5.01.2018
Dreikönigsfest

Heilige Drei Könige, Epiphanias, Heiligabend - am 6. Januar feiern Christen ganz unterschiedliche Feste. Warum das so ist - und was genau sie feiern.
Die Heiligen Drei Könige auf dem Weg nach Bethlehem
Die Heiligen Drei Könige auf dem Weg nach Bethlehem.

Am 6. Januar feiern Katholiken den Besuch der Heiligen Drei Könige an der Krippe des neugeborenen Jesus in Bethlehem. Der biblischen Erzählung im Matthäus-Evangelium (2,1-12) zufolge sahen sie einen neuen, hellen Stern am Himmel und folgten ihm, weil sie vermuteten, dass ein neuer König geboren worden war. Der Stern von Bethlehem führte sie zu Maria und dem kleinen Jesus, den sie als besondere Person erkannten, anbeteten und beschenkten.

Ob die drei Männer tatsächlich Könige waren, ist nicht geklärt. In der Bibel werden sie lediglich als »Weise« oder »Sterndeuter« bezeichnet. Die Bezeichnung »Könige« entstand vermutlich, weil sie kostbare Geschenke wie Gold, Weihrauch und Myrrhe im Gepäck hatten. Im 8. Jahrhundert erhielten sie zudem die Namen Kaspar, Melchior und Balthasar. Letzterem wurde später eine schwarze Hautfarbe zugesprochen.

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Sternsinger verkleiden sich als Heilige Drei Könige

Um an die drei Männer zu erinnern, verkleiden sich am 6. Januar Hunderttausende Kinder und Jugendliche in Deutschland und ziehen als Sternsinger in den Städten und Dörfern von Haus zu Haus. Dort sammeln sie Spenden für bedürftige Kinder in aller Welt. Außerdem schreiben sie zum Schutz mit Kreide die aktuelle Jahreszahl und »C+M+B« an die Türen. Die Buchstaben stehen für »Christus mansionem benedicat«, was übersetzt »Christus segne dieses Haus« bedeutet.

In Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt ist das Dreikönigsfest gesetzlicher Feiertag. In allen anderen Bundesländern müssen die Erwachsenen zur Arbeit und die Kinder in Schule gehen. 

Epiphanias ältestes christliches Fest

In der evangelischen Kirche wird der 6. Januar Epiphanias genannt. Der Begriff bedeutet, abgeleitet vom griechischen Wort »epiphaneia«, so viel wie »Erscheinung«. Die Gläubigen erinnern vor allem daran, dass Gott durch seinen Sohn Jesus in der Welt erschienen ist. Epiphanias ist eines der ältetest christlichen Feste und beendet die Weihnachtszeit.

In vielen orthodoxen Kirchen wird an diesem Tag aufgrund einer anderen Kalenderrechnung stattdessen Heiligabend gefeiert.

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