15.12.2013
Landeskirche Bayern

Was die Landessynode 2014 bis 2020 erreichen sollte

Die bayerische Landessynode der Wahlperiode 2014 bis 2020 nimmt ihre Arbeit auf. Vier Synoden-Neulinge erzählen, was sie sich für die kommenden Jahre erhoffen.
Treppe Treppenhaus oben Ziel

"Strukturen, die den Menschen dienen"

"Kirche gibt es nicht um ihrer selbst willen, sie steht für jemand anderen: Christus. In seiner Nachfolge leben wir als Gemeinden und als Kirche. Ich will mitgestalten, verstehen und sehen, wie Gott uns überrascht. Es ist seine Kirche, deren Strukturen er uns anvertraut. Dafür, dass sie den Menschen dienen und Frucht tragen helfen, will ich meinen Teil tun. Offen, neugierig, kühn und gewiesen an Gottes Wort."

Norbert Roth (40), Pfarrer in St. Matthäus, München

"Kirche im ländlichen Raum"

"Ich bin von meiner Biografie her überzeugt: Viele Fragestellungen, die in der Synode auf uns zukommen, müssen auch unter der Perspektive der Kirche im ländlichen Raum betrachtet werden. Denn in der großen Fläche des ländlichen Raums sollte die Kirche bewusst präsent bleiben, und ich möchte auch in der Landessynode Signale setzen, dass die Kirche im ländlichen Raum diese Aufgabe durchaus erfüllt."

Christoph Seyler (50), Pfarrer, Gerolfingen

"Gerechtigkeit und Frieden"

"Ich wünsche mir mehr kirchliches Engagement in den Bereichen Gerechtigkeit, Frieden und Erhaltung der Schöpfung. Dazu gehören für mich Dinge wie eine Intensivierung des interreligiösen Dialogs, der Einsatz für mehr Bildungsgerechtigkeit für Kinder und der verstärkte Einsatz für Flüchtlinge. In Sachen Schöpfung müssen wir sehr grundsätzlich über unseren Umgang mit Ressourcen nachdenken."

Brigitte Wellhöfer (59), Krankenschwester, Nürnberg

"Persönliche Kontakte"

"Ganz wichtig ist mir, dass uns überschaubare Strukturen erhalten bleiben, damit wir seelsorgerische und persönliche Kontakte pflegen können. Statt auf sie zu warten, müssen wir auf die Gläubigen zugehen. Damit hängt die Wertschätzung in der Zusammenarbeit zwischen Haupt-, Neben- und Ehrenamtlichen zusammen. Bei allem ist mir das sachlich differenzierte Ringen um gemeinsame Lösungen wichtig."

Klaus Haimböck (59), Pfarrer, Wallerstein

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