27.05.2018
Gemeinde digital

Pfarrer Gerhard Beck organisiert Neunburger Gemeindeleben über eine App

Rund 57 Millionen Menschen in Deutschland besitzen ein Smartphone: Ohne Handy und Internet geht heute fast gar nichts mehr - auch nicht in der Kirchengemeinde. Deshalb hat Pfarrer Gerhard Beck aus Neunburg vorm Wald (Kreis Schwandorf) eine App entwickeln lassen.
Pfarrer Gerhard Beck mit seiner neuen App.
 Begeistert von der neuen App: Pfarrer Gerhard Beck.

Der gute alte Schaukasten hat zwar nicht ausgedient, er hängt nach wie vor beim Eingang der Versöhnungskirche in Neunburg. Doch Pfarrer Gerhard Beck muss leider feststellen: "So oft blicken die Gemeindemitglieder nicht auf den Schaukasten. Der Gemeindebrief erscheint auch nur alle drei Monate."

Wie erreicht man also heutzutage die Menschen, die Sonntag nicht im Gottesdienst sitzen? Mit dieser Frage beschäftigt sich Beck schon länger. Auch die Idee zu einer App fürs Smartphone schwebt dem evangelischen Pfarrer schon längere Zeit vor. Zum einen, weil er seine Konfirmanden schnell erreichen möchte – und WhatsApp für ihn aus Datenschutz-Gründen nicht unbedingt die optimale Lösung ist –, und zum zweiten, weil er seine Gemeindemitglieder zum Beispiel über das Thema seiner Predigt am kommenden Sonntag informieren möchte.

Gerhard Beck startet App "Evangelisch in Neunburg"

"Vor Kurzem habe ich dann eine Professorin aus Würzburg kennengelernt. Die gab mir den Tipp, einmal bei www.mycommuni.de reinzuklicken", sagt Gerhard Beck weiter. Dieses Unternehmen erstellt Apps für Gemeinden, Vereine, Jugendgruppen und eben auch Kirchengemeinden. "Knapp vier Wochen hat das Ganze gedauert – und nun haben wir seit Ostern die App 'Evangelisch in Neunburg'", stellt der Pfarrer die Anwendung vor.

Erhältlich ist die App im Google Playstore und im Apple Appstore. Wer kein Smartphone besitzt und trotzdem am Gemeindeleben der evangelischen Kirche Neunburg teilnehmen möchte, kann im Internet unter http://app.neunburg-evangelisch.de mitlesen.

Vorteile der App

"Man kann sich registrieren, muss aber nicht", erklärt Beck. Doch wer angemeldet ist, kann aktiv mitwirken. Die App besteht aus vier Kategorien: Mit ihr können Termine bekannt gegeben, private Chats gestartet, Empfehlungen ausgesprochen und Gesuche gestellt werden. Pfarrer Beck ist sichtlich erfreut über die neue Smartphone-Anwendung: "Wenn in der Kategorie ›Termine‹ zum Beispiel ein Ausflug geplant ist, können aktive App-Nutzer ein Gespräch starten und sich gegenseitig helfen, eine Fahrgemeinschaft zu bilden."

Die neue App "Evangelisch in Neunburg" soll nun ein Jahr lang getestet werden. Kommt sie bei den Nutzern gut an, soll es sie auch darüber hinaus geben. Doch im Moment sieht alles sehr erfolgversprechend aus. Gerhard Beck kann sich nicht beklagen: "Letztens habe ich für den Religionsunterricht spontan 15 leere Klopapier-Rollen gebraucht. Doch wer hat schon so viele leere Rollen auf Lager?", lacht Beck. "Ich habe schließlich in der App mein Problem dargestellt – nur 30 Minuten später stand ein Gemeindemitglied vor dem Pfarramt und brachte mir 15 leere Klopapier-Rollen. Ein sehr lustiges Erlebnis dank 'Evangelisch in Neunburg'."

Wo kann ich die App "Evangelisch in Neunburg" runterladen?

Pfarrer Gerhard Beck aus Neunburg vorm Wald (Telefon: (09672)9 13 50) hat die App "Evangelisch in Neunburg" entwickeln lassen. Es gibt sie im Google Playstore, im Apple Store und im Internet unter http://app.neunburg-evangelisch.de.

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