30.07.2020
Für mehr Tierwohl

Faires Schnitzel im Stadtteilcafé Hasenbergl

Einen Beitrag für mehr Tierwohl will in München das Stadtteilcafé der Diakonie Hasenbergl leisten.
Schnitzel mit Pommes Symbol

Ab sofort bietet das Beschäftigungsprojekt für langzeitarbeitslose Frauen auf seiner Speisekarte Schnitzel vom Strohschwein an, teilte die Diakonie mit.

"Wir wollen testen, ob die Bewohner im Hasenbergl, die sich Essen gehen nicht oft leisten können, so ein Angebot annehmen", sagte eine Sprecherin gegenüber Sonntagsblatt.de.

Der Einführungspreis liege nur 50 Cent über dem Gericht mit herkömmlichem Fleisch. Die Ware stamme von einem durch den Deutschen Tierschutzbund zertifizierten Familienbetrieb in Lübchin (Mecklenburg-Vorpommern), der seine Schweine ausschließlich auf Stroh halte. Das sei aufwendiger für den Bauern, aber besser für die Tiere, so die Diakonie.

Außerdem hätten die Schweine 40 Prozent mehr Platz im Stall als gesetzlich vorgeschrieben. Der Hof sei Vertragspartner des Lebensmittelgroßhändlers "Transgourmet", von dem das Stadtteilcafé seine Waren bezieht.

Das Stadtteilcafé bietet 20 Beschäftigungsplätze in Küche, Service und Büro. Ziel ist, langzeitarbeitslosen Frauen eine berufliche Perspektive zu schaffen. Die Diakonie Hasenbergl betreibt 60 soziale Einrichtungen mit rund 550 Mitarbeitenden.

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