24.05.2017
36. Evangelischer Kirchentag in Berlin

Mein erstes Mal...auf dem Kirchentag

Mein erstes Mal ... auf dem Kirchentag in Berlin: Chefredakteurin Claudia Dinges erzählt uns in ihrem Blog, wie sie den Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) in Berlin erlebt.

Mein erstes Mal… auf dem Kirchentag

Hallo, ich bin Claudia und wohne mit meinem Mann in Sauerlach bei München. Seit fast zwei Jahren bin ich beim Evangelischen Presseverband für Bayern e.V. und leite dort die Evangelische Funk-Agentur und das Evangelische Fernsehen. Und jetzt stürze ich mich in mein größtes Abenteuer… den 36. Evangelischen Kirchentag in Berlin:

Fünfhundert Seiten Programm...

Ganz ehrlich, so unter uns, ich bin aufgeregt und sehr gespannt, was mich da erwarten wird. Vor mir liegt das über fünfhundert Seiten starke Programmheft in Berlin und Wittenberg, was mich ehrlich gesagt ein bißchen überfordert. Wo gehe ich hin? Was schaue mich mir an? Was muss ich unbedingt miterleben? Ihr werdet es erfahren – in den nächsten Tagen in diesem Blog. Denn Schlaf wird völlig überbewertet.

Mit dem Rollkoffer durch Berlin

Die berühmt-berüchtigte Berliner Luft ist schwül-warm. Meine Kollegin meinte, pack' dir nur Sommerklamotten ein, denn zum Kirchentag ist immer gutes Wetter. Sie wird wohl recht behalten. Es wird heiß. Mit Bus, Bahn und meinem schweren Rollkoffer habe ich mich zur Messe durchgekämpft, Eingang Süd, etliche Treppenstufen, dann stehe ich endlich in Halle 6.3. vorm Pressecounter:

»Du siehst mich«: Das Motto des Kirchentags

Die Hallen füllen sich langsam, die letzten Stände werden noch aufgebaut, Pappe liegt auf den Böden zum Schutz vor den weißen Farbeimern, leere Kaffeetassen stehen rum, es war wohl eine lange Nacht für alle Mitarbeiter des Kirchentages, damit alles perfekt bereitet ist für uns – für rund 100.000 Besucher. Für mich sind die Formalitäten erledigt, das heißt im Journalisten-Jargon: Ich bin akkreditiert – voilà – der Kirchentag kann beginnen:

 

Bevor's losgeht beim Kirchentag: Generalprobe der Bundeswehr-Big-Band am Mittwochnachmittag auf dem Berliner Gendarmenmarkt.

 

Siehst du mich?

Ich bin gut vorbereitet auf den Event: Stadtplan, Liederbuch, S-Bahn-Ticket, Sonnencreme, Handy-Powerbank, Wasserflasche und unglaubliche Vorfreude, auf das, was mich die kommenden Tage erwartet. Eines ist schon jetzt sicher: Ich werde viiiieeelll laufen, wie gut, dass ich meine Turnschuhe dabei habe. Wie die Weltausstellung in Wittenberg wohl aussieht? Und das Rote Sofa, auf dem ich ein paar Interviews mit Prominenten führen werde? Einer meiner Gesprächspartner ist am Freitag (26. Mai, 12.30 Uhr) Gregor Gysi von der Partei der Linken. Die Frankfurter Rundschau hat ihn ebenfalls befragt und weist auf unser Rotes Sofa hin.

Auf geht’s ins Abenteuer Kirchentag

Heute auf dem Programm: bayerische Kirchentags-Teilnehmer treffen, der große Eröffnungsgottesdienst vor dem Reichstag und dem Brandenburger Tor und der Abend der Begegnung mitten in Berlin. Gemeinsam Beten und Singen mit tausenden von Menschen - wie wird das sein? Bisher hab ich das doch immer nur für mich allein oder in der Kirche gemacht.

Ach ja - und morgen treffe ich übrigens Ex-US-Präsident Barack Obama auf dem Kirchentag... ich berichte!  Und auf das Rote Sofa freue ich mich auch schon.

 

Ziemlich beste Freunde: Claudia Dinges mit Martin Luther.
Ziemlich beste Freunde: Claudia Dinges mit Martin Luther.
Ruhe vor dem Sturm: Kirchentagshelfer auf dem Berliner Gendarmenmarkt.
Ruhe vor dem Sturm: Kirchentagshelfer auf dem Berliner Gendarmenmarkt.
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