13.08.2020
Ausbildung im Gefängnis

"Das ist gut investiertes Geld": Im Gefängnis Konditor oder Automechaniker werden

Hinter Gittern können Gefangene in bayerischen Gefängnissen Berufe erlernen. 5.802 Häftlinge habe sich laut bayerischem Justizministerium im vergangenen Jahr in Ausbildungen befunden.
Mann vor einem vergitterten Fenster

Die Gefangenen lernten Berufe wie Schreiner, Maler, Konditor oder Kraftfahrzeugmechatroniker, ließen sich aber auch für die Berufe als Gebäudereiniger oder in der Gastronomie ausbilden, teilte das Ministerium mit.

3.820 Häftlinge hätten an außerberuflichen Kursen beispielsweise in Datenverarbeitung, Sprachen oder Bewerbungstraining teilgenommen. Im Jahr 2019 legten 77 Gefangene die Gesellen-, Facharbeiter- oder Abschlussprüfung ab.

150 hätten den Schulabschluss geschafft, das seien 26 mehr als im Vorjahr gewesen, hieß es.

Ausbildung im Gefängnis

Mitte Mai 2020 seien die coronabedingt gestoppten Programme in den meisten Justizvollzugsanstalten wieder aufgenommen worden, erklärte das Ministerium weiter.

In einigen Vollzugsanstalten sei der Unterricht nie ganz ausgesetzt gewesen. In der Justizvollzugsanstalt München hätten im Frühjahr Prüfungen für den Qualifizierenden Abschluss stattgefunden.

Bayern habe in den vergangenen zehn Jahren über 40 Millionen Euro in die Betriebe in den Justizvollzugsanstalten gesteckt, teilte Justizminister Georg Eisenreich (CSU) mit.

"Das ist gut investiertes Geld, um den Gefangenen die Resozialisierung zu erleichtern", betonte er.

Aus- und Weiterbildung im Justizvollzug seien der Schlüssel für den erfolgreichen Neustart.

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