22.03.2016
Tourismus

Reiseführer "Luther in Augsburg" vorgestellt

Welche Orte und Ereignisse prägten die Reformation in Augsburg? Der neue Reiseführer "Luther in Augsburg" stellt sie vor.
Luther-Reiseführer

Ein neuer Reiseführer soll Besuchern künftig die Rolle Augsburgs während der Reformationszeit näher bringen. In dem vorgestellten Kulturführer mit dem Titel "Luther in Augsburg" werden auf 60 Seiten knapp 30 Orte und Ereignisse beschrieben, die die Reformation in Augsburg prägten. Das Heft mache deutlich, "welche führende Rolle die Stadt in der Reformation von Anfang an spielte", sagte die Augsburger evangelische Dekanin Susanne Kasch bei der Vorstellung.

Der von der Regio Augsburg Tourismus herausgegebene Führer sei der Auftakt für eine Reihe von Maßnahmen, mit denen man das Lutherjahr 2017 in Augsburg bewerben wolle, betonte Augsburgs Tourismusdirektor Kurt Beck. Im kommenden Jahr jährt sich die Reformation in Deutschland zum 500. Mal. Das Luther-Heft solle vor allem deutlich machen, dass Augsburg an mehreren Punkten in der Geschichte "die bedeutendste Stadt der Reformation in Deutschland gewesen sei".

"Luther in Augsburg" zeigt Routen durch die Reformationsstadt

Bei einer Pressekonferenz präsentierten Tourismusdirektor Götz Beck, Stadtdekanin Susanne Kasch, Alt-Bürgermeister Theo Gandenheimer, Vertreter Augsburgs, Nürnbergs und Coburgs im Lenkungsausschus Lutherjahr 2017, sowie Autor und Verleger Martin Kluger den neuen Reiseführer „Luther in Augsburg. Wege in der Reformationsstadt“

In Augsburg hatte Luther 1518 seine Thesen vor dem Reichstag verteidigt. Zwölf Jahre später wurde in der Stadt das "Augsburger Bekenntnis" verlesen, auf das sich noch heute Protestanten weltweit beziehen. 1555 schließlich wurde in der Stadt der "Augsburger Religionsfriede" geschlossen. Er gestand den Protestanten unter anderem die freie Religionsausübung zu.

Kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte

Der Luther-Reiseführer stelle dabei auch dar, wie konfliktreich der Weg bis zur Gleichberechtigung der Religionen gewesen sei, erläuterte Martin Kluger, der Autor der Broschüre. Das Heft wolle kein "Friede-Freude-Eierkuchen-Prospekt" sein, meinte Kluger. Es zeige vielmehr wie schwer und umkämpft das Nebeneinander der Konfessionen lange Zeit gewesen sei.

 

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