Licht benötigen wir zum Leben.

Ein kurzes Flackern der Wohnzimmerlampe. Dann wird es dunkel. Auch von der Straße kommt kein Licht mehr. Keine erleuchteten Fenster in der Nachbarschaft. Draußen nur noch schwarze Nacht. Und in der Wohnung stockfinster. Stromausfall.

Ein vorsichtiges Tasten und Tappen. Bloß nirgendwo anstoßen. Auf dem Tisch steht eine Kerze. Soviel weiß ich noch.

Aber wo sind nur die Streichhölzer? Endlich finden die Finger die kleine Schachtel. Vorsichtig aufziehen, damit die Streichhölzer nicht herausfallen, falls ich die Schachtel falsch herum halte. Dann ein Streichholz mit spitzen Fingern herausholen, anzünden. Endlich wieder ein kleiner Schein in der Dunkelheit. Und dann brennt wenigstens eine Kerze.

Es ist so selbstverständlich geworden, dass wir jederzeit und überall Licht haben. Der Griff zum Lichtschalter reicht, damit es hell wird. Und auf den Straßen leuchten so viele Lichter, dass die Sterne am Himmel kaum noch eine Chance haben, gesehen und bewundert zu werden.

Mangelndes Licht ist sicher kein Problem für uns. Nicht mitten in der Nacht. Nicht im Herbst. Auch nicht im Winter.

Aber ein Stromausfall macht deutlich, wie hilflos wir ohne Licht im Dunkeln sind. Es fehlt uns die Orientierung. Wir sehen die Gefahren nicht, wo wir ins Stolpern kommen oder uns anstoßen können. Völlige Finsternis hat etwas Beklemmendes und etwas Be-ängstigendes. Und wer schon einmal versucht hat, im Dunkeln einen Kaffee und ein Stück Kuchen zu bestellen, zu bezahlen und zu essen, weiß, wie mühsam das ist und welche Konzentration das erfordert. In Nürnberg kann man das im Rahmen des Erfahrungsfelds der Sinne im Dunkelcafé ausprobieren. Ich habe großen Respekt vor Menschen, die nicht sehen können und immer in dieser Finsternis leben. Und die sich doch so sicher orientieren können.

Aber Licht benötigen wir nicht nur, um uns im Raum bewegen zu können. Und ohne großen Aufwand unseren Kaffee und Kuchen genießen zu können.

Licht benötigen wir auch für unser inneres Wohlbefinden. Und mit unserer Sprache bringen wir es zum Ausdruck. Wenn es hell und licht in uns ist, dann fühlen wir uns auf der Sonnenseite des Lebens. Unsere Stimmung ist heiter. Wir strahlen Freude aus und die Augen leuchten.

Manchmal fällt es einem erst auf, wenn das Licht fehlt. Dann ist das Herz verdunkelt, die Seele betrübt und auf dem Gemüt liegt ein Schatten.

Manche erfahren das besonders bedrängend im Herbst, wenn sich das Licht aus der Natur zurückzieht. Wenn statt helle Farben graue Wolken die Tage bestimmen, an denen es viel zu rasch wieder dunkel wird.

Andere erfahren eine trübe Stimmung ohne konkreten Anlass. Sie erleben sich freudlos. Haben keine Lust auf gar nichts. Aber sie wissen aus Erfahrung: Das vergeht auch wieder. Und oft hilft auch eine Tasse Tee und eine beschwingte Musik.

Manchmal erlebt einer auch, wie er regelrecht durch ein dunkles Tal muss. Weil die Krebsdiagnose alle Zukunftsaussichten verdunkelt. Weil die Angst vor der Operation die Seele lähmt. Weil auf einmal die Möglichkeit des Todes wie ein schwarzes Loch vor einem liegt.

Dietrich Bonhoeffer hat diese Erfahrung im Gefängnis gemacht. Und sie in ein Gebet gefasst:

Herr, in mir ist es finster, aber bei dir ist das Licht. Ich bin einsam, aber du verlässt mich nicht. Ich bin kleinmütig, aber bei dir ist Hilfe. Ich bin unruhig, aber bei dir ist der Friede. Ich verstehe deine Wege nicht, aber du weißt den Weg für mich.    (EG 841.2)

Gott – das Licht des Lebens

In mir ist es finster, aber bei dir ist das Licht. Auch die Bibel sieht bei Gott das Licht.

Gott ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Gott ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen?    (Psalm 27,1)

Was für ein tiefes Vertrauen begegnet uns hier im Psalm. Da rechnet einer fest damit, dass Gott ihm Licht ist. Und dass er mit Gott kein Unglück fürchten muss.

Viele Menschen in der Bibel sind davon überzeugt: Gott bringt Licht ins Leben, Wärme und Geborgenheit, Erkenntnis und Lebensfreude. Denn Gott wendet sich den Menschen zu. Geht ihnen nach. Lässt sie auch im Finstern nicht allein.

Manchmal fällt es mir leicht, Gott sein Lichtsein zu glauben. Wenn im Sommer die Sonne mit aller Kraft strahlt. Wenn die Natur mit ihren starken Farben mein Herz aufblühen lässt. Wenn die Vorfreude auf den Urlaub schon jetzt meine Seele erhebt.

Dann wieder fällt es mir schwer. Dann strahlt Gott nicht für mich, sondern bleibt dunkel. Weil auch das Leben mir dunkel erscheint. Gottes Licht bleibt mir manchmal verborgen. Auch Jesus, dem Gott doch besonders nahe war, hat nicht immer dieses Licht gesehen. Im Garten Gethsemane ringt er vor seinem Tod um Gottes Beistand. Und am Kreuz entschwindet ihm Gott völlig. Kein Wunder, dass die Evangelien davon berichten, wie sich eine große Finsternis über das Land legt.

Und diesen Jesus von Nazareth, der selber erlebt hat, wie Gott sich ihm verdunkelt, diesen Jesus von Nazareth lässt der Evangelist Johannes selber sagen:

Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Fins-ternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.    (Johannes 8,12)

An ihm kann die Welt Gottes Licht erkennen. Ja, in seinem Reden und Handeln scheint das Licht Gottes in die Welt hinein. Er erzählt von Gottes Liebe, die auch denen gilt, die Schuld auf sich geladen haben. Er spricht Menschen zu, dass Gott ihnen ihre Schuld vergibt. Er heilt Kranke und eröffnet ihnen damit eine neue Zukunft. Und die Evangelisten sind überzeugt: Jesus kann sich sogar dem Tod in den Weg stellen.

In diesem Jesus zeigt sich Gott als Licht der Welt. Und wer sein Leben an ihm orientiert, der tappt nicht mehr im Dunkeln, sondern hat das Licht des Lebens.

Davon ist die Bibel überzeugt. Und ich auch. Immer wieder wenigstens. Denn ich erlebe auch, wie sich andere Lichter daneben schieben und manchmal auch vordrängeln.

Eines dieser Lichter leuchtet besonders intensiv und taucht die Welt in einen bläulichen Schimmer. Der Bildschirm meines Smartphones strahlt mir entgegen. Drängt sich immer wieder auf. Es gibt neue Nachrichten. Ich schaue neugierig hinein: Jemand meldet sich bei mir. Jemand will etwas von mir. Jemand teilt mir etwas mit.

Der Blick in die Welt geht über den Bildschirm. Ich ertappe mich dabei, wie ich mich daran gewöhne: Auf ein Zeichen der Zuwendung warte. Mal schnell schauen, was die Weltlage macht.

Ist das Licht der Welt inzwischen ein Flimmern auf dem Bildschirm geworden? Das mich mit Werbung und Anzeigen nur als Konsumenten sieht und anspricht? Das mich unterhält und ablenkt? Mir vorgaukelt, dass schon alles gut ist?

Manchmal merke ich, wie diese Berieselung durch das Internet mich auch betäubt. Mich ablenkt von wichtigen Fragen. Ablenkt von Themen, die ich eigentlich klären sollte. Und mich stattdessen in einen leichten Schlummer versetzt. In dem ich nicht groß nachdenken muss. In dem die Probleme der Welt mich nicht kümmern.

Vor 200 Jahren gab es noch kein Fernsehen und kein Fernsehprogramm. Internet und Smartphone lagen noch in ferner Zukunft. Aber schon damals spricht der Schweinfurter Dichter Friedrich Rückert vom "Weltbetäubungschlummer".

Ich weiß nicht, was damals diesen Schlummer bewirkt hat. Aber offenbar kennt auch Friedrich Rückert das Gefühl, sich einlullen zu lassen, sich betäuben zu lassen, sich von den Fragen der Welt und des Lebens nicht mehr berühren zu lassen.

Für Rückert bewahrt der Weltbetäubungschlummer vor der Angst. Er bewahrt davor, Angst zu haben vor dem, was kommen könnte. Angst vor den Dunkelheiten im Leben. Und wohl auch Angst vor der Finsternis des Todes.

Und Friedrich Rückert hat ein Gedicht geschrieben. Gegen die Nacht. Gegen das Grauen. Und für das Licht:

Gekommen in die Nacht / der Welt ist Gottes Licht; / wir sind daran erwacht / und schlummern fürder nicht.
Wir schlummern fürder nicht / den Weltbetäubungsschlummer, / wir blicken wach im Licht, / aufs Nachtgrau ohne Kummer.
Wo ist der Nächte Graun? / Es ist vom Licht bezwungen; / wir blicken mit Ver-traun / ins Licht, vom Licht durchdrungen.
Dass wir durchdrungen sind / vom Lichte, dem wir dienen, / wir zeigen's dem Ge-sind / der Nacht in unseren Mienen.
In hellen Mienen macht / sich kund die Kraft des Herrn, / und wer nicht in der Nacht / kann leuchten, ist kein Stern.


Ihr seid Licht füreinander!

In hellen Mienen macht sich kund die Kraft des Herrn. Das göttliche Licht über-trägt sich. Wer sich vom Licht Gottes erleuchtet weiß, strahlt selber.

Im Matthäusevangelium sagt Jesus:

Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.
Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind.
So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.    (Matthäus 5,14-16)

"Meine Oma war eine Lichtgestalt für mich", hat eine junge Mutter beim Taufgespräch erzählt. "Weil meine Mutter wieder arbeitete, bin ich nach der Schule oft zu meiner Großmutter gegangen. Und ich habe sie immer als fröhliche und warmherzige Frau erlebt. Sie freute sich, wenn ich zu ihr kam. Sie hatte für uns gekocht und wir aßen miteinander. Und dabei erzählte ich ihr von der Schule und sie hat mir aufmerksam und interessiert zugehört. Bei meinen Eltern ging das immer schnell schnell und ich hatte den Eindruck, oft hörten sie mir nur mit halbem Ohr zu."

Die Oma ließ sich Zeit. Erzählt die Frau. Sie tröstete das Mädchen, wenn es eine schlechte Note bekommen hatte. Und wenn es etwas angestellt hatte, was durchaus manchmal vorkam, dann schimpfte sie nicht. Sondern versuchte zu verstehen, was in der kindlichen Seele vor sich ging.

Könnte ich von Lichtgestalten in meinem Leben sprechen? So beeindruckend wie diese Frau habe ich das nicht erlebt. Aber dass das Verhalten eines anderen Menschen es für mich hell machen kann, das kenne ich gut. Ich würde eher von Lichtblicken sprechen.
Einen solchen Lichtblick habe ich neulich beim Radfahren erlebt. Ich war etwas unachtsam und nahm einer anderen Radfahrerin die Vorfahrt. Um nicht zusammen zu stoßen, mussten wir beide stark abbremsen. Ich entschuldigte mich und rechnete mit einer verär-gerten Reaktion. Aber statt zu schimpfen, lächelt mich die Frau fröhlich an, meint "das kann passieren" und fährt weiter. Ihr verständnisvoller Blick, ihr Lächeln hinterlässt in meiner Seele ein Strahlen.

Immer wieder erlebe ich solche Momente, in denen für mich etwas Helles aufblitzt. Ein paar freundliche Worte mit dem Paketboten im Treppenhaus. Die Nachbarin, die von sich aus anbietet, im Urlaub die Balkonkästen zu gießen. Die Frau, die mit ihrem vollen Ein-kaufswagen vor mir an der Kasse steht und mich vorlässt, weil ich nur eine Packung Waschpulver habe. Die Kollegin, die mir eine Arbeit abnimmt, weil ich gerade so viel zu tun habe.

Da nimmt mich einer wahr. Da hat ein Mensch Verständnis für mich. Da ist einer freundlich zu mir. Da strahlt eine einfach gute Laune aus. Und es berührt mich. Es lässt ein warmes Gefühl in meiner Seele zurück. Das Leben wird für einen Moment heller.
Ihr seid das Licht der Welt. Das traut Jesus uns zu. Und ich gebe ihm recht. Immer wieder erlebe ich, wie Menschen einen Lichtblick ausstrahlen.

Aber dann werde ich stutzig. Denn mit dem "ihr" bin ja offenbar ich mit gemeint. Ich bin das Licht der Welt? Das erscheint mir dann doch mehrere Nummern zu groß. Also probie-re ich es etwas kleiner: Ich bin ein Licht für andere.

Aber immer noch erschrecke ich darüber. Werde ich dem gerecht? Natürlich hoffe ich, dass ich auch immer mal wieder dazu beitrage, dass es für jemand anderen etwas heller wird. Aber manchmal hinterlasse ich wohl auch einen Schatten bei meinem Gegenüber. Weil ich mir keine Zeit für ihn nehme. Weil ich ihm nicht gerecht werde.

Ihr seid das Licht der Welt. So automatisch funktioniert das nicht. Weil ich auf Gottes Licht vertraue, bin ich noch längst keine Leuchte. Aber ich muss mich ja auch nicht selbst zum Leuchten bringen. Und es ist ja auch nicht mein Licht, mit dem ich glänzen will. Es ist Gottes Licht, das den Menschen strahlen soll. Schön, wenn das manchmal auch durch mich gelingt. Und ich Gottes Licht nicht selber im Weg stehe, sondern das kleine Licht in mir leuchten lasse. Wie es dieses Lied besingt: "This little light of mine, I’m gonna let it shine”. Dies kleine Licht in mir, ich will es scheinen lassen.

Ihr seid das Licht für die Welt!

Ihr seid das Licht der Welt. Im Evangelium ist das zuallererst ein Satz an die Gemeinde: Ihr Christinnen und Christen seid das Licht der Welt. Das ist euer Auftrag und das ist zugleich euer Anspruch. Diesem Auftrag könnt ihr nicht entgehen, so wie die Stadt auf einem Berg nicht unbemerkt bleiben kann. Und dem Anspruch sollt ihr nicht ausweichen. Man zündet ja auch nicht eine Kerze an, um sie dann unter einen Eimer zu stellen.

Ihr strahlt etwas aus, an dem die Welt euren Glauben wahrnehmen kann. An euch werden die Menschen das Licht Gottes erkennen. Was ihr ausstrahlt in die Welt, das weist auf Gott hin.

Und? Was strahlen wir aus?

Wir sind überzeugt, dass alle Menschen Geschöpfe Gottes sind. Auf der ganzen Welt, in allen Ländern. Und wir sind überzeugt, dass wir in Gott verbunden sind mit unseren Schwestern und Brüdern überall in der Welt. Diese weltweite Verbundenheit macht an keiner Grenze halt.

Deshalb erschöpfen wir uns nicht im nationalen Egoismus. Und leiden darunter, wenn Menschen ausgegrenzt werden. Wenn ihnen ihre Würde abgesprochen wird, weil sie aus einem anderen Land stammen. Weil sie eine andere Sprache sprechen. Weil sie andere Gewohnheiten haben.

Solches Ausgrenzen fängt mit Worten an, die verletzen, abwerten, ausschließen. Und endet im schlimmsten Fall in tödlicher Gewalt, wie die Morde der NSU ge-zeigt haben. Da wurden Menschen in unserem Land nur deshalb ermordet, weil sie nicht so deutsch wa-ren, wie die Täter sich das zusammenfantasierten.

In Nürnberg haben sich Christinnen und Christen dafür eingesetzt, dass an dem Ort, an dem Enver Şimşek am 11. September 2000 erschossen wurde, eine Ge-denktafel errichtet wird. Nicht nur, damit das Opfer nicht vergessen wird. Sondern als Licht in der Finster-nis, als Zeichen gegen das rechte Gedankengut, das zu solchen Untaten führen kann.

Ja, wir sind überzeugt, dass alle Menschen Geschöpfe Gottes sind. Deshalb erschöpfen wir uns auch nicht im persönlichen Egoismus. Vielmehr denken wir für alle Menschen mit. Uns bewegt, welche Perspektiven Menschen auf unserer Er-de für ihr Leben haben. Nicht nur in unserem Land. Und nicht nur in Europa. Sondern auf allen Kontinenten.

Deshalb ist für uns nicht das allerwichtigste, dass wir unseren Wohlstand sichern und verteidigen. Sondern wir lassen uns berühren von der Not und Armut der Menschen in ande-ren Regionen. Wir suchen nach unserem Beitrag, dass auch sie ein menschenwürdiges Leben führen können. Und wir nehmen dabei wahr, dass unser Reichtum und ihre Armut miteinander zu tun haben.

Wir glauben, dass Gott Frieden will auf seiner Welt. Deshalb setzen wir uns für Frieden ein und wissen, dass Abschottung und die Verteidigung der eigenen In-teressen gegen andere Frieden nicht fördern. Frieden geschieht miteinander, nicht gegeneinander.
In letzter Zeit heben Politiker gerne wieder besonders hervor, dass das Abend-land christ-lich geprägt sei. Was strahlt dieses Abendland hinein in die Welt?

Es wäre schön, wenn das Barmherzigkeit wäre und das Interesse an den ande-ren und die Bereitschaft zum Teilen. Es wäre schön, wenn die Welt mit dem christlichen Glauben in erster Linie Menschlichkeit und Nächstenliebe verbinden könnte. Und nicht Profitgier und Turbokapitalismus.

Ihr seid das Licht der Welt. Mutet uns Jesus zu viel zu?

Er mutet uns vor allem Gottvertrauen zu. Denn: Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten?