4.11.2018
Trauerbegleitung

"Lacrima": Trauergruppen für Kinder und Jugendliche

Wenn das eigene Kind stirbt, ist das für Eltern schwer auszuhalten. Während sie in der Trauer feststecken, stehen Geschwister mit ihren Problemen oft alleine da. Im Trauerzentrum "Lacrima" der Johanniter-Unfallhilfe kümmern sich Pädagogen um trauernde Brüder und Schwestern.
Kinder und Jugendliche trauern anders als Erwachsene. Hilfe und Trost finden sie beim Zentrum für trauernde Kinder "Lacrima" der Johanniter-Unfallhilfe. Ein Radio-Beitrag von Lisa Kräher.

Man nennt sie Schattenkinder oder die vergessenen Trauernden - Kinder und Jugendliche, die eine Schwester oder einen Bruder verloren haben. Trauernde Eltern sind oft nicht in der Lage, Geschwisterkindern die Hilfe zu geben, die sie in der Situation eigentlich brauchen, sagt Sozialpädagogin Ursula Gubo, die das Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche "Lacrima" der Johanniter-Unfallhilfe in Mittelfranken leitet. Andere Kinder fühlten sich nach dem Tod eines Geschwisterkindes überbehütet - ihre Eltern haben ständig Angst, noch ein Kind zu verlieren.

Jedes Jahr sterben deutschlandweit etwa 20.000 Kinder und Jugendliche - auch für ihre Geschwister eine große seelische Belastung. In den Trauergruppen des Vereins "Lacrima" können sie mit anderen darüber sprechen. 

"Lacrima"-Trauergruppen

Das Trauerzentrum "Lacrima" wird von der Johanniter-Unfallhilfe getragen und bietet Trauergruppen für Kinder ab dem 5. Lebensjahr, die nahestehende Menschen verloren haben. Mehr Infos finden Sie hier.

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