18.11.2018
Bayerische Landessynode 2018

Live von der Herbstsynode: Wir berichten für Sie aus Garmisch-Partenkirchen

Vom 25. bis 29. November 2018 kommt das Parlament der bayerischen evangelischen Landeskirche in Garmisch-Partenkirchen zusammen. Im Mittelpunkt der Herbsttagung stehen die kirchlichen Finanzen. Dank der guten Konjunktur erwarten die 108 Synodalen erfreuliche Zahlen. Aber was bedeutet das konkret für die nahe Zukunft der Kirche in Bayern und Ihrer Gemeinde vor Ort? Unser multimediales Reporter-Team berichtet auf diesen Kanälen für Sie live von der Landessynode.
Herbstsynode 2018 Garmisch EPV vor Ort

Die Herbsttagung 2018 der Landessynode im oberbayerischen Garmisch-Partenkirchen können Sie über verschiedene Kanäle verfolgen:

Social Media im Internet und vor Ort

Wir berichten live von der Synode in den sozialen Medien:

Facebook: www.facebook.com/sonntagsblatt.bayern/

Instagram: www.instagram.com/sonntagsblatt/

Twitter: www.twitter.com/sonntagsblatt

Diskutieren Sie mit über Beratungen und Beschlüsse auf Facebook, Twitter und Instagram mit dem Hashtag #elkbsynode - unsere Beiträge finden Sie unter #sonntagsblatt.

Landeskirche sendet live

Die Plenarsitzungen der Landessynode können ab Montag 9 Uhr im Livestream verfolgt werden: www.youtube.com/user/bayernevangelisch

Geplant sind Übertragungen aller öffentlichen Beratungen im Plenum von Montag bis Donnerstag jeweils ab 9 Uhr und Mittwoch ab 17 Uhr sowie der Pressekonferenz am Montag um 13.15 Uhr. Redemanuskripte und Beschlüsse der Synode finden Sie auf landessynode.bayern-evangelisch.de.

Die Programm-Highlights der Herbstsynode

Sonntag, 25. November: Auftakt-Gottesdienst um 18 Uhr in der Johanneskirche mit Predigt des Theologischen Referenten der Landessynode, Ralf Frisch

Montag, 26. November: Beginn der öffentlichen Plenarberatungen mit einer Eröffnungsansprache der Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel. Anschließend folgen der Rechenschaftsbericht des Landessynodalausschusses sowie der Bericht des Landesbischofs Heinrich Bedford-Strohm. Montagabend berichtet Oberkirchenrat Detlev Bierbaum über den Stand des Projekts "RU 2026 – Weiterentwicklung des evangelischen Religionsunterrichts".

Dienstag, 27. November: Friedensimpuls im Kurpark um 9 Uhr. Zurück im Kongresshaus stellen die Abteilungsleiter im Landeskirchenamt ihre Berichte vor. Um 11.30 Uhr erwartet die Landessynode einen Bericht der Projektleitung des Reformprozesses "Profil und Konzentration" (PuK). Am Nachmittag stellt die Stellvertretende Landesbischöfin Susanne Breit-Keßler ihren Bericht im Plenum vor. Um 18.15 Uhr präsentieren Oberkirchenrat Detlev Bierbaum, Thomas Zeilinger und Rainer Anselm das neue Ethik-Online-Lexikon des Netzwerks Ethik.

 

Was ist die Landessynode überhaupt?

Das griechische Wort Synode bedeutet "gemeinsamer Weg" und "Versammlung zur Beratung". Das evangelische Kirchenparlament, das zwei Mal im Jahr in unterschiedlichen bayerischen Städten zusammenkommt, bestimmt den Kurs der Evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern. Die Synodalen, in der Mehrzahl Laien, entscheiden über Personalfragen, den Haushalt und wählen den Landesbischof. Während die Herbsttagungen wie jetzt in Garmisch-Partenkirchen vor allem den kirchlichen Finanzen gewidmet sind, beschäftigt sich die Frühjahrstagung der Synode mit inhaltlichen Fragen. (Eine ausführliche Erklärung, lesen Sie hier.)

Worum geht es bei der Herbstsynode 2018 konkret?

Im vorgelegten kirchlichen Haushalt für 2019 sind Einnahmen in Höhe von knapp 960 Millionen Euro geplant, denen gut 935 Millionen Ausgaben gegenüberstehen, wie die Landeskirche mitteilte. Die gute Finanzlage ermögliche auch einen Nachtragsaushalt für 2018 von 15 Millionen Euro, der den Gemeinden und den Bereichen Pflege und Flüchtlingen zugutekommen soll. Die Kirchensteuereinnahmen für 2019 bleiben nach Aussage des kirchlichen Finanzchefs Erich Theodor Barzen stabil. Die Landeskirche geht von 792 Millionen Euro aus.

Neben dem Haushalt muss das Kirchenparlament der 2,4 Millionen bayerischen Protestanten auch über den Vorschlag entscheiden, das "Besondere Kirchgeld" abzuschaffen. Diese Steuer gilt für Ehepaare, bei denen der besser- oder alleinverdienende Partner keine Kirchensteuer zahlt, weil er beispielsweise aus der evangelischen Kirche ausgetreten oder kein Mitglied einer anderen Kirche oder Religionsgemeinschaft ist. Diese Form der Besteuerung, die der Kirche jährlich immerhin rund 13 Millionen Euro gebracht hat, war nur schwer zu vermitteln und hatte zu Irritationen und Missverständnisse geführt. Von dieser Planung ist jedoch nicht das normale Kirchgeld betroffen, das ein Prozent der Lohnsteuer beträgt und zur Finanzierung der kirchlichen Arbeit vor Ort dient, wie Kirchensprecher Michael Mädler erläuterte.

Ein weiteres Thema der Synode wird das umfassende Reformkonzept "Profil und Konzentration" (PuK) sein, mit dem die Kirche wieder mehr Menschen mit der biblischen Botschaft erreichen will. Auch ein Bericht über den evangelischen Schulunterricht steht auf dem Programm.

Dossier

Landessynode: Die Herbsttagung in Garmisch-Partenkirchen

Landessynode Garmisch-Partenkirchen

Die bayerische evangelische Landessynode tagt vom 25. bis 29. November 2018 in Garmisch-Partenkirchen. Unser Dossier mit allen Artikeln, Hintergrundinformationen und Infografiken zur Landessynode, finden Sie hier: sonntagsblatt.de/landessynode!

ShareFacebookTwitterGoogle+Share

Weitere Artikel zum Thema:

Wahlen der Synode

Plenum der Landessynode
Autor
Für evangelische Christen war Würzburg nicht immer ein gutes Pflaster. Erst das sogenannte Toleranzedikt im Jahr 1803 schuf die Grundlage für eine Gleichberechtigung der Konfessionen in der früheren Residenzstadt der katholischen Fürstbischöfe. Sie konnten nun Bürgerrechte erwerben und waren den Katholiken gleichberechtigt. Die Protestanten blieben in Würzburg stets in der Minderheit - und trotzdem spielt das evangelische Würzburg für die Gründung der heutigen bayerischen Landeskirche eine wichtige Rolle. Entscheidende Impulse für die moderne Kirchenstruktur kamen von dort, die Stadt gilt daher als "Keimzelle" der Landeskirche.

"Kirche in Bayern"

Vor mehr als 80 Jahren wurde aus den ursprünglich getrennten Orten Garmisch und Partenkirchen die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen. Die evangelischen Kirchengemeinden jedoch waren noch bis vor kurzem eigenständig. Durch Initiative der Gemeinden ist ein großer Stein ins Rollen gekommen. Und es gelang, was sich vor ein paar Jahren kaum einer vorstellen konnte.