Geschichte

Musik und Versöhnung

Der israelische Tenor und Wahl-Augsburger Yoéd Sorek bei einem Auftritt mit »Simas Liedern« bei einem Festival in Amsterdam.
Jahr für Jahr werden die Zeitzeugen weniger, die als Überlebende vom Holocaust berichten können – auch von ihrem Leben nach dem Überleben. Ein Zeitzeuge einer Zeitzeugin ist der israelische Tenor Yoéd Sorek. Mit den jiddischen Liedern seiner Großmutter Sima tritt der Wahl-Augsburger auf Bühnen in ganz Europa auf – aber auch vor bayerischen Schulklassen oder Gemeinden.
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Attentat auf Rudi Dutschke

Rudi Dutschke - Fahrrad und Aktentasche am Tatort des Attentats vom 11. April 1968.
Autor
Rudi Dutschke war eine Ikone der Studentenbewegung 1968. Am 11. April vor 50 Jahren schoss der junge Hilfsarbeiter Josef Bachmann vor dem Büro des Sozialistischen Deutschen Studentenbunds in Berlin auf Dutschke und verletzte ihn schwer. Dutschke gilt als Revolutionär und Radikalsozialist. Aber er war auch ein zutiefst gläubiger Christ.
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Landessynode Schwabach

Petra und Dieter Trutschel vor dem »Goldenen Stern« in Schwabach, wo 1529 »Reformationsgeschichte« geschrieben wurde, als die »Schwabacher Artikel« verhandelt wurden.
Autor
Sie sind eine Keimzelle der Reformation – die »Schwabacher Artikel«. Die 17 Sätze gelten als Grundlage des »Augsburger Bekenntnisses«, das am 25. Juni 1530 auf dem Reichstag zu Augsburg von den evangelischen Reichsständen Kaiser Karl V. dargelegt wurden. Ausgeknobelt wurden sie an einem Ort, an dem damals wie heute in geselliger Runde Schäufele brutzeln und Bier fließt – im Schwabacher Traditionsgasthaus »Goldener Stern«. Doch dort erinnert heute nur noch wenig an die Sondierungsgespräche zur Reformation.
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Kirchenjubiläum

 Brigitte Liwanetz (l.) und Pfarrerin Lisa Weniger
Autor
Wenn eine Kirche gleich drei Namenspatrone, darunter ein besonders schillernder, und eine "fürstliche Kinderloge" hat, sind das zwei gute Gründe, das Haus näher zu betrachten. Und weil die Albanus-Kirche in Reichenschwand in diesem Jahr 600 Jahre alt wird, kommt ein dritter hinzu.
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Ausstellung

Josef Scharl, Masken, 1931, Galerie Michael Haas © Susanne Fiegel
Autor
Er gehört zur sogenannten »verschollenen Generation« von Künstlern, deren Arbeit die Nationalsozialisten als »entartet« diffamierten, die aber nach dem Krieg in Vergessenheit gerieten. In Bremen wird dem gebürtigen Münchner Josef Scharl eine Ausstellung gewidmet. Sie zeigt: ein hochpolitisches Werk. 2019 ist sie in der bayerischen Heimat des Künstlers zu sehen - im Buchheim-Museum am Starnberger See.
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Feministischer Jesusfilm

Jesus (Joaquin Phoenix) tauft Maria Magdalena (Rooney Mara).
Der australische Regisseur Garth Davis erzählt in "Maria Magdalena" (im Kino ab 15. März) die Jesusgeschichte aus feministischer Perspektive. Und muss dabei den Vergleich mit den großen Vorbildern Pasolini, Scorsese oder Mel Gibson nicht scheuen. Joaquin Phoenix als Jesus wäre ein Oscar-Kandidat – wenn der Film nicht ausgerechnet in den Strudel des Missbrauchs-Skandals um Hollywood-Produzent Harvey Weinstein geraten wäre.
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100. Todestag

Johann Friedrich Hessing
Er war Schreiner und Orgelbauer - seine Leidenschaft galt aber der Orthopädie: Der Laienmediziner Johann Friedrich Hessing entwickelte bis heute verwendete orthopädische Geräte und baute nebenbei das Rothenburger Wildbad. Am 16. März vor 100 Jahren starb der Tausendsassa.
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Literaturgeschichte

Hermann Samuel Reimarus (1694-1768).
Was er zu sagen hatte, war brisant. Wie brisant, das wusste der Theologe und Philologe Hermann Samuel Reimarus (1694-1768) ganz genau. Um sich und seine Familie vor Anfeindungen oder Schlimmerem zu schützen, hielt er seine wichtigste Schrift bis zu seinem Tod am 1. März vor genau 250 Jahren geheim. Reimarus’ »Apologie oder Schutzschrift für die vernünftigen Verehrer Gottes« gehört zu den Anfängen der historisch-kritischen Bibelauslegung, die heute jeder angehende evangelische Theologe lernt. Und sie war der Grund, warum Lessing seinen »Nathan« schrieb.
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