25.07.2018
Christentreffen

Kirchentag 2023 soll nach Nürnberg kommen

Die Franken-Metropole hat eine offizielle Einladung an den Deutschen Evangelischen Kirchentag ausgesprochen. Die Zustimmung des Kirchentagspräsidiums gilt als Formsache, andere Einladungen liegen nicht vor.
Der »Englische Gruß« von Veit Stoß in der St.-Lorenz-Kirche Nürnberg.
Der »Englische Gruß« von Veit Stoß in der St.-Lorenz-Kirche Nürnberg.

 

Der evangelische Kirchentag im Jahr 2023 soll in Nürnberg stattfinden. Der Ältestenrat der Stadt habe am Mittwoch beschlossen, eine Einladung für das Protestantentreffen auszusprechen, teilte die Stadtverwaltung mit. Das Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentags werde bei seiner Sitzung im September entscheiden, ob es die Einladung annimmt, sagte Kirchentagssprecherin Sirkka Jendis dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Die Zustimmung gilt als Formsache, es lägen keine weiteren Einladungen vor, sagte Jendis. Mit der Stadt Nürnberg, dem Freistaat Bayern und der Landeskirche sei man seit langem im Gespräch. Die evangelische Landessynode in Bayern hatte bereits 2013 eine offizielle Einladung nach Nürnberg ausgesprochen, wie der Nürnberger evangelische Stadtdekan Jürgen Körnlein sagte. 

Er freue sich riesig über den Schritt der Stadt, so Körnlein: »Hier werden Kirche und Glaube in einer attraktiven Weise zu erleben sein.« Man wolle ein »richtig guter Gastgeber« sein und zeigen, dass Kirche gesellschaftliches Gewicht habe. »Jeder sollte sich für diese Zeit schon einmal seinen Urlaub eintragen«, riet der Dekan.

Der evangelische Kirchentag findet seit fast 70 Jahren an wechselnden Orten statt. Der 37. Deutsche Evangelische Kirchentag ist im nächsten Jahr in Dortmund zu Gast, 2021 wird in Frankfurt am Main der 3. Ökumenische Kirchentag gefeiert. Bereits 1979 gab es einen Kirchentag in Nürnberg. München hatte das Treffen, zu dem meist über 100.000 Menschen kommen, 1993 ausgerichtet.

 

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