18.03.2018
Evangelische Morgenfeier

Predigt: "Leben finden dadurch, dass wir anschauen, was uns bedroht" (4.Mose 21, 4-9)

In seiner 40-jährigen Wanderschaft durch die Wüste schwankte das Volk Israel zwischen Sehnsucht und Hoffnung auf das gelobte Land und Zweifel und Erschöpfung. Auch wir durchleben die eigentlichen Wüstenwanderungen, wenn es gilt, die Durststrecken des Lebens zu bestehen. Evangelische Morgenfeier von Pfarrerin Barbara Hauck aus Nürnberg.
Wüste

Ein blaues Glas auf meinem Fensterbrett. Es leuchtet, wenn die Sonne darauf scheint. Eine Freundin hat es mir vor Jahren aus Marokko mitgebracht. "Ich habe mir einen Traum erfüllt", hat sie gesagt und mit strahlenden Augen von einer Wüstenwanderung erzählt, von der sie gerade zurückgekommen war. "Was hat Dich denn auf die Idee gebracht? Karl May? Abenteuerlust??" "Ach nein", hat sie geantwortet. "Weißt Du, ich habe in meinem Leben schon so viele Durstrecken hinter mir. Da habe ich mir gesagt: Jetzt schaue ich mir mal an, wie es in der richtigen Wüste ist….".

Es ist wohl so: die eigentlichen Wüstenwanderungen durchleben wir, wenn es gilt, die Durststrecken des Lebens zu bestehen. Tage, Wochen, manchmal Jahre, in denen man das Gefühl hat: ich schleppe mich nur noch vorwärts, ich vertrockne und verdurste, da ist niemand und nichts, was mich nährt und erfrischt. Man sieht das an anderen Menschen, sieht die Verzweiflung derer, die nicht wissen, wie sie mit ihrem bisschen Geld auskommen sollen, nicht wissen, wie lange sie noch in Deutschland bleiben dürfen, nicht wissen, wo sie ihr Weg hinführt. Und jeder kennt das von eigenen Wüstenwegen und Verzweiflungstälern. Es gibt Momente, wo man nicht mehr weitergehen kann, nicht mehr auf sich aufpassen will, nur noch schwarz sieht. Momente, wo man denkt: eigentlich wäre es doch jetzt auch schon egal, ob ich lebe oder sterbe….Da ist es dann, als würde die Seele zu einem kleinen schwarzen Punkt zusammenschrumpfen. Da ist kein Leben mehr und auch kein Glaube, der einen noch tragen könnte. Denn auch Gott selbst ist nur noch sichtbar wie aus weiter Ferne oder blass wie eine kaum noch fassbare Erinnerung aus ganz frühen Jahren.

"Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr, fremd wie dein Name sind mir deine Wege…" – so beschreibt der Dichter Huub Oosterhuis diese seelischen Durststrecken. Und weiter heißt es in dem Lied: Von Zweifeln ist mein Leben übermannt, mein Unvermögen hält mich ganz gefangen.  Nimmst Du mich auf in dein gelobtes Land? Werd ich dich noch mit eignen Augen sehen?

Kommen wir jemals in das gelobte Land? Was ist das denn für ein Gott, der uns hier in die Wüste geführt hat? Das Volk Israel hat solche Fragen gut gekannt, erzählt die Bibel doch von 40 Jahren Wanderschaft durch die Wüste, vom hoffnungsfrohen Beginn und der Sehnsucht nach dem gelobten Land, aber auch von der Mutlosigkeit und der Erschöpfung und schließlich von den Zweifeln an Gott. Im 4. Buch Mose wird eine ganz besondere Begebenheit auf ihrer Wüstenwanderung erzählt.

Da brach das Volk Israel auf vom Berg Hor in Richtung auf das Schilfmeer, um das Land der Edomiter zu umgehen. Und das Volk wurde verdrossen auf dem Weg und redete wider Gott und wider Mose: Warum habt ihr uns aus Ägypten geführt, dass wir sterben in der Wüste? Denn es ist kein Brot noch Wasser hier und uns ekelt vor dieser mageren Speise. Da sandte der Herr feurige Schlangen unter das Volk; die bissen das Volk, dass viele aus Israel starben. Da kamen sie zu Mose und sprachen: wir haben gesündigt, dass wir wider den Herrn und wider dich geredet haben. Bitte den Herrn, dass er die Schlangen von uns nehme. Und Mose bat für das Volk.
Da sprach der Herr zu Mose: Mache dir eine eiserne Schlange und richte sie an einer Stange hoch auf. Wer gebissen ist und sieht sie an, der soll leben. Da machte Mose eine eherne Schlange und richtete sie hoch auf. Und wenn jemanden eine Schlange biss, so sah er auf die eherne Schlange und blieb leben.

Voller Anspielungen auf uraltes Glaubens-Wissen ist diese Geschichte – und zugleich weckt sie Fragen, belebt Erfahrungen, illustriert Ängste, Wünsche und Hoffnungen. Solche Geschichten haben sich die Israeliten später an den Lagerfeuern erzählt. Sie haben zurückgeschaut auf die alte Zeit und das, was das Gottesvolk durchgemacht hat. Und sie haben versucht sich zu erklären, wie es trotz aller Gefahren und Unsicherheit  immer weitergegangen ist. Eine Frage wird sie ganz besonders beschäftigt haben: Wie kann man leben – auch im Angesicht tödlicher Gefahren?

Dass so ein Wüstenweg gefährlich ist, weiß jeder. Hitze am Tag, Kälte in der Nacht, kein Wasser, gefährliche Tiere. Aber zu den äußeren Gefahren kommen die inneren: Mutlosigkeit und Angst, Zweifel und Schuldgefühle. Da haben Väter auf ihre Kinder geschaut und sich gedacht: Warum nur habe ich sie denn  in die Wüste mitgenommen, wo sie früher oder später elendiglich umkommen werden? In Ägypten würden sie wenigstens überleben. Da haben erwachsene Söhne und Töchter nicht mehr gewusst, wie sie es noch schaffen sollen, ihre alten schwachen Eltern zum Weitergehen zu bewegen. Es mag ihnen das Herz gebrochen haben, sie irgendwo zurückzulassen. Die biblischen Geschichten erzählen immer wieder vom Murren des Volkes Israel: wann kommt endlich wieder eine Quelle, nichts mehr zu essen, bis auf dieses weiße klebrige Zeug, das zwar süß schmeckt, aber kaum bis zum Abend hält. Es wäre zu einfach, das, was da angedeutet wird, als die Maulerei einer undankbaren Bande abzutun, die einfach nicht genügend Gottvertrauen hat. Und das Volk wurde verdrossen auf dem Weg ….so schreibt Martin Luther. Im hebräischen Text heißt es viel eindrucksvoller: ihre Seele, alles, was sie lebendig sein ließ, ihre Vitalität, ihr Lebensmut wurde kurz. "Geisteskürze", so übersetzt das Martin Buber.

"Geisteskürze"

Geisteskürze… was für ein Wort für diesen schwarzen Punkt, der alle Lebensenergie aufsaugt wie ein schwarzes Loch und einen nicht mehr herausblicken lässt über den Horizont der eigenen Ängste und der eigenen Verirrung. Die Seele, die voller Hoffnung war, der Geist, mit dem man Worte fand, um sich selbst und den anderen Mut zuzusprechen, die Lebenskraft, die einen auch die Durststrecken bewältigen ließ….all das ist auf einmal wie zusammengeschrumpft auf einen kleinen schwarzen Punkt. Man kann nicht mehr sehen, was man schon alles geschafft hat. Man kann sich nicht mehr erinnern an die guten Erfahrungen. Man kann die Hoffnungen, die man hat, nicht mehr festhalten. Man stolpert durch die Gegend in der sicheren Gewissheit: das geht nicht mehr lange gut. Man fühlt sich verraten und verkauft, erschöpft, ohne Hoffnung.

Viele sind gestorben auf diesem Wüstenweg. Manche waren zu alt für den Weg und manche zu jung. Manche waren zu erschöpft und manche wurden einfach krank. Und manche haben nicht aufgepasst und wurden gebissen von einer Sandviper, die sich gerade noch irgendwo auf einem Felsen gesonnt hatte…: Da sandte der Herr feurige Schlangen unter das Volk; die bissen das Volk, dass viele aus Israel starben.

Wie erzählt man davon, am Lagerfeuer – wenn man den Kindern und Kindeskindern eine Ahnung davon geben will, wie Gott und Mose ein ganzes Volk gerettet haben? Wie erklärt man, dass nicht alle den anstrengenden Weg durch die Wüste überlebt haben? Da wird im Rückblick aus der Geisteskürze und Erschöpfung schnell ein unwilliges Volk, das lieber richtig was zu beißen hätte statt dieses labbrige Manna. Und aus Gott, der dem Volk vorangeht, bei Tag als Wolkensäule und bei Nacht als Feuer, wird einer, dem es manchmal einfach zu viel wird. Her mit den Schlangen.

Ehrlich gesagt: es ist mir nicht so wichtig, wo diese Schlangen herkommen. Wer in der Wüste lebt, der weiß, dass Menschen dort verhungern, verdursten, sich verirren, von Schlangen gebissen, von Skorpionen gestochen werden. Nein, viel spannender ist, ist, wie die Menschen, denen das passiert, mit so einer Krisensituation umgehen: Da kamen sie zu Mose und sprachen: wir haben gesündigt, dass wir wider den Herrn und wider dich geredet haben. Bitte den Herrn, dass er die Schlangen von uns nehme.

Da kommen ein paar und finden heraus aus ihrer Kurzsichtigkeit und Geisteskürze. Sie spüren, dass sie so nicht mehr weiterleben wollen. Herr, ich habe gesündigt… immer wieder wird in der Bibel so zu Gott geredet. Immer ist da eine Bewegung: da steht jemand auf und stellt sich hin und schaut nach vorne und sucht ein Gegenüber, einen, der ihm helfen kann, Gott selbst oder einen Gottesmann oder eine Gottesfrau.

Von den unzähligen Definitionen, was Sünde ist, gibt es nur eine, die mir wirklich einleuchtet. Der Kirchenvater Augustin hat Sünde beschrieben als einen Zustand des in sich selbst verkrümmt seins. Ich kann nur noch auf mich schauen, auf meine Angst, auf das was ich tun muss, damit ich vielleicht irgendwie überlebe. Ich reduziere mich sozusagen selbst auf einen schwarzen Punkt. Ich mache ja sowieso alles falsch. Da kann nicht mich ja gleich verkriechen. Und dann lebt man,  als gäbe es niemand anderen mehr: nicht die, die einem helfen, nicht die, die einen brauchen – und schon gar nicht Gott.

Die, die da zu Mose und zu Gott kommen, die machen es anders: sie wagen einen Schritt hinaus über ihren zu einem kleinen schwarzen Punkt zusammengeschrumpften Lebens-Horizont. Sie entdecken, dass sie etwas tun können: sie können von sich wegsehen und sie können sich von jemand anderem helfen lassen. Sich helfen lassen… auch, gerade, wenn man sich selbst nicht mehr vorstellen kann, dass Hilfe noch möglich ist. Sich helfen lassen, auch wenn man an diesem Gott zweifelt, weil man nicht so genau weiß, ob das einer ist, der Schlangen schickt oder einen in der Wüste verrecken lässt…. Sich helfen lassen – das ist ein Schritt hinaus über die eigene Angst. Und es markiert genau den Moment, in dem der Weg wieder weitergeht. Es ist ein riesiger Schritt nach vorne, ins Offene.

"Schlangen"

Da sprach der Herr zu Mose: Mache dir eine eiserne Schlange und richte sie an einer Stange hoch auf. Wer gebissen ist und sieht sie an, der soll leben. Da machte Mose eine eiserne Schlange und richtete sie hoch auf. Und wenn jemanden eine Schlange biss, so sah er auf die eherne Schlange und blieb leben.

Leben finden dadurch, dass man anschaut, was einen bedroht…. Darum geht es hier. In dieser Geschichte wird deutlich, dass Tod und Leben ganz eng miteinander verbunden sind. Dass wir Leben entdecken können, wenn wir anschauen, was uns bedroht, wenn wir vor dem, was uns Angst macht, die Augen nicht verschließen – das ist eine tiefe Wahrheit und es ist gut, wenn es Zeichen gibt, die einem diese Wahrheit vor Augen halten.

Wie diese Hilfe aussieht in dieser Wüstenwanderungsgeschichte und warum genau so: dass da eine eiserne oder vermutlich bronzene Schlange auf einer hohen Stange wie ein Prozessionskreuz vor den Wandernden hergetragen wird, darüber sind lange religionsgeschichtliche Abhandlungen verfasst worden. Es gibt in der ägyptischen Mythologie wunderbare, gottgewirkte Heilungen von Schlangenbissen, es gab Kultbilder von Schlangen, die am Tempel verehrt wurden und alle in Ägypten wussten, dass Schlangen heilvoll waren für die, die durch sie beschützt wurden und zugleich todbringend für deren Feinde. Die altorientalischen Schlangen waren ein eindrucksvolles Bild dafür, dass Tod und Leben miteinander verbunden sind.

Das Leben ist voll von Einbrüchen. Vielleicht ist es eine Krankheit, bei der wir spüren, dass wir am Rand des Todes stehen. Oder die Erfahrung von Unrecht, die uns das Vertrauen nimmt, dass es Recht und Gerechtigkeit auf dieser Welt gibt. Vielleicht die Angst vor Armut oder Alter oder davor, dass sich die eigenen Lebensumstände verändern, dass man alles verliert, was man sich so mühsam aufgebaut hat. Oder der Schmerz einer unerfüllten Liebe, die uns das Gefühl gibt, dass keiner uns lieben kann. Vielleicht ein moralisches Versagen, ein Schuldigwerden, von dem man glaubt, dass ein anderer und man sich selbst es nie verzeihen kann. Oder die Angst vor dem Tod eines Menschen, den wir lieben, weil wir nicht wissen, wie wir danach weiterleben sollen. Aber es gibt eine Verheißung: wenn wir alle diese Schlangen anschauen, wenn wir vor ihnen die Augen nicht verschließen, dann erleben wir einen Durchbruch in eine andere Dimension der Wirklichkeit und unseres Lebens.

"Eine andere Dimension"

Die englische Palliativärztin Kathryn Mannix hat ein faszinierendes Buch geschrieben. With the End in Mind. Das Ende bedenken, hat sie es genannt und ihm den Untertitel gegeben: Sterben, Tod und Weisheit im Zeitalter der Verleugnung. Sie erzählt, wie es gelingen kann, vor dem Tod und allem, was damit verbunden ist – Angst, Schuld, das Gefühl, keine Kontrolle über das Leben zu haben -  nicht die Augen zu verschließen. Und immer wird deutlich, dass dann, wenn man den Tod und all die Ängste, die sich darum herum schlingen, benennt – für eine ganz kurze oder auch eine lange Zeit, wieder gemeinsames Leben möglich wird, manchmal sogar dann, wenn alle sich schon in ihr Schweigen und ihre Angst zurückgezogen hatten.

In einer Szene nimmt sie ihre beiden fast erwachsenen Kinder mit an das Sterbebett einer Tante. Sie beobachtet, wie liebevoll die jungen Leute mit der Sterbenden umgehen und mit den anderen Familienangehörigen. Irgendwann geht sie mit ihnen eine Tasse Tee trinken. Ich bin so stolz auf euch, sagt sie. Ihr macht das einfach so gut gerade... und ihr Sohn antwortet, "Well, Mum, Du und Dad, ihr habt uns doch darauf vorbereitet. In der Schule haben wir nie über den Tod gesprochen. Nur zuhause. Wir haben keine Angst." "Ich umarme sie beide", schreibt Mannix. "Ich bin mir nicht sicher, ob mein Sohn auch für seine Schwester spricht. Sie hat Tränen in den Augen und schaut ängstlich. Aber auch das ist ok. Wir haben versucht, offen zu sein und ehrlich bei dem Thema, wir haben sie ermutigt, Fragen zu stellen, über ihre Ängste zu reden und zuzugeben, dass Sterben sie auch traurig macht. Und all das hat sie nicht verschreckt. Sie genießen ihr Leben und kommen ganz gut zurecht mit den Herausforderungen, die es stellt."

Leben finden dadurch, dass wir anschauen, was uns bedroht -  das ist und bleibt eine Zumutung, ein Risiko auf unseren Wüstenwegen. Manchmal können Menschen von so einer Zumutung nur in der Rückschau erzählen. Solche Erfahrungen kann man nicht von anderen fordern. Man kann sie keinem vorschreiben und man kann nur sehr persönlich davon erzählen. Zurückblicken kann man und sich fragen, ob in bedrängenden Situationen des Lebens ein Getragen- und Behütetsein spürbar war trotz aller Schrecken.

Eine Frau erinnert sich an ihre Freundin, die im letzten Jahr an Krebs gestorben ist. "In den Wochen und Monaten vor ihrem Tod", so berichtet sie, "hat sich eine Gemeinschaft aus Freunden und Freundinnen um sie gebildet. Wir haben geweint und gelacht mit ihr, gebetet und gefleht. Miteinander haben wir bis zum Schluss Leben gespürt, trotz der Angst und Todesnot, die auch immer ganz gegenwärtig war. In solcher Angst war die Hoffnung oft wie weggespült, hat der Glaube keine Berge versetzt, gab es Tage, an denen wir uns unendlich verlassen gefühlt haben. Dann, gegen Ende", so erzählt sie weiter, "gab es auch so etwas wie eine Verwandlung. Wir haben keine Illusionen mehr gehegt, wir haben keine Bedingungen mehr gestellt, wir haben keine Zukunft beschworen. Ich glaube, es war eine Erfahrung des Heils, jenseits von möglicher Heilung, auch für unsere Freundin."

Das Wort "Gott", das haben Sie vielleicht gemerkt, ist in dieser Geschichte gar nicht gefallen. Aber vielleicht strahlen Menschen, die so eine Erfahrung gemacht haben in ihrem Leben, etwas aus? Vielleicht werden sie selber zum Zeichen dafür, dass es sich lohnt, von sich wegzuschauen, den Kopf zu heben, die Hände zu öffnen, auf das zu schauen, was vor einem liegt, auch wenn es einem Angst macht?

Man muss dabei gar nicht an Krankheit, Lebensende und Tod denken. Es gibt ja noch eine Menge anderer Sachen, die einem Angst machen können. Armut zum Beispiel oder das Altwerden, Alleinsein. Das ist immer etwas ganz persönliches, und doch betrifft es nicht nur mich alleine. Es gibt viele Menschen, die davor Angst haben. Sie fürchten, dass sie dann in Hartz IV oder bei den Tafeln landen. Denn das Leben in diesem reichen Land kann sich schnell verändern. man braucht nur krank zu werden, seinen Job zu verlieren – oder die Ehe zerbricht…

Das blaue Glas auf meinem Fensterbrett leuchtet. Aus ihrer Wüste hat es meine Freundin hat mitgebracht. Es ist auch ein Bild dafür, dass es nicht nur die anderen sind, die Durststrecken durchleben. Es sind nahe Freunde, manchmal welche, die ich nur vom Sehen kenne, manchmal ich selbst. Und es gibt viele Gründe dafür. Leben finden dadurch dass man anschaut was einen bedroht…. Was würde passieren, wie würde sich unser Zusammenleben verändern, wenn wir auch hier gemeinsam hinschauen auf das, was uns bedroht und Angst macht? Vielleicht hilft das ja uns allen, wieder Leben zu entdecken, auch wenn wir durch Wüsten gehen müssen?

 

Evangelische Morgenfeier vom 18.03.2018 (Judika) mit Pfarrerin Barbabra Hauck, Nürnberg, Thema: "Leben finden dadurch, dass wir anschauen, was uns bedroht"

Das PDF mit dem vollständigen Text kann beim BR heruntergeladen werden unter diesem Link.

 

 

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