Glaube und Religion

Predigt

Haus mit Garten
Autor
"Eine gute Zukunft – die haben wir nur gemeinsam: die Erde und wir. Es gibt viele Wege, an dieser guten Zukunft mitzuwirken: eine blühende Wiese im Garten schaffen, ein Insektenhotel aufstellen, alte Baumsorten hegen – kleine Schritte, große Schritte. Und vor allem: immer wieder Sehnsuchtsbilder malen für ein buntes Wimmelbuch des Lebens, in Gedanken, mit Worten, mit Taten." Evangelische Morgenfeier von Pfarrerin Angela Hager, Bayreuth

20 Jahre Kopftuchstreit

Frauen mit Kopftuch
Vor 20 Jahren begann der "Kopftuchstreit": Am 13. Juli 1998 wurde Referendarin Fereshta Ludin in Baden-Württemberg nicht in den Schuldienst übernommen, weil sie ein Kopftuch trug. Heute sieht die Situation anders aus: Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgericht von 2015 haben die meisten Bundesländer vereinzelt kopftuchtragende Lehrerinnen in den Schuldienst aufgenommen. Gestritten wird über das Thema aber noch immer. Wir stellen Pro- und Kontra-Argumente gegenüber.

Evangelische Morgenfeier

Philippus tauft den äthiopischen Kämmerer
"Auf die richtigen Fragen kommt es an", meint der Pegnitzer Dekan Gerhard Schoenauer in seiner Evangelischen Morgenfeier. "Es sind vor allem Fragen, die uns weiter bringen und oft genug haben wir mehr Fragen als Antworten. Wer schon alles weiß, kann sich nicht entwickeln, kommt nicht vorwärts. Misstrauisch bin ich gegenüber denen, die meinen schon alles zu wissen, die auf jede Frage die passende Antwort haben".

"Wir" und "die Anderen"

Gebetsraum Moschee Nürnberg
Mit wie vielen Muslimen sind Sie befreundet? Rainer Oechslen sieht darin eines der Grundprobleme unserer Gesellschaft mit dem Islam: dass viele Menschen eine Meinung zu der Religion haben - und doch keinen Kontakt zu Muslimen. Im Interview spricht der Islambeauftragte der evangelischen Landeskirche in Bayern noch weitere Bereiche an, in denen Medien, Politiker, Kirchen und jeder Einzelne von uns beim Thema Islam etwas ändern sollten.

Spiritueller Impuls

Quellentext Bonaventura
Bonaventura, der scharfsinnige Generalminister des Franziskanerordens im 13. Jahrhundert, verband in seinen Schriften Rationalität und Mystik, Wissenschaft und Glaubenspraxis auf einzigartige Weise. Von seiner Erkenntnis, dass zu einem ganzheitlichen Glauben auch der Kopf und ein scharfer Verstand gehören, können sich Zeitgenossen heute überraschen und inspirieren lassen, meint Cornelius Bohl.

Sonntagspredigt

"Gott schenkt durch seinen Segen unserer Zeit Struktur und Rhythmus. Er segnet zum Beispiel den siebten Tag und heiligt ihn als Tag der Ruhe, die alles Leben benötigt, um aufatmen zu können. Unsere Bitte um Segen weitet also unseren Blick dafür, dass Gottes Liebe allem Leben seine innere Ordnung gibt, die es immer wieder neu zu entdecken und zu bewahren gilt." Die Evangelische Morgenfeier, heute von Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler.

Spiritueller Impuls

Spiritueller Impuls Johannes Tauler
Autor
Mystikertexte sind feingeistig und schwer verständlich? Nicht so bei Johannes Tauler: Der Dominikaner schrieb für das einfache Volk und schreckte auch vor derben Vergleichen nicht zurück. Seine Texte (auch die feingeistigen) blieben über die Jahrhunderte populär. Über den alltäglichen "Mist", der jeden immer wieder zur Verzweiflung bringt, schreibt Abtprimas Notker Wolf.

Evangelische Morgenfeier

Leere
"Wir nehmen sie selten bewusst wahr, und doch ist sie immer da. Sie gehört zu dem Kosmos, in dem wir leben, und zu jedem Atemzug, den ich als Mensch mache. Die Leere mit Doppel-e ist ein Prinzip des Lebens. Und mir scheint, wer es verletzt, übergeht, verkennt das Leben, verstellt ihm das Werden, Wachsen und Gedeihen." Die Evangelische Morgenfeier heute von Kirchenrätin Melitta Müller-Hansen.

Glaube & Sport

Ade Gärtner aus Nürnberg beim Kicken.
Autor
Die Zeichen stehen auf Fußballweltmeisterschaft. Das Christliche Fußballer Netzwerk (CFN) verbindet Glaube und Fußball und hat sportliche Angebote für Fußballfreaks und Jesusfans. Gründer Ade Gärtner berichtet, warum er den CFN in Nürnberg gegründet hat und weshalb es um mehr geht als ums Stoßgebet vorm Elfmeterschießen.

Personen der Bibel

Bei Mannschaftssportarten wie Fußball ist es besonders wichtig, dass alle Zusammenhalten. Je besser das klappt, desto größer sind auch die Chancen auf Erfolg. Kameradschaft gab es aber auch schon in der Bibel. Echte Kumpels waren Jonathan und David. Die Freundschaft geht sogar so weit, dass Jonathan bereit ist, für David zu sterben.

Predigt

Milchstraße
"Wie kann man Gott erfahren? Wie kann man Gott überhaupt denken? Ein Blick in die Bibel zeigt die Vorstellung von Gott, der in allen Dingen ist. Gott umgibt uns von allen Seiten, wie es der Psalm 139 sagt. Gott ist ein Raum, in dem wir leben, uns bewegen und uns entfalten. Gott umgibt mich, wie die Luft einen Adler oder das Meer einen Fisch umgibt." Die Evangelische Morgenfeier von Pfarrer Eberhard Hadem aus Weilheim.

Spiritueller Impuls

Vers aus Hildegard von Bingens Schriften.
Als "Feder im Windhauch Gottes" hat sich die große Mystikerin Hildegard von Bingen bezeichnet. Noch heute ist die Ordensfrau aus dem 12. Jahrhundert wegen ihrer Heilkunde bekannt. Doch sie war auch Universalgelehrte, Komponistin, Theologin, Ratgeberin - und die vielleicht berühmteste Vertreterin der deutschen Mystik im Mittelalter.

Lektüretipp

Forssman Urlaub Gebet
Gebete sind Gespräche mit Gott - findet der Münchner Pfarrer Holger Forssman. Der Theologe steht regelmäßig auf der Kanzel in St. Johannes in München - und weiß, wie schwer es ist, die richtigen Worte zu finden. Er hat daher eine Sammlung mit 160 Gebeten erstellt zu unterschiedlichsten Themen: von Fürbitten für Außenseiter über das Durcheinander bis zu den Widrigkeiten des Lebens.

Predigt

Kreuz in den Bergen
Die christliche Tradition kennt auch eine Vielzahl von Symbolen und Ritualen, von Zeichen und Gesten für den Segen. Eine der ältesten Gesten ist das Kreuzzeichen. Zunächst erinnert es an den Tod Jesu. Christen haben darin immer noch mehr gesehen: Seine ausgebreiteten Arme sind Zeichen für Vergebung, für die göttliche Liebe, die alle umarmen und niemanden ausschließen möchte. Evangelische Morgenfeier von Pfarrer Florian Ihsen aus München.

Islamischer Fastenmonat

Heute beginnt der islamische Fastenmonat Ramadan. Für praktizierende Muslime bedeutet das 30 Tage der Enthaltsamkeit von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Am Ende steht eines der höchsten Feste im Islam mit Geschenken und Familienfeier. Die Muslima Filiz Fischer lebt in Nürnberg und ist mit einem Christen verheiratet. Wie sie den Ramadan begeht, erzählt sie im Beitrag.

Spiritueller Impuls

Quellen-Zitat des Bernhard von Clairvaux.
Bernhard von Clairvaux, Gründer des Zisterzienserordens, rief im 12. Jahrhundert 68 Tochterklöster seiner Abtei Clairvaux ins Leben. Wasser spielte stets eine wichtige Rolle im Wirtschaftsleben des Klosterbetriebs. Trotzdem oder gerade deshalb sprach er dem lebensspendenden Nass auch eine spirituelle Bedeutung zu, meint Pfarrer Paul Geißendörfer aus Heilsbronn.

Spiritueller Impuls

Ikone des Seraphim von Sarow.
Anders als im westlichen Christentum, das keine "Erleuchteten" kennt, hat sich in den orthodoxen Ostkirchen schon früh die Institution des "Starez" und der "Stariza" entwickelt - das ist Kirchenslawisch und bedeutet Greis und Greisin. Ein berühmter Starez war der Russe Seraphim von Sarow. Seine Gedanken taugen auch 200 Jahre später noch als Impuls für den Alltag.

Evangelische Morgenfeier

Chorprobe
Autor
Der Sonntag Kantate – der Singesonntag des Kirchenjahres, knüpft an an die großen Lieder, Hymnen und Musiktraditionen der Christenheit – in der Kirche und darüber hinaus. Schon Martin Luther wusste: Singen ist etwas Intimes. Da muss sich die Seele sich trauen können. Und das will früh geübt sein – denn der singende Mensch gibt sich seinen Mitmenschen preis – er zeigt sich, zeigt seine Stimmung, zeigt seine Überzeugungen. Evangelische Morgenfeier von Hanna Wirth, Dekanin in Rosenheim.

Evangelische Morgenfeier

Apostel Paulus
"Wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch der innere von Tag zu Tag erneuert." (2.Kor 4,16) Der Apostel Paulus schaut auf sein Leben und seine Lebenskraft, die er auf seinen Missionsreisen aufs Spiel setzt. Er lebt in der Gewissheit: Der Mensch ist mehr als nun ein Wesen, das spricht und hört, arbeitet und ruht, streitet und sich versöhnt. Inwendig im Menschen ist noch etwas anderes verborgen. Dass da etwas inwendig in uns wächst und gedeiht, ganz unabhängig ob wir jung und kraftvoll oder alt und schwach sind, das bewirkt Gott. Eine Evangelische Morgenfeier von Pfarrerin Elke Eilert, Wolfratshausen.