München (epd). Die bayerische Landeskirche schreibt zum sechsten Mal ihren Argula-von-Grumbach-Preis zum Thema "Fluchterfahrungen von Frauen" aus. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis habe das Ziel, das Bewusstsein für Chancengerechtigkeit und die Gleichstellung von Frauen und Männern zu fördern, teilte die Landeskirche am Freitag mit. Eingereicht werden können Beiträge in der Kategorie Text, beispielsweise als Aufsätze, Erzählungen und wissenschaftliche Studien, oder digitale Formate wie Podcasts und Videos.

Der Wettbewerb wolle Arbeiten anregen, die sich besonders dem Schicksal der Frauen zuwenden und deren Geschichte erzählen. Im Rahmen des Wettbewerbs könnten sowohl aktuelle als auch historische Themen oder biblische Geschichten behandelt werden. Dabei sollten ein Bezug zur evangelischen Kirche oder christliche, ökumenische oder interreligiöse Aspekte klar zum Ausdruck kommen. Einsendeschluss ist in gut einem Jahr, am 6. Januar 2023.

Der Preis ist nach der bayerischen Reformatorin Argula von Grumbach benannt, die im frühen 16. Jahrhundert mit zahlreichen Flugschriften für die lutherische Lehre eintrat. Sie setzte sich als erste Frau überhaupt für religiöse Toleranz und die Erneuerung der Kirche ein. (00/3798/21.02.2109)