14.09.2019
Fuggerei

Augsburger Fuggerei eröffnet zwei neue Museen

Die Fuggerei ist die älteste bestehende Sozialsiedlung der Welt, eine Stadt in der Stadt mit 67 Häusern und 142 Wohnungen sowie einer eigenen Kirche. Nun gibt es dort zwei neue Museen.
Fuggerei Augsburg
Herrengasse der Fuggerei in Augsburg.

In der ältesten noch bestehenden Sozialsiedlung der Welt gibt es zwei neue Museen. Die Häuser befinden sich in der Ochsengasse 46 und 47 der historischen Sozialsiedlung.

"Hauptprotagonisten" der Museen seien die Fuggerei-Bewohner selbst, erklärte die Fuggerei. So könnten Besucher im "Museum der Bewohner" erfahren, welche persönlichen Geschichten die Menschen in der Fuggerei mitbringen und wie die Gemeinschaft in der Sozialsiedlung funktioniert. Das "Museum des Alltags" veranschauliche überdies, wie sich das Wohnen und Leben in der Fuggerei und die Bedürftigkeit in der Gesellschaft in den vergangenen 70 Jahren verändert habe.

Die Augsburger Fuggerei ist knapp 500 Jahre alt. Sie wurde von Jakob Fugger dem "Reichen" 1521 gestiftet. In den rund 140 Häusern leben noch heute rund 150 Augsburger katholischen Glaubens. Sie bezahlen 88 Cent Kaltmiete pro Jahr – ein symbolischer Preis, der dem damaligen Wert des Rheinischen Guldens entspricht. Wer in der Fuggerei wohnt, muss außerdem täglich drei Gebete sprechen: das Vaterunser, das Glaubensbekenntnis und das Ave Maria.

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