10.04.2018
Landessynode in Schwabach

Synode Schwabach - Schwerpunkt: "Missionarisch Kirche"

"Seien wir keine Thermoskanne", wirbt Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel vor Beginn der Landessynode für eine "evangelische Energiewende": also keine Kirche, die nach innen wärmt und nach außen kalt ist. Das "Parlament" der evangelischen Landeskirche tagt von 15. bis 19. April im mittelfränkischen Schwabach zum Thema "Missonarisch Kirche". Für Preidel heißt das: Wärme ausstrahlen, Energie überfließen lassen. Oder kurz: keine Thermoskanne sein.
"Seien wir keine Thermoskanne, die nach innen wärmt und nach außen kalt ist", wirbt Synodalpräsidentin Preidel für eine "evangelische Energiewende".
"Seien wir keine Thermoskanne, die nach innen wärmt und nach außen kalt ist", wirbt Synodalpräsidentin Preidel für eine "evangelische Energiewende".

Die Frühjahrstagung der bayerischen evangelischen Landessynode steht unter dem Schwerpunktthema "Missionarisch Kirche". Die 108 Synodalen wollen sich dabei etwa der Frage widmen, was geschehen müsse, damit "Menschen mit ihren heutigen Lebens- und Sinnfragen die Kirche wieder stärker als den Ort entdecken, an dem sie Gott begegnen können", teilte die Landeskirche mit. Weitere Fragestellung sei, was die Kirche dafür tun könne, dass Menschen im Evangelium die Antwort auf ihre Lebensfragen finden. Die Tagung findet vom 15. bis 19. April im mittelfränkischen Schwabach statt.

"Seien wir keine Thermoskanne, die nur nach innen wärmt und nach außen kalt ist", warb Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel vor Beginn der Synode für eine "evangelische Energiewende": Die Kirche müsse Wärme ausstrahlen, ihre Energie "verschwenderisch überfließen und anderen zugute kommen lassen". Kirche dürfe nicht nur in ihre Selbsterhaltung investieren, betonte die Synodalpräsidentin.

Segnung gleichgeschlechtlicher Paare

Außerdem beschäftigt sich die Synode den Angaben zufolge unter anderem mit dem Thema "Segnung gleichgeschlechtlicher Paare". Hierzu liege den Synodalen der Abschlussbericht einer Arbeitsgruppe mit Vorschlägen zum weiteren Verfahren vor. Daneben soll das "Kirchenparlament" der rund 2,4 Millionen bayerischen Protestanten über die Vorsteuerung der Haushaltsplanung 2020 beschließen.

Landessynode Schwabach
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Für evangelische Christen war Würzburg nicht immer ein gutes Pflaster. Erst das sogenannte Toleranzedikt im Jahr 1803 schuf die Grundlage für eine Gleichberechtigung der Konfessionen in der früheren Residenzstadt der katholischen Fürstbischöfe. Sie konnten nun Bürgerrechte erwerben und waren den Katholiken gleichberechtigt. Die Protestanten blieben in Würzburg stets in der Minderheit - und trotzdem spielt das evangelische Würzburg für die Gründung der heutigen bayerischen Landeskirche eine wichtige Rolle. Entscheidende Impulse für die moderne Kirchenstruktur kamen von dort, die Stadt gilt daher als "Keimzelle" der Landeskirche.