20.03.2018
Reformprozess

PUK-Arbeitsgruppe "Kirche im Raum": Elisabeth Hann von Weyhern berichtet

Wie kann, wie soll eine Kooperation zwischen den Einrichtungen aussehen? Über die Arbeitsgruppe "Kirche im Raum" berichtet Regionalbischöfin Elisabeth Hann von Weyhern.
Arbeitsgruppe Kirche im Raum PUK-Prozess

Regionalbischöfin Elisabeth Hann von Weyhern leitet die Arbeitsgruppe "Kirche im Raum" innerhalb des Reformprozesses "Profil & Konzentration" (PuK). Insgesamt gibt es sechs Arbeitsgruppen mit jeweils rund zehn Mitgliedern. Wir haben nachgefragt, wie die AGs arbeiten und welche Themen besonders wichtig sind.

Wie ist Ihre Arbeitsgruppe bislang vorgegangen?

Die Arbeitsgruppe knüpft an bei Erfahrungen und Ideen, mit denen bereits jetzt die Kirche im Sozialraum gestaltet wird.  Kirche entsteht überall da, wo Menschen in ihren jeweiligen Lebenssituationen und das Evangelium einander begegnen. Unser Ziel ist, mit  hilfreichen Bilder und Impulse zu unterstützen, dass man sich vor Ort mit dieser Perspektive auf die Suche machen kann, was zu tun ist: Zusammen mit den Menschen, die sich mit ihren Gaben engagieren und den Mitteln, die uns unsere Kirchenmitglieder anvertraut haben,  unseren Auftrag zu erfüllen. Die AG will mit Ihrer Arbeit einen Beitrag leisten, dass Räume als Resonanzräume der Liebe Gottes entdeckt, entwickelt und gestaltet werden können.

Welche Themen diskutieren Sie in der Arbeitsgruppe?

Es ist zunehmend wichtiger, in den jeweiligen Räumen mögliche Partner zu entdecken und sich gut zu vernetzen: Zum Beispiel in Kooperationen von Kirchengemeinden, mit der Diakonie, mit dekanats- oder landesweiten Diensten, mit landeskirchlichen Gemeinschaften, mit Schulen, Vereine und anderen.  Das wird in jedem Raum und bezogen auf die jeweiligen Aufgaben unterschiedlich sein, in städtischen Räumen anders als ländlichen Räumen, in der Diaspora anders als in protestantischen Kernlanden, in Regionen anders als im weltweiten Raum.

Wo sieht Ihre Arbeitsgruppe die größten Herausforderungen im PuK-Prozess?

Erfolgreich wird der Prozess dann sein, wenn möglichst viele entdecken, was in ihrem Raum dran ist und dieses aus der Perspektive der Menschen und des Auftrags der Kirche in seinen 5 Grundaufgaben begründen und gestalten können.

Kirchlicher Reformprozess: »Profil & Konzentration« (PUK)

Die bayerische Landeskirche hat 2016 mit einem umfassenden Reformprozess begonnen. Unter dem Titel »Profil und Konzentration« soll bis 2022 die Kirche grundlegend umstrukturiert werden. Das Sonntagsblatt begleitet den Prozess mit einer Artikelserie. Verlinken Sie uns: Alle Artikel zum Thema »Profil & Konzentration« finden Sie unter www.sonntagsblatt.de/puk

Schreiben Sie uns Ihre Meinung zum Reformprozess: online@epv.de

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Zukunft der Kirche

Die bayerische Landeskirche verändert sich. Allein 2016 hat sie rund 48.500 Mitglieder verloren. Gründe dafür sind die demografische Entwicklung, aber auch die fortschreitende Säkularisierung der Gesellschaft. Andererseits gehören in Bayern immer noch rund 2,4 Millionen Menschen der evangelischen Kirche an – so viele wie im Jahr 1970. Während die Kirche damals nur 1.400 Pfarrerinnen und Pfarrer zählte, ist die Zahl inzwischen auf rund 2.400 angewachsen. Der Reformprozess "Profil und Konzentration" untersucht diesen Wandel – und möchte Anstoß geben für Veränderungen.

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