16.07.2019
Augsburger Friedensfest 2019

15-Jährige malt Augsburger Friedensbild zum Thema Freiheit

Die 15-jährige Hannah Kurz hat das Augsburger Friedensbild 2019 gemalt. Die Schülerin der Klasse 9c der Stettenschen Realschule gewann damit den Malwettbewerb des evangelischen Dekanats zum Augsburger Friedensfest. Mehr als 300 Kinder und Jugendliche von weiterführenden Schulen in und um Augsburg hatten Gemälde zum Wettbewerbsthema "Ich bin so frei! - Bin ich so frei?" eingereicht.
Augsburger Friedensbild 2019 Hannah Kurz
Die 15-jährige Hannah Kurz hat das Augsburger Friedensbild 2019 gemalt. Die Schülerin der Klasse 9c der Stettenschen Realschule gewann damit den diesjährigen Malwettbewerb des evangelischen Dekanats zum Augsburger Friedensfest

Das Siegerbild zeigt eine Gruppe von einfarbig gestalteten, anonymen Personen, die einen Menschen an Fäden halten. Sie habe darstellen wollen, wie die Gesellschaft den einzelnen Menschen beeinflusse, erläuterte Siegerin Hannah Kurz ihr Werk:

"Die Person hängt an Fäden, weil sie von den Meinungen und Standards der Gesellschaft abhängt."

Auch auf den übrigen, mit Preisen ausgezeichneten Bildern zeigen die Schüler, wie gesellschaftliche Normen, Konsumzwänge oder auch die Umweltzerstörung die Freiheit des Einzelnen einschränken können. Die Schüler hätten "diese Ambivalenz der Freiheit eindrucksvoll auf verschiedene Art und Weise dargestellt", sagte Birgit Sels, Leiterin des Schulreferats im evangelischen Dekanat Augsburg.

Der Schüler-Malwettbewerb findet jedes Jahr im Vorfeld des Augsburger Friedensfestes statt. Der Wettbewerb steht in der Tradition der "Augsburger Friedensgemälde", die seit 1650 zum Friedensfest an Kinder verteilt werden. Das diesjährige Wettbewerbsthema bezieht sich auf das Motto des Kulturprogramms zum Friedensfest 2019: "Freiheit". Das Friedensfest wird am 8. August gefeiert.

Wo Sie die Friedensbilder sehen können

Eine Auswahl der Augsburger Friedensbilder ist bis 29. Juli in der Augsburger Kreissparkasse zu sehen. Danach sind die Bilder bis 20. August im Kreuzgang der Kirche St. Anna ausgestellt.

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