweite im Oktober verschoben. Das für das Ende März geplante Konfirmandenwochenende soll am letzten Wochenende im September nachgeholt werden, sofern man ein Selbstversorgerhaus oder Jugendtagungsstätte findet. "Eventuell entwickeln die Konfirmanden noch etwas online", sagt Pfarrer Paul-Hermann Zellfelder.

In der Gethsemanekirche Schwabach betrifft die Absage der Konfirmation 17 junge Menschen. Die Familien hatten schon mit der Absage gerechnet. "Allerdings ist für die Jugendlichen schon ein bisschen die Luft raus. Sie waren ja gerade auf der Zielgeraden und freuten sich, dass sie nun ihr Fest haben", bedauert Pfarrerin Andrea Jülich. Es gibt etliche schöne Projekte, die zunächst einmal verschoben werden oder ganz abgesagt sind, darunter ein Gospel-Workshop, ein Jugendgottesdienst, die Osterübernachtung für Jugendliche oder ein Feierabendmahl an Gründonnerstag.

Noch keine Ersatz-Termine gibt es in Schwabach-Dietersdorf noch nicht für die 15 Kinder. Im Grunde herrsche Erleichterung, dass man jetzt nicht auch noch eine Konfirmation organisieren muss, meint Pfarrerin Renate Schindelbauer. Viele wünschen sich, dass sie wirklich festlich und mit vielen Menschen die Konfirmation feiern. "Lieber später als nur in der engsten Familie", sei der Tenor gewesen.

Eigentlich sollte die Konfirmandenvorstellung in Wolkersdorf am 29. März im einem Gottesdienst stattfinden, der von Pfarrer Thorsten Wolff und den Konfirmanden gemeinsam gestaltet werden sollte. "Darauf mussten wir aus bekannten Gründen verzichten. Dennoch wollen wir die diesjährigen 17 Konfirmanden vorstellen", sagt Pfarrerin Katharina Wolff. Dies tue man sowohl auf der Website www.christophoruskirche-wolkersdorf.de als auch auf gestalteten Ständern vor der Kirche in Wolkersdorf.

Die Konfirmanden haben zusammen mit der Patchworkgruppe Wolkersdorf ihre eigenen Kreuze mit Stoff gestaltet, sich Gedanken zu ihren Konfirmationssprüchen gemacht und diese schriftlich festgehalten. Auch erzählen sie von ihren Erfahrungen im zu Ende gehenden Konfirmandenunterricht und dem Kennenlernen der Gemeinde. In verschiedenen Praktika haben sie erlebt, was alles zu einer Gemeinschaft der Christen gehören kann.  

Wie gehen die Katholiken mit der Situation um?

Nicht zu vergessen: Auch die katholischen Mitchristen mussten ihre Kommunionfeiern absagen. Am 23. März hatten die leitenden Pfarrer im Seelsorgebereich Nürnberg Mitte - Nord - West zusammen mit dem Dekan und Stadtdekan beschlossen, dass alle Erstkommunionfeiern bis einschließlich 31. Mai abzusagen sind. Dies gilt für die Pfarreien, die zum Bistum Eichstätt und zum Erzbistum Bamberg gehören, in gleicher Weise.

"Da die Erstkommunionvorbereitung in den Gemeinden nicht überall gleich abläuft, ist auch die Begleitung der Familien vor Ort in dieser Zeit individuell. Dies bietet aber auch die Möglichkeit ganz kreativ zu werden, Kirche kann hier neue Wege finden, wie sie mit Gemeindemitgliedern in Kontakt kommt", erklärt Gemeindereferentin Lena Neidlein. In den Gemeinden St. Anton, St. Michael und St. Ulrich beispielsweise kämmen die Gemeinschaftstage zu den Kindern nach Hause.

Die Inhalte der Erstkommunionvorbereitung wurden hier so aufgearbeitet, dass ein kleines Heft mit Geschichten, Rätseln, Rezepten, Gebeten und einer kleinen Basteleinheit nun die Familien daheim einlädt, die Inhalte der Erstkommunionvorbereitung im Rahmen der Familie zu entdecken. Ganz nach dem Motto: Wenn du nicht in die Kirche kommen kannst, dann kommt die Kirche eben zu dir!

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Sonntagsblatt